Kleiner Überblick: Netboks mit UMTS

von matthias-schleif

· 3 min Lesezeit

Die Falle sind die Folgekosten
Wenig verwunderlich, sind unsere Besucher scheinbar häufiger unterwegs und frönen dem Sonnengott, denn seit dieser sie so kräftig scheinen lässt, ist hier deutlich weniger los. Damit ihr unsere Ergüsse auch weiter verfolgen könnt, ohne diesen angenehmen Platz an der Sonne zu verlassen, möchte ich euch kurz einige unserer UMTS Netbooks näher vorstellen. Wichtig ist, dass man bei den Datenverträgen auf versteckte Kostenfallen achten muss, denn diese lauern doch nahezu an jeder Ecke. Natürlich spielt auch das Nutzerprofil eine Rolle, denn gerade für Wenignutzer gibt es gute Angebote von den Providern, die dafür aber meistens eine Volumenbegrenzung beinhalten oder über ein wenig ausgebautes Netz verfügen.
Netbooks mit UMTS
Schon wieder günstiger geworden ist LGs X110 mit eingebautem UMTS Modem, der nun nur noch 333 Euro kostet. Bei diesem Modell ist der Deckel schwarz und das Netbook von innen weiß, wobei das rein weiße Modell aus mir unerfindlichen Gründen bereits bei 399 Euro liegt. Das Netbook ist mit 160GB HDD und integriertem Bluetooth und WLAN b/g gut ausgestattet und kommt immerhin mit einem 3 Zellen 6600mAh Akku daher. Darüber hinaus ist er mit 1,2 kg auch ganz schön leicht und kann mit einer Vodafone-Option für die ersten 30 Tage erstanden werden; dann für 349 Euro.

In nahezu gleicher Ausstattung und ebenfalls mit 10 Zoll Display kann man den sehr beliebten Samsung NC10 für 449 Euro erstehen, wobei der weiße mal wieder 50 Euro mehr kostet. Auch in diesem ist natürlich das UMTS Modem bereits integriert, ebenso wie bei den Eee PCs der 901go Serie. Diese sind aber wiederum an T-Online gebunden oder kosten ohne Subvention des Providers bereits 399 Euro.

Mein absoluter Favorit in dieser Reihe wäre allerdings der ASUS N10E, der nur 369 Euro kostet, aber das UMTS Modem nicht eingebaut hat. Hier sind also wohl Minimum weitere 50 Euro z.B. für ein Vodafone Websession Paket fällig. Da zur Verbindungsherstellung aber auch ein Modem im Express Card Slot genutzt werden kann, welches sich besser integriert, respektive nicht so weit hervorsteht, macht dieses Netbook immer noch eine bessere Figur, als viele Konkurrenten. Davon abgesehen kann man an den Express Card Slot ja auch anderes Zubehör anschließen. Der N10E kann daneben noch mit WLAN b/g/n und einem 6 Zellen 6600mAh Akku für etwa 6 Stunden Laufzeit punkten.

Provider und Veträge
Die am besten ausgebauten Netze haben wieder mal Vodafone und T-Mobile, die ihr UMTS-Signal nahezu flächendeckend in Deutschland ausstrahlen, dafür aber auch im Schnitt deutlich höhere Preise für ihre Datentarife verlangen. Das E-Plus Netz ist wohl einfach noch nicht so weit, denn meines Wissens nach bieten sie zwar Datentarife an, die aber fast nirgendwo eine UMTS-Verbindung ermöglichen. Ein gutes Mittelding scheint in diesem Fall o2 zu sein, denn zumindest in Großstädten sind deren UMTS-Netze schon ganz gut ausgebaut und die Preise befinden sich dementsprechend im Mittelfeld.

Mit ihrem Internet Paket-L bietet o2 einen monatlich auslaufenden Prepaid-Vertrag für 25 Euro an, der für Vielsurfer den unerlässlichen „Unbegrenzt-Modus“ beinhaltet, aber nach einem Downloadvolumen vom 10 GB nur noch mit GPRS-Geschwindigkeit läuft. Wer den USB Surf Stick dazu nimmt (69 Euro) bekommt den ersten Monat „frei surfen“ als Geschenk obendrauf.

E-Plus bietet über ihre Tochter BASE einen Vertrag für 17,50 Euro im Monat, der aber eine Mindestlaufzeit von 2 Jahren hat. Wie gesagt, ist bei E-Plus/BASE dann auch keine Rede mehr von UMTS.

Für die schon erwähnten Wenignutzer gibt es ja auch noch die Lösung von Fonic, die bei täglich abgerechneten Kosten von 2,50 Euro und einer Verbindungsgeschwindigkeit von bis zu 3,6MBit/s ein gutes Angebot zu sein scheint. Die Tagesflatrate kann man auch ohne den 89 Euro teuren Surfstick erwerben, muss sich dazu aber an die Kundenbetreuung wenden. Auch bei Fonic ist der Datentransfer volumenbegrenzt, d.h. dass nach einem Gigabyte die Übertragungsgeschwindigkeit ebenfalls auf GPRS Niveau gedrosselt wird, was aber im Gegensatz zum BASE Vertrag schon etwa 30 GB pro Monat wären.

Man hat also die Qual der Wahl, nicht nur beim Netbook.

Kommentare

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Gepostete Kommentare

Joerg Pittermann 16.04.2009, 21:15 Uhr

Das E-Plus UMTS Netz hat sich in den letzten paar Monaten gebessert, insbesondere bei der Geschwindigkeit. Bei o2, T-Mobile und Vodafone merkt man inzwischen die Netzlast, d.h. dass mehr Nutzer das Netz langsamer machen. Weiter moechte ich an dieser Stelle nicht ausholen. Und noch ein Hinweis zu den Dayflats: T-Mobile und Fonic bieten die Dayflat als Dayflat an, d.h. von 00:00 bis 24:00, wird die Flat erst abend gebucht, so ist um 24:00 der Spass vorbei. Vodafone bietet mit dem Websessions knackige 24 h ab der Buchung an. Und so teuer sind die UMTS Tarife wirklich nicht mehr, wenn man ueberlegt bekommt man eine Handvoll Euro (Abends einmal weggehen ist meistens deutlich teuerer) 30 Tage Internet.

Marcel 18.04.2009, 12:29 Uhr

Stimme Joerg zu, E-Plus scheint erkannt zu haben, dass sie was tun müssen; die Verbindungen werden stabiler. UMTS-Verbindungen sind auch in mittelgroßen Städten möglich (habe sie gerade entlang der Bahnstrecke Frankfurt--Passau getestet, wo an jedem ICE-Halt UMTS möglich war, dazwischen oft EDGE, was zum Surfen im Zug auch ausreicht). Leider bin ich noch nirgendwo in den Genuss von HSDPA gekommen, weiß auch nicht, ob und wann E-Plus da investiert. Aber flächendeckende UMTS- oder zumindest EDGE-Verbindung wär' ja was.

Joerg Pittermann 18.04.2009, 13:10 Uhr

Hi Marcel, in Sachen Geschwindigkeit: Die ganzen Powersauger sind aus dem Netz verschwunden, weil die auf E-Plus keine Lust mehr hatten und die Preis der Flats der grossen auf einen kleineren Preis gerutscht sind. Und E-Plus hat ein bisschen was in die Netztechnik gesteckt. In Sachen HSDPA läuft ein Leipzig ein Friendly User Test mit 3,6 Mbit - aber da frage ich mich ob E-Plus da nicht den Anschluss verliert - die drei anderen streben bis Ende des Jahres 7,2 Down und 2 Mbit up an, und an den Hotspots werden schon 14 bzw 28 Mbit erwartet. Und last but not least - HSDPA ist nicht so entscheidend wie HSUPA, denn dann sinken die Pingraten nochmals ganz massiv und die Geschwindigkeit wird subjektiv schneller empfunden.

Marcel 19.04.2009, 07:16 Uhr

Ich meinte gar nicht vorrangig die Geschwindigkeit, sondern Stabilität der Verbindungen (brechen seltener ab als früher) und Netzausbau. Ein "Friendly User Test" in Leipzip, das klingt natürlich lächerlich, da die anderen Anbieter nicht nur schnellere Verbindungen anbieten, sondern auch beim Ausbau in Richtung flächendeckend gehen. Aber, wie schon gesagt, mir wäre ein flächendeckender (zumindest mal entlang aller! Bahnstrecken und Autobahnen) Ausbau von UMTS und EDGE wichtiger als HSDPA (und HSUPA) in Großstädten.

Joerg Pittermann 19.04.2009, 07:22 Uhr

Kommt Zeit, kommt HSDPA. Vor 10 Jahren gabs noch genug Funklöcher im Land, wo das telefonieren nicht machbar war, da ist der HSPA Ausbau wesentlich besser.

Larix 20.04.2009, 13:08 Uhr

An dieser Stelle sollte man eventuell auch noch die PrePaid Tarife erwähnen die gerade, wenn man nur über den Sommer mobil surfen will, sehr attraktiv sind. Vodafone bietet im CallYa Paket eine 15€ teure Datenfaltrate an. Blau.de hat für 20€ eine Datenflatrate im Angebot und für 9€ einen 1GB Volumentarif. Hierbei muss man natürlich abwägen für welche Zwecke man den mobilen Internetzugang benötigt. In Kombination mit Netbooks ist Vodafone auf Grund der HSDPA- und HSUPA-Fähigkeit schlicht und ergreifend die bessere Wahl (zumindest im Moment), solange man nicht gewillt ist etwas längere Ladezeiten in Kauf zu nehmen.... In Kombination mit einem Smartphone reicht aber meist schon die normale UMTS Geschwindigkeit gebündelt mit dem 1GB Tarif von Blau.de gibt es da sogar für Wenigtelefonierer die mit dem Eplusnetz leben können eine gute Alternative zum meist teureren Vertrag. Am schönsten dabei finde ich ja immer noch, dass man gänzlich ohne Vertragsbindung an den Genuss des mobilen Internet gelangt und das zu sehr humanen Preisen.

Andreas 20.04.2009, 13:27 Uhr

Habe grad mal bei BASE, also E+, nachgefragt. Sind fleißig am ausbauen ihres Netzes, geplant ist HSDPA zum Ende des Jahres. Zu HSUPA gabs keine Info. Können denn eigentlich HSDPA fähige Geräte automatisch auch HSUPA nutzen?

Joerg Pittermann 20.04.2009, 13:43 Uhr

Larix schrieb: "Vodafone bietet im CallYa Paket eine 15€ teure Datenfaltrate an." Die 15 Euro Datenflatrate ist nur fuer das Handy und nur fuer bestimmte Ports geoeffnet. Also nichts fuer das Notebook bzw. Netbook. Auch stimmt es, dass HSDPA und HSUPA prinzipiell schneller ist, aber auch T-Mobile hat einen guten Ausbaustand und o2 ist kraeftig dabei aufzuruesten. Das Surfvergnuegen in Hotspots ist momentan auf Grund der Übertragenden Datenmenge und der mangelhaften Anbindung der Funkmasten meistens in Hotspots und zu Tagespitzenzeiten nicht mehr unbedingt lustig. Andres schrieb "Habe grad mal bei BASE, also E+, nachgefragt. Sind fleißig am ausbauen ihres Netzes, geplant ist HSDPA zum Ende des Jahres. Zu HSUPA gabs keine Info. Können denn eigentlich HSDPA fähige Geräte automatisch auch HSUPA nutzen?" Bei E-Plus steht dieses Jahr der EDGE Ausbau im Fokus und nicht umbedingt der HSDPA Ausbau. Und nein, HSDPA Produkte sind nicht automatisch HSUPA fähig, zumal es innerhalb von HSDPA und HSUPA unterschiedliche Generationen von Chipsaetzen in den Datenkarten gibt, die auch nicht unbedingt upgrade faehig sind.

larix 20.04.2009, 13:58 Uhr

@Joerg Pittermann: Wenn das stimmt, dann dürfte ich letztes Wochenende im Garten ja gar nicht auf der Terrasse gesessen und nebenbei mal schnell meinen Blog um ein zwei Beiträge erweitert haben. (die tatsächliche Geschwindigkeit ist ohnehin von Ausbaustufe des Netzes, momentanem Standort und momentaner Netzlast abhängig aber grundsätzlich haben Vodafone und T-Mobile derzeit die am besten ausgebauten Netze und dem zu Folge hat man bei genannten Anbietern auch beste Chancen eine möglichst flinke Verbindung zu erhalten) Portsperrungen gibt es in jedem mobilen Datentarif.....im Kleingedruckten steht soweit ich informiert bin immer ein Klausel die zumindest P2P und VoIP Dienste vom nutzbarem Umfang ausschließt. Stimmt o2 und der rosa Riese haben auch PreePaid Angebote laufen, nur sind die meiner Meinung nach gnadenlos im Preis überzogen.

Joerg Pittermann 20.04.2009, 15:02 Uhr

"@larix Du hast in deinem Webbrowser einen Proxy eingetragen und verstösst regelmässig gegen die Nutzungsbedingungen. Du bist ein Held, weil du ein paar Euro sparst und Kalkulationsmodelle der Netzbetreiber zerstörst. Damit schädigst du auch unterm dem Strich andere Kunden die das Angebot ehrlich nutzen. Aber wenn Angebote teuerer werden, eingestellt werden oder verändert werden, findet man dich sicherlich in der ersten Reihe bei den Jammerern. Und als Alternative gibts noch von Tchibo eine Datenflat für 20 Euro. Ich weiss garnicht, was an Datentarifen noch teuer ist.

larix 20.04.2009, 15:20 Uhr

@Joerg Pittermann: Nein, ganz ohne Proxy! Berichtige mich, wenn ich mich irre aber soweit ich mich erinnere sprach ich von preiswerten PrePaid Angeboten und nun ja die Tagestarife von T-Mobile und O2 (etwas anderes bieten die beiden derzeit leider nicht an, abgesehen von Unternehmen die deren Netz nutzen, siehe Tchibo) sind bei täglicher Nutzung auf einen Monat hochgerechnet doch erheblich teurerer als so manch anderer Anbieter. Die regulären Datentarife, welche sich im Vertrag dazu buchen lassen sind taugen in meinen Augen nur für Leute die viel telefonieren oder simsen.

Joerg Pittermann 20.04.2009, 15:27 Uhr

@Larix Und wenn du ohne Proxy surfst, verstösst du trotzdem gegen die Nutzungsbedingungen, wenn du die Prepaid Internet Handyflatrate von Vodafone in einem anderen Geraet als dein Handy nutzt. Wie dem auch sei. Und o2 bietet keine Tagestarife an. Ich glaube du verwechselst das Angebot mit Fonic, welche als Billigtochter auch nur das Netz von o2 nutzt. Und wo der Zusammenhang zwischen viel telefonierern und viel simsen und einer Datenflatrate besteht, entzieht sich auch meiner Kenntnis. Ich selber habe eine o2 Datenflatrate auf meiner Sprachsim, hatte eine Vodafone Datenflat seperat und auch in meinem Bekanntenkreis wird die Datenflatrate meistens häufiger genutzt als die Sprachsim, auf der sich der Datentarif befindet.

larix 20.04.2009, 15:53 Uhr

@Joerg Pittermann: Beim Großteil aller Handyverträge bekommt man Freiminuten, Freisms oder ähnliche Vergünstigungen. Die machen aber nur Sinn, wenn man diese auch in etwa genau aufbraucht. Für Wenigtelefonierer oder Leute die nur über einen begrenzten Zeitraum mobil das Internet nutzen wollen (siehe einer meiner vorherigen Posts) lohnt sich diese Art Vertrag, auf die dann der Datentarif gebucht wird, nicht. Denn die einzelne Minute kostet für Leute die unterhalb ihres inklusiv Volumens liegen, auf die Länge der Vertragslaufzeit gesehen, mehr als, wenn sie eine entsprechende PrePaid Karte nutzen würden. Ebenso verhält es sich mit zugebuchten Datentarifen, wenn ich genau weiß, dass ich z.B. nur 6 von 12 Monaten mobil das Internet benötige, dann lohnt es sich nicht einen Tarif zu buchen bei dem eine 24 Monatige Mindestlaufzeit vorausgesetzt wird, es sei denn ich bin jemand der gern sein Geld aus dem Fenster schmeißt, dann kann man das natürlich gern tun.

hsdpa-umts-verfuegbarkeit.de 29.04.2009, 08:44 Uhr

Hi zusammen, ja, UMTS rockt inzwischen absolut. Wir haben z.B. grad rausgefunden, dass an 77% der Standorte mit UMTS-Versorgung mindestens ein Netzbetreiber UMTS oder HSDPA anbietet. Da wird´s interessant, oder?! http://www.hsdpa-umts-verfuegbarkeit.de/ http://www.connect.de/news/UMTS-zu-77-Prozent-verfuegbar_5414502.html Grüße, Tim

Destiny 01.09.2012, 03:44 Uhr

Hot damn, looinkg pretty useful buddy.

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