Mac Pro – Neuer Wein in alten Schläuchen?

von sven-kaulfuss

· 2 min Lesezeit

Ein kleiner Diskurs in die Geschichte der Macintosh-Gehäuse
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Jetzt sind sie da: Lange erwartet, beglückte uns Apple neben der Vorschau auf Mac OS X 10.5 „Leopard“ mit den neuen Mac Pro-Maschinen. Diese treten die Nachfolge der Power Mac-Linie an und sehen diesen doch verdächtig ähnlich. Viele erwarteten ein neues, revolutionäres Gehäuse. Was kam, war äußerlich ein G5 mit einem zweiten, optischen Laufwerkseinschub. Warum macht Apple das? Sollte der Wechsel einer Prozessorplattform nicht einhergehen mit dem Austausch des äußeren Erscheinungsbildes? Gehen wir der Sache auf den Grund und begeben uns auf eine kleine Reise in das Produktdesign der Desktop-Macs.
Wenn wir uns im Folgenden die Aufstellung anschauen, wird man erkennen, für Apple hat es Tradition, dass Gehäuse seiner Rechner evolutionär zu pflegen, unabhängig vom Generationswandel der Rechner im Einzelnen. Ein komplett neues Design wird verhalten eingeführt, erst wenn es unbedingt notwendig erscheint. Hierzu eine kleine Aufzählung:

Die Brotbüchse: 1992 bis 1999
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Wir schreiben das Jahr 1992, die Macintosh II-Linie läuft seit der Einführung der Quadras ihrem Ende entgegen. Kurz vor Schluss spendiert man dem „alten Eisen“ noch ein neues Gehäuse. Mit dem Mac IIVx bzw. Vi wird die „Brotbüchse“ neu aufgelegt. Dieses grundsätzliche Gehäusedesign überlebt vier Prozessorgenerationen über fast neun Jahre. Nach dem Mac II kam der Quadra 650 (bzw. Centris), danach die beliebte Reihe der 7xxx Power Macs und sogar der erste Power Mac G3 schmückt sich in diesem Kleid. Minimale Änderungen sind feststellbar, vor allem im Inneren findet eine Evolution statt. So lässt sich das Gehäuse des G3 leicht öffnen und erweiterten.

Der Tower: 1993 bis 1999
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Mit dem Quadra 800 wird im Jahre 1993 ein neues Towergehäuse eingeführt. Dieses wird auch nach dem Schwenk auf den PowerPC beibehalten. In etwas abgewandelter Form findet sich im Jahre 1997 auch ein G3 ein.

Sesam öffne dich: 1999 bis 2003
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Mit dem Power Mac G3 Blue&White führt Apple ein revolutionäres Gehäusekonzept ein. Die „Seitentür“ lässt sich kinderleicht mit einer Hand öffnen. Das Konzept überlebt ebenso die gesamte G4-Linie. Allerdings wird im Laufe der Jahre mächtig „gepimpt“. Am „schönsten“ sah natürlich der letzte „verspiegelte“ G4 aus. Jeder Manta-Fahrer wäre stolz gewesen ;-)

Neben diesen genannten Beispielen, gibt es noch zahlreiche andere Beweise. So war der im Jahre 1991 vorgestellte Quadra 700 im Towerdesign nichts anderes als ein Mac IICx, den man auf den Kopf stellte.

Wie man sieht, das Gehäusedesign bei Apple, vor allem im professionellen Bereich, war immer evolutionär. Zwischendurch gab es natürlich auch Designsprünge. Das jetzige Gehäuse des Mac Pro hat nach dieser Rechnung gerade einmal drei Jahre im Markt verbracht. Es ist noch genügend Zeit für Apple vorhanden, sich etwas Neues zu überlegen. Wir sehen uns im Jahr 2010…

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