MacBook-Ärger…
…und doch ein Happy End
Nachdem ich endlich den Stress mit meinen Klausuren hinter mir habe, will ich wieder einen kleinen Beitrag beisteuern. Es geht, wie der Titel schon nahelegt, um mein MacBook und den Ärger, den man sich damit so ins Haus holen kann…
Gekauft habe ich mein MacBook direkt nach Erscheinen bei einem größeren deutschen Händler, und zwar in der schwarzen Version mit 2 GB Arbeitsspeicher. Soweit war alles gut und knapp eine Woche nach Bestellung konnte ich das inzwischen liebgewonnene Arbeitsgerät in den Händen halten. Der Ärger fing dann knapp zwei Monate nach dem Kauf an: Während meines damaligen Praktikums in einem kleineren Unternehmen hier in Bochum sollte ich die Unternehmens-Webseite auf einen aktuellen Stand bringen. Nach knapp drei Stunden im Akkubetrieb holte ich das Netzteil hervor – ein normaler und hin und wieder getätigter Vorgang, vor allem bei einem Notebook. Also schloss ich den überaus genialen MacSafe-Anschluss ans MacBook an, steckte den Stecker in die Steckdose – es machte kurz *klack* und alle Computer im Betrieb waren aus.
So auch mein MacBook, dessen Netzteil die Sicherung ausgelöst hatte. Ein weiteres Anschließen sparte ich mir und brachte es zum Apple Service Provider in Bochum, der mir nach kurzem Check ein defektes Netzteil bescheinigte. Ein neues war zwar schnell bestellt, kam aber leider nicht an, womit ich zwar ein MacBook hatte, dieses jedoch keinen Strom. Gut vier Wochen später konnte ich aber endlich ein neues Netzteil in Empfang nehmen – zu diesem Zeitpunkt war ich schon froh, meine Windows-Dose nicht verkauft zu haben. Doch der richtige Ärger sollte erst noch kommen.
Denn nach knapp zwei Wochen mit dem neuen Netzteil trat das RSS-Problem auf, auch bekannt als Random System Shutdown. Folglich machte ich mich wieder auf den Weg zum Service Provider und dieser orderte sofort eine neue Heat-Sink, mit der das Problem behoben werden sollte. Apple schien jedoch mit den Ersatzteillieferungen nicht hinterher zu kommen, weshalb ich erneut einige Woche warten musste. Ein fast zwanghaftes Verhalten bemächtigte sich meiner: Jedes Dokument speicherte ich alle 10 Minuten ab, um auch ja nicht zu viele Daten zu verlieren, falls mein MacBook sich mal wieder entschließen würde auszugehen.
Nach weiteren knapp drei Wochen kam der Anruf vom Service Provider, dass ich mein MacBook zur Reparatur bringen könne. Da meine Woche terminlich aber sehr voll war, wurde vereinbart, dass ich es erst zum Wochenende, sprich: Freitag abgeben würde. Bis zu diesem Freitag, der dann ein Samstag wurde, traten allerdings einige weitere Fehler auf: Erst verabschiedete sich die integrierte iSight-Kamera, dann wurde der Akku nicht mehr erkannt und schließlich schaltete sich beim Abtrennen des Netzteils der Mac einfach aus.
Ich vereinbarte daraufhin mit dem Service Provider, das MacBook nach Berlin ins Technik-Center zu schicken, wo man alle nötigen Reparaturen durchführen würde. Diese sahen dann wie folgt aus:
Inzwischen war einige Zeit ins Land gegangen, um genauer zu sein zweieinhalb Monate. Bilanz des gesamten Prozedere war, dass ich seit nun sieben Monaten ein MacBook besaß und es davon geschlagene dreieinhalb Monate in Reparatur war. Trotzdem nahm ich es wieder bereitwillig entgegen und freute mich, bis auf Festplatte, Gehäuse und Display quasi ein neues MacBook zu besitzen. Freudestrahlend ging ich nach Hause und besuchte am folgenden Wochenende eine Freundin. Bei dieser gelang es mir auch, ein Foto mit der eingebauten iSight-Kamera zu schießen und einige Effekte anzuwenden.
Wieder daheim, wollte ich nun endlich ein Videotelefonat mit einem Freund tätigen, der sich inzwischen – trotz meiner schlechten Erfahrungen mit meinem MacBook – ebenfalls eins angeschafft hatte. Doch wie zu erwarten, hatte ich mich zu früh gefreut, denn die integrierte iSight-Kamera entschloss sich, mich ein wenig zu ärgern und verweigerte erneut ihre Dienste. Kurz davor, dass Gerät an die Wand zu klatschen, besann ich mich eines besseren und rief die Apple-Hotline an. Diese erstellte einen neuen Reparaturauftrag und verwies mich an den örtlichen Service Provider, mit dessen Technikern ich inzwischen per du bin und die mich – da sie nichts Gutes erwarteten – mit etwas verängstigten Gesichtern in Empfang nahmen. Ich jedoch nahm den erneuten Besuch mit viel Humor und versuchte gar nicht, mich weiter zu ärgern, denn das hatte ich bereits zur Genüge getan.
Der Service Provider nun orderte schnellstens ein Ersatzteil, vertröstete mich aber aufs neue Jahr. Somit fuhr ich in Heimaturlaub und hatte wieder ein nicht voll einsatzfähiges MacBook dabei. Nach Austausch der iSight-Kamera dachte ich, dass aller Ärger endlich überstanden sei. Mit Bedauern musste ich aber feststellen, dass sich an verschiedenen Gehäusestellen meines MacBook kleine Auswüchse, sprich: Verformungen bildeten – und diese wollte ich einfach nicht hinnehmen.
Jetzt hatte ich selbstverständlich endgültig die Faxen dicke und ich meldete mich erneut bei der Apple-Hotline. Die erste Mitarbeiterin verwies mich mit kurzen Worten an den örtlichen Service Provider, doch damit gab ich mich nicht mehr zufrieden und ich bat sie, ihren Vorgesetzten ans Telefon zu holen. Nach knapp einstündiger Hotline-Tortur, bei der ich immer wieder für kurze Zeit verschiedene Mitarbeiter am Ohr hatte, meldete sich ein netter, jüngerer Herr, der sich im Namen der Firma Apple für die Unannehmlichkeiten bei mir entschuldigte und mir ein neues MacBook zusicherte.
Zwei Tage später stand dann auch schon der freundliche TNT-Mitarbeiter an der Tür und überreichte mir mein neues MacBook, das ich mal wieder freudestrahlend entgegennahm. Und mit diesem bin ich nun seit einer Woche überaus zufrieden und genieße – vielleicht gerade wegen des Upgrades, das Apple inzwischen vorgenommen hat – diesen Austausch besonders.
Danke, Apple.








