Tipps & Tricks: Eine Wutrede gegen Klavierlack und ein Hilferuf
Nur gegen das Licht zu erkennen
Es nervt ja schon lange, dass die von so vielen Herstellern aufgetragenen Klavierlackoberflächen so leicht verkratzen, aber nun – nachdem ich in der letzten Woche mal wieder zwei Testgeräte zurückschicken und vorher säubern durfte – hat diese Genervtheit erneut einen Höhepunkt erreicht, also entschloss ich, mich dem Thema endlich anzunehmen. Denn selbstverständlich hab ich auch diesmal wieder diese glänzenden weichen Plastikoberflächen mit Kratzern überzogen, obwohl ich schon so viele Tipps zur Vermeidung dieser bekommen und beherzigt habe. Daher gibt’s heute – neben einer kleinen Wutrede auf Video – auch mal eine Übersicht der bisher sinnvollsten Tipps zum Umgang mit den empfindlichen Hochglanzoberflächen und ein paar zusätzliche Infos. Mit ein bisschen Glück kann das Problem eventuell sogar komplett ausgeräumt werden.
Dass ich mit diesem Problem wahrlich nicht allein dastehe beweist nicht zuletzt die hohe Anzahl an Produktbeschreibungen in unserem Discount-Angebot innerhalb des Webshops, die den Hinweis „leichte, nur gegen das Licht zu erkennende Kratzer in der Hochglanzoberfläche“ enthalten. Vielfach handelt es sich dabei um Systeme von Kunden, die ihr Rückgaberecht in Anspruch genommen haben, sich dieser Problematik wohl nicht bewusst waren und bei eigenen Reinigungsversuchen dann ihr blaues Wunder erlebten. Ob Cyberport dafür einen kleinen Nutzungsabschlag verlangt, weiß ich dabei gar nicht…wundern würde es mich aber nicht, wenngleich die Sachen natürlich technisch in Ordnung sind. Optisch geht halt einiges verloren. Eigentlicher Klavierlack ist eh viel härter, so dass die Bezeichnung auch ein wenig „gestrunzt“ ist, aber darum soll es uns mal nicht gehen.
Grundsätzliches Problem
Der unschöne „Dreck“ auf den glänzenden Oberflächen setzt sich hauptsächlich aus zwei Bestandteilen zusammen: Fett und Staub. Das anpassungsfähige Fett ist sicher nicht das Problem, aber die einzelnen Staubteilchen – erst recht wenn sie im Fett gefangen sind – können mit ihren scharfen Kanten schon ziemlich viel Unheil anrichten. Nun soll man ja Fett mit Alkohol oder Spülmittel lösen können, ersteres würde die Oberfläche jedoch „blind“ machen und im Spüli werden die Staubkörner wieder eingeschlossen und über die Fläche gerieben. Was also tun?
Aufruf an die Hersteller
Sicher, meine allgemeine Aufforderung an die Hersteller mag ins Leere laufen, aber das musste einfach mal gesagt werden. Widmen wir uns wieder der tristen Realität, dem Reinigungsprozess.
Wie könnte man es machen…
Ehrlich gesagt weiß ich auch noch nicht wirklich, wie man das Verkratzen vermeiden/minimieren kann und wollte mit diesem Artikel auch dazu aufrufen, mal eure eigenen Erfahrungen in den Kommentare zu posten. Am besten wären natürlich Berichte von positiven Ergebnissen, damit auch andere davon profitieren können. Zwar habe ich auf dieser Webseite eine ganz gute Beschreibung gefunden, wie man am vorsichtigsten vorgeht, aber dort befasst man sich eigentlich mit „richtigem“ Klavierlack, eben dem auf Pianos. Trotzdem seien die wichtigsten Punkte hier kurz genannt, dazu gehören:
Was sollte man lieber lassen…
Meine eigenen Bemühungen waren leider allesamt nicht von Erfolg gekrönt, auch wenn die Ergebnisse mit der Zeit immer besser wurden. Wenigstens weiß ich jetzt aber schon mal, wie man es nicht machen sollte ;-).
Nicht empfehlenswert sind demzufolge:
Bei den genannten Polituren bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, da ich diese aus Sorge vor noch größeren Schäden bisher gar nicht ausprobiert habe. Wer auch damit Erfahrungen hat sei nochmals inständig gebeten, uns doch an diesen teilhaben zu lassen. Gleiches gilt für jegliche Art von Reparatur einer Lackoberfläche…es scheint zwar unwahrscheinlich, aber vielleicht hat ja tatsächlich schon mal jemand diese Kratzer wieder weglackiert oder -poliert bekommen.
Fazit und Hilferuf
Am einfachsten wäre natürlich weiterhin, wenn die Hersteller auf mich hören und es einfach mal lassen könnten, diese jedoch bedienen auch nur die Wünsche der Kunden, sind mit diesem Argument also fein raus. Da auch von einem flächendeckenden Einsatz des hochfesten „Gorillaglas“ als Überzug der betreffenden Gehäuseteile in nächster Zeit nicht auszugehen ist, muss man sich wohl oder übel noch eine Weile mit solchen Tipps&Tricks-Listen behelfen.
Also bitte, keine falsche Scham, teilt uns eure Erfahrungen mit oder warnt uns vor den schlimmsten Fehlern. Was sind die besten Pflegetipps und wie kann man eine einmal zerkratzte Oberfläche wieder kratzfrei kriegen? Allen Beteiligten sei schon jetzt mein Dank gewiss, denn die Rückgabe eines auch nur leicht verkratzten Testgeräts ist mir immer sehr unangenehm. Ganz abgesehen davon, dass man Systeme ohne Kratzer auch einfach besser wieder verkauft bekommt und sich die Nutzungs-Abschläge so minimieren lassen, was ja auf Umwegen wieder allen Kunden zugute käme, etc., etc…also Danke!








