Netbook-News aus dem Jahre 1997: Apple eMate 300

von sven-kaulfuss

· 1 min Lesezeit

Da war doch schon mal was…
Eingefleischte Technik-Freaks und Geschichtsliebhaber erinnern sich sicherlich noch mit großem Wehmut an die Newton-Plattform von Apple. Der erste PDA von Apple (Apple Message Pad) hatte einen sichtlich schlechten Start und auch in seiner kurzen, fünfjährigen Lebenszeit gelang es ihm nicht, die Massen zu erobern (dafür jedoch so manchen Liebhaber). Ein Jahr bevor Steve Jobs der Glühbirne (das Logo der Newton-Plattform) den Strom entzog und somit die Message-Pad-Reihe einstampfte, erblickte ein seltsames Wesen das Licht der Welt. Der eMate 300 war ein Newton im Querformat und eingebauter Tastatur, praktisch eine Mischung aus Notebook und PDA. Gedacht für den Schulbereich wollte man Kindern und Lehrern einen einfach zu bedienenden elektronischen Begleiter in die Hand geben…
Wer jetzt meint ein Déjà-vu zu haben, liegt vielleicht gar nicht so falsch. Auch die heutigen Netbooks entstanden zunächst aus einer Alternativbewegung zum OLPC-Projekt, dessen Hauptzielmarkt der Bildungsbereich (wenn auch nur in Entwicklungsländern) ist. Auch Apple versuchte später den eMate ans „normale Volk“ zu bringen, wie wir heute wissen, ohne Erfolg. Die aktuellen Netbooks dagegen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. War Apple wieder einmal zu früh im Markt? Nun, auch wenn die technischen Daten des eMate aus heutiger Sicht antiquarisch wirken, das Grundkonzept verglichen mit einem Netbook ist durchaus vergleichbar. Der eMate konnte damals schon mit Tastatur und logischerweise Stift bedient werden, dem heutigen Äquivalent zum Touchscreen. Das Gerät wog unter zwei Kilo und wahr sehr kompakt, mit einer Batterielaufzeit (4x AA Akkus !!!) von 28 Stunden währe es heute jedem Netbook weit überlegen. Allerdings gab es 1997 noch nicht wirklich nutzbare, drahtlose Netze, weshalb man entsprechende Schnittstellen beim eMate umsonst sucht – also doch kein Nebook im heutigen Sinne, jedoch eine faszinierende Idee.

Nun, der eMate ist Geschichte, diese kann sich jedoch leicht wiederholen. Der heutige Newton heißt iPhone und ein Netbook auf Basis dieser Plattform ist mehr als nur denkbar. Warten wir ab, was das Jahr 2009 zu bieten hat, oder wie sagte es Apple bereits in einem alten Werbspot: The Future is better than you expected!

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