Notiz am Rande: Der Apple Mac App Store

von Hans-Peter Pfeil

· 2 min Lesezeit

„Viele, viele bunte Smarties“
Mit der Bemerkung „Entzückend, Baby! Is es wahr?“ kommentierte Lieutenant Theo Kojak, alias Telly Savalas, der berühmteste Glatzkopf in der TV-Geschichte nach Yul Brynner, süffisant neue Ereignisse. Entzückend also: Apple hat den App Store nun auch seinen Macs spendiert. Mit der Aktualisierung des Betriebsystems Mac OS X auf die Version 10.6.6 hält nun auch der auf iPhone und iPad bereits bekannte Applikation-Store Einzug in die Erwachsenenwelt der Apple-Computer, könnte man meinen. Neben einigen nützlichen Programmen und Tools für den Administrations- und Kreativalltag im Büro- und Home-Office finden sich allerlei Gadgets und Spiele für Kinder und Noch-Kinder.
Unweigerlich muss ich beim ersten Anblick der Benutzeroberfläche des Mac App Stores an die Unterüberschrift und somit den eingangs erwähnten Radiojingle eines Süßwarenherstellers denken. Apple hat den Softwarekauf über den hauseigenen Internet-Vertriebskanal nun auch in die Mac-Welt implementiert. Per Click und Pay kommt die gewünschte Software als Download direkt nach Hause auf den Rechner, vorausgesetzt, es ist ein Mac.

Immer einen (kleinen) Schritt voraus markiert der PC und Software Gigant aus Kalifornien damit eine Zeitenwende und der Konzern signalisiert, dass der Softwarekauf mittels physikalischem Datenträger auf CD oder DVD damit schon bald der Vergangenheit angehören könnte. Der jüngste Spross der Mac-Familie, das MacBook Air zum Beispiel, verzichtet seit seiner Markteinführung bereits vollständig auf ein optisches Laufwerk. Der Datenaustausch wird direkt über WiFi oder Bluetooth vollzogen oder per USB-Speicherstick. Das Einlesen oder Brennen von CD oder DVD hat Apple damit ad acta gelegt, scheint es.

Einige wenige nützliche Programme entdeckt man bei der Schnelldurchsicht der Programm-Icons, die zum Einkauf in die App-Store-Welt locken sollen. Fremdprodukte wie „Pixelmator“, „Rapidweaver“ und die hauseigene Büro-Suite „Keynote“, „Numbers“ und Pages“ sowie die Foto-Software „Aperture“ und „iPhoto“ sind exemplarisch im Sortiment zu finden, wie viele Mini-Programme und Tools: „Caffeine“ ist eines von vielen Gratis-Apps, das zum Beispiel hilft, den Mac wachzuhalten, damit er nicht in den Standby- oder Schlafmodus wechselt. Oder „Shortcuts for Mac“ verrät für wenige Cents, wie der Benutzer auch ohne Maus und Trackpad schnell und bequem seinen Mac steuert oder Programme elegant bedient. Die jeweilige Top Ten der „Meistgekauften“, „Top Gratis“ oder der „Umsatzstärksten“ Apps verrät auf der Startseite des App Stores, was gerade angesagt ist.

Über Sinn und Unsinn des App Stores wurde bereits in anderen Foren im Internet ausführlich diskutiert. Wir vom CyberBloc enthalten uns einer weiteren Geschmacksbeurteilung. Bemerkenswert ist jedoch, dass Apple wie bereits vor gut drei Jahren beim Start des ersten App Stores überhaupt, damals nur fürs iPhone und den iPod touch, wieder einmal für Furore sorgt. Das Rauschen im Blätterwald und im Internet täuscht nicht darüber hinweg, dass hier wieder ein „Meilenstein“ gesetzt wurde, der die Verfügbarkeit und den Kauf von Software noch einfacher gestaltet. Im Bereich von Apps fürs Handy oder Smartphones hat Apple inzwischen viele Nachahmer auf den Plan gerufen. Bleibt abzuwarten, ob dieses Vertriebsmodell ähnlich so erfolgreich sein wird. Dieser Tage jährte sich bereits zum zehnten Mal das Bestehen von iTunes, der Medien-Management-Software und Verkaufsplattform von Musik, Filmen und Videos im Internet. Die fulminante Erfolgsgeschichte könnte sich mit dem Mac App Store durchaus wiederholen. Steve Jobs und seine Gefolgsleute haben bereits des Öfteren einen guten Riecher bewiesen. Es ist Ihnen zu wünschen, auch mit dem Mac App Store an diesen Erfolg anzuknüpfen.

This is not a love song! I’m not a fan-boy!“
This is just Hans-Peter Pfeil for CyberBloc :).

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