NVIDIA kündigt Wechsel auf 40nM-Fertigung an
Neuigkeiten vom Analyst Day
Auf dem NVIDIA Analyst Day, der mal wieder beweist, dass die Geldgeber, Shareholder oder Anteilseigner, wie man sie auch immer bezeichnen möchte, sehr frühzeitig – wenn nicht sogar in der Regel als Erste – von technischen Neuentwicklungen erfahren, die die großen börsennotierten Technologiefirmen entwickeln, verkündete der Grafikkartenriese unter anderem den Umstieg auf die 40nM-Fertigungstechnik. Wie die PCGamesHardware berichtet, verspricht sich NVIDIA von diesem Umstieg deutliche Kosteneinsparungen, weswegen sie die Einführung der auf dieser Technik basierenden Modelle auch durch einen baldigen Abverkauf der älteren, noch in 55nM Strukturbreite gefertigten Grafikprozessoren forcieren wollten. Bei der Implementierung verschiedener Fähigkeiten wie PhysX, CUDA oder 3D-Stereo sieht sich NVIDIA zusätzlich in der Zusammenarbeit mit Microsoft in guten Händen, denn das neue Windows 7 sei „die ultimative Gaming-Plattform“, was wiederum sicher nicht unerheblich mit DirectX10 bzw. 11 zusammenhängt.
Die PCGamesHardware erwähnt zu Beginn des Artikels Seitenhiebe an die Konkurrenten Intel und AMD, die dann im Text eigentlich nicht zu finden sind. Dennoch hat der CEO von NVIDIA, Jen-Hsun Huang, vor einigen Tagen in einem recht lockeren Interview erklärt, man wolle sich voll auf die eigenen Entwicklungen konzentrieren und auf keinen Fall einen Chiphersteller wie VIA übernehmen.
Grundsätzlich scheint NVIDIA das recht realistisch zu sehen, denn die ablehnende Haltung gegenüber der Übernahme eines x86-Herstellers rührt sicher auch daher, dass sie es ähnlich wie Gartner sehen, die in einem aktuellen Bericht die Entwicklung des Prozessormarktes „in die Breite“ kommen sehen. Diese Einschätzung ist bei einem Blick auf die Produkte, die auf der Computex so vorgestellt wurden, sicher nicht ganz verkehrt und NVIDIA zeigt ja auch bereits seine Offenheit durch die Zusammenarbeit mit ARM, aus der die Tegra genannten Plattformen hervorgegangen sind.
Beim Analyst Day zeigte NVIDIA auch eine Grafik, die verdeutlichen soll, dass GPU-Upgrades grundsätzlich mehr bringen, als die Verwendung höher getakteter Prozessoren zur Verbesserung der Leistung eines Systems. Ob sich das Verhältnis aber tatsächlich so radikal verhält, wie sie es hier darstellen, darf wohl bezweifelt werden, denn dass neuere Prozessorentwicklungen so gänzlich wirkungslos sind, erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich.











