Mehr Computer fürs Geld

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

Acer One A110l
Die Zeiten ändern sich – nicht nur wenn morgens die Zeitung aufgeschlagen wird oder im Internet die täglichen Wirtschafts-Horrormeldungen über den Bildschirm flimmern, sondern vielleicht auch bei dem einen oder anderen Menschen den wir kennen oder bei uns selber. Trotzdem ist ein Computer in den heutigen Zeiten ein fast unabkömmlicher Teil unseres Lebens – ob jetzt damit im Internet gesurft wird, Sachen online gekauft oder ersteigert werden oder ob die eine oder andere Stellenanzeige angeschaut wird. Auch die Kinder sind in der heutigen Zeit ohne Computer im Schulunterricht aufgeschmissen, die Studenten ohne Computer erst recht. Zum Glück gibt’s seit einiger Zeit die Netbooks, die kleinen leichten Laptops, die über eine fast vollwertige Tastatur, einen inzwischen ausreichend großen Bildschirm und Internetzugang mittels WLAN verfügen. Vor einem Jahr waren sie noch ein Spielzeug von sogenannten „Early-Adopter“, von Menschen die einfach so ein Netbook haben mussten weil es hip war – heute sind sie dank gestiegener Rechenleistung ein guter Ersatzcomputer, insbesondere wenn die Hauptnutzung des Computers beim Surfen und Arbeiten, E-Mails und Fotos anschauen liegt.
Für wesentlich mehr sind die Netbooks nicht wirklich gut, da irgendwann dann doch mal der Bildschirmplatz ausgeht und die Prozessorpower nicht ausreicht. Aber eigentlich vollkommen ausreichend. Und dann kommt noch das Sahnestück des Netbooks zum tragen – lange Akkulaufzeiten und ein Gewicht von knapp einem Kilo. Also ein immer-dabei-Rechner für die Fahrt zur Arbeitstelle, die Couch oder den Wochenendausflug.

Nachdem die Welt immer mehr nach Größer, Schöner und Besser giert, sieht manch einer die ursprüngliche Idee des Netbooks schon wieder verwässert – zu groß, zu schwer, es kann schon wieder zu viele Aufgaben erledigen. Wer also ein Netbook sucht, das günstig und gut ist, der kann beruhigt zu der zweiten Generation der Netbooks greifen, die gerade im vorigen Sommer als der letzte Schrei gefeiert wurden. Ich rede von einem Asus EEE PC 901, einem Acer Aspire One A110l und anderen fantastischen Netbooks, die auf Grund des Erscheinens der Netbooks der dritten Generation zu einem absoluten Schleuderpreis auf den Markt geworfen werden. Die Leistungsdaten der Netbooks der 2. Generation sind nicht unwesentlich schlechter als die der 3. Generation – nur ist das Display ein bisschen kleiner. Um das kleiner in eine Dimension zu setzen – wir reden hier von ca. 2,5 cm oder gerade mal 12% weniger.

Gut, einen weiteren Punkt möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Das Acer Aspire One A110l für knapp 180 Euro hat nur eine kleine Festplatte von 8 GB, einen Akku der knapp für drei Stunden reicht und Linux als Betriebsystem. Das ist sicherlich schon ein Grund mit dem Lesen aufzuhören, aber wenn einmal ein bisschen Zeit in Linux investiert worden ist, dann ist es eine nette Alternative zu Windows. Zumal Netbooks ja fürs Surfen konzipiert sind. Und das Internet ist immer gleich – egal ob es in einem Internet-Browser auf Windows, einem Internet-Browser auf Mac OS X oder in einem Internet-Browser auf Linux läuft. Die E-Mails können meistens im Browser abgefragt werden, Briefe können im Internet geschrieben werden, sogar die Tabellenkalkulation kann im Internet erfolgen – hier seien einfach mal die Online Office Suiten von zoho.com oder Google genannt. Instant Messaging im Internet gibt’s unter Meebo.com. Sogar eine Webcam und ein Mikrofon für die Videotelefonie z.B. über Skype ist schon dabei. Natürlich gibt es auch viele andere Programme für Linux, aber die wichtigsten sind natürlich schon auf dem Linux des Acer vorinstalliert – genauso wie bei einer Windows- oder Mac-Maschine. Dazu gibt es noch Open Office, eine Mediaplayer und einen Dateimanager.

Also: Für 180 Euro gibt es einen sehr gutes Netbook, dass die heutigen Grundbedürfnisse ohne weiteres Abdecken kann – surfen, E-Mails, Fotos, Musik und das ganze in einem handlich kleinen Design. Und wem der Speicher zu klein ist, der kann mittels SD-Karte für eine Handvoll Euros den Speicherplatz verdoppeln. Und der Akku von 3 Stunden sollte auch kein großes Hindernis sein, eine Steckdose gibt’s ja zum Glück schon fast überall. In der heutigen Zeit bekommt man für das Geld keinen besseren Computer und das Preis/Leistungsverhältnis ist super. Oder um es mal anders auszudrücken – pro 100 Gramm Computer knapp 18 Euro. Die Netbooks der neuen Generation kosten mehr als 22 Euro pro 100 g.

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