Kernel Panic in den Morgenstunden
Auch ein Mac hat manchmal Probleme…
Wir Menschen kennen das, es ist Montag und das Wochenende liegt hinter uns. Die Lust an der Arbeit zum Wochenbeginn hält sich in Grenzen, doch langsam kommt man in Fahrt und meistert auch die folgende Woche. Dagegen unser treuer Gefährte der Arbeitsplatzrechner kennt solcherlei Gefühle nicht, brav erwacht er zum Leben und stellt uns seine Rechenkraft zu Diensten. Einen solch arbeitswütigen Genossen wünscht sich ein jeder Chef, wenn der Mitarbeiter dann noch zufällig Macintosh heißt, steht einer guten Zusammenarbeit nichts im Wege. Doch vereinzelt neigen auch die besten Mitarbeiter zum Streike und verweigern ihren Dienst am Arbeitsvolke, so heute früh geschehen.
Ich hätte es mir ja eigentlich denken können, mein treuer iMac – Baujahr 2007 – machte in den letzten Wochen schon unangenehm auf sich aufmerksam. Unvermittelt und ohne Vorankündigung verabschiedeten sich im laufenden Betriebe Standardanwendungen wie Photoshop oder Word, auch mein FTP-Client stieg von Zeit zu Zeit einfach aus. Neben einer Softwareproblematik könnte der Grund für dieses Aufbegehren unter Umständen auch im vermeintlich fehlerhaften Arbeitsspeicher zu finden sein, so dachte ich mir. Der Austausch-RAM lag schon bereit und sollte von mir diese Woche installiert werden. Doch soweit kam es zunächst nicht.
Wie es den Anschein erweckte, hatte mein iMac heute morgen nicht so recht die Lust an der Arbeit, denn kurz nach dem Einschalten begrüßte er mich mit einer kleinen Kernel Panic. Nun gut, nach einem Neustart ist meist alles vergessen. Doch nicht am heutigen Tage. Die Kernel Panic wollte einfach nicht dem normalen Startbildschirm weichen. Ich nutzte die Gelegenheit den RAM-Tausch sofort vorzunehmen, doch auch danach, blieb es bei der Arbeitsverweigerung. Es half alles nichts, ein neues System musste her. Allerdings möchte man natürlich auch nicht, seine ca. 190 GB an Daten ins Nirvana schicken, dumm nur, wenn die Festplattenkapazität nicht ausreicht, um Mac OS X neu zu installieren und gleichzeitig die alten Daten zu archivieren. Was tun?
iMac im FireWire-Target-Modus starten, und in Reihe an eine externe Platte hängen, danach sich das IT-Notfall-PowerBook (ein ehrenwertes altes 12-Zoll-Gerät) besorgen und die Daten umschichten. Geschätzte Kopierzeit laut System ca. vier bis fünf Stunden. In der Zwischenzeit arbeite ich zunächst am Cyberport-Mama-Book. Hierbei handelt es sich um ein 17 Zoll MacBook Pro, was normalerweise für den heimischen Einsatz der Mitarbeiter gedacht ist, wenn bspw. das Kind mit Windpocken zu Hause liegt. Nun ja, Windpocken hat mein iMac nicht, allerdings muss er sich in den nächsten Stunden erstmal auskurieren. Was lernen wir daraus?
1. Ein TimeMachine-Backup ist eine nützliche Sache, sofern man nicht zu faul war wie ich, eines anzufertigen.
2. Es ist immer gut eine externe Festplatte und einen zweiten Rechner in der Nähe zu haben.
3. Ein Mac ist auch nur ein Mensch, manchmal streikt er und möchte höhere Aufmerksamkeit von seinem Anwender.










