Jetzt kommt Farbe ins eBook: Bunter Lesespaß dank E-Ink

von lena-groesdonk

· 2 min Lesezeit

Warum das Buch nur Schwarz-Weiß lesen? Wir lieben es bunt.
Vor einigen Jahren hätte ich noch mit dem Kopf geschüttelt, hätte man mir erzählt, dass das Lesen auf einem E-Reader mit E-Ink-Technologie mit dem eines Buches gleichzusetzen ist. Heute will ich meinen E-Reader nicht mehr hergeben und würde diesen zum Lesen eines eBooks eindeutig einem Tablet-PC vorziehen. Doch ich frage mich schon lange, warum es eigentlich kein farbiges E-Ink-Display gibt? Natürlich bestehen die Seiten der meisten Bücher auch nur aus schwarzer Schrift auf weißem Papier. Aber warum ist der Lesespaß bisher so farblos?
Was ist eigentlich E-Ink?
E-Ink bedeutet übersetzt schlicht und einfach „elektronische Tinte“ (electronic ink). Der Hersteller der Displays, die Firma E-Ink, hat es sich zum Ziel gesetzt, bedrucktes Papier so gut wie möglich nachzubilden und ein Display entwickelt, bei dem kaum ein Unterschied zu erkennen ist. Im Gegensatz zu LC-Displays (Flüssigkristallbildschirme) fehlt bei E-Readern mit E-Ink-Technologie die Hintergrundbeleuchtung. Das ermöglicht dem Nutzer ein flimmerfreies, vor allem aber ein augenschonenderes Lesen. Sogar bei direkter Lichteinstrahlung ist der Text sehr gut sichtbar. Die Oberfläche der E-Reader besteht aus zwei dünnen Folien, von denen eine aus einem dicht verwobenen Leiterbahnnetz besteht. Durch schwarze und weiße Pigmente, die sich zwischen beiden Folien befinden und sich elektrisch aufladen, wird der Text sichtbar. Die Spannungserzeugung setzt die aufgeladenen Pigmente automatisch zu Buchstaben und Wörter zusammen.

Jetzt kommt die Farbe ins eBook
Bis jetzt sind E-Reader, die auf der E-Ink-Technologie basieren, lediglich in der Lage, 16 Graustufen darzustellen. Besonders Grafiken und Illustrationen leiden darunter und sehen nicht schön aus. Doch diesem Problem soll die revolutionäre „Triton“-Technologie nun Abhilfe schaffen. Der Hersteller Ectaco hat dieses Jahr, nach eigenen Angaben, den ersten E-Reader auf den Markt gebracht, der statt den herkömmlichen 16 Graustufen nun 4.096 Farben darstellen kann. Die „Triton“-Technologie ermöglicht es, neben den schwarzen und weißen Pigmenten, auch rote, grüne, blaue und transparente darzustellen. Somit können verschiedene Farbtöne erzeugt werden.

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Das sogenannte Jetbook Color hat eine Diagonale von 9,7 Zoll bzw. 24,6 cm, bei einer Auflösung von 1.600 x 1.200 Punkten. Damit ist es genauso groß, wie das Apple iPad. Ectaco hat diesen E-Reader speziell für den Bildungsbereich entwickelt. Er soll Studierenden helfen, Zeitpläne und Hausaufgaben zu organisieren. Auch soll er irgendwann gedruckte Lehrbücher ersetzen. Das „Jetbook Color“ unterstützt praktisch jedes gängige Format (Adobe DRM 9.1, ePub, Mobi, PRC, RTF, TXT, PDF, FB2, djvu, JPG, GIF, PNG, BMP). Zur Grundausstattung gehören neben Wörterbüchern noch Sprachkurse, Schnelllernkurse, Periodensysteme sowie Referenzmaterialien für Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Geowissenschaften und Geografie.

Ich persönlich spiele nicht mit dem Gedanken mir den revolutionären Ectaco E-Reader zuzulegen. Warum? Für den privaten Gebrauch ist er für mich schlichtweg zu groß und mit rund 450 Euro eindeutig zu teuer. Doch ich warte jetzt gespannt auf die Reaktionen der Konkurrenz. Dass auch andere Hersteller in naher Zukunft einen farbigen E-Reader auf den Markt bringen ist sehr wahrscheinlich.

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