iPhone-Day bei Cyberport: Die Ersten stehen schon in der Schlange!
Nicht nur in Amerika sorgt Apples neuestes Gadget für eine Hysterie.
Wir schreiben den 29. Juni 2007, ab diesem Tage des Herrn wird nichts mehr so sein wie es einst war. Vergessen die Erderwärmung, die Hungersnot in Afrika oder der Nahost-Konflikt, es gibt wichtigere Dinge in der Welt. An jeder Ecke hört man nur ein einziges, kleines Wort: iPhone, iPhone, iPhone, iPhone…
Für manche nur ein Wort, für andere die Offenbarung des Messias. Zahlreiche Jünger, vor allem in Amerika, pilgern zu den Apple-Stores und warten auf Erlösung. Aber auch in der alten Welt greift das iPhone-Fieber um sich. Vor dem Ladengeschäft eines größeren Elektronikhändlers in Dresden wartet seit drei Tagen Herr Peter H., die Redaktion des CyberBlocs nutzte die Gelegenheit für ein Interview…
Die Redaktion: Herr H., wie lange befinden Sie sich jetzt schon in diesem Zustand des Wartens?
Herr H.: Nun ja, drei Tage und drei Nächte dürften es schon sein. Das Gefühl für die Zeit nimmt langsam ab, deswegen bin ich mir selbst nicht mehr so sicher.

Herr Peter H. mit sehnsüchtigen Blicken.
Die Redaktion: Ein solches Unterfangen ist doch sicherlich sehr Kräfte zehrend, wie ernähren Sie sich denn in der Zwischenzeit?
Herr H.: Da haben Sie Recht, ich möchte meinen Platz in der Warteschlange ja ungern aufgeben, daher bringen mir einige Cyberport-Mitarbeiter ihre Essensreste von der Mittagsspeisung vorbei, sehr löblich so ein Verhalten. Überhaupt wurde mir schon der eine oder andere Euro zugesteckt, dabei will ich doch eigentlich 500 Euro ausgeben. Ich glaube so langsam hat man mich schon lieb gewonnen.

Eine Wasserflasche spendet Trost und stillt den Durst.
Die Redaktion: Was versprechen Sie sich denn überhaupt vom iPhone?
Herr H.: Neben der Aufklärung über den Sinn des Lebens, ein Telefon ohne Tasten.
Die Redaktion: Aha, vielen Dank für das Interview!
Als wir Herrn H. mitteilten, dass das iPhone in Deutschland wahrscheinlich erst in sechs Monaten erwartet wird, quittierte er dies nur mit einem zustimmenden Nicken. Er wolle weiterhin ausharren, denn schließlich könne ihm so niemand seinen ersten Platz in der Schlange streitig machen. Nur bat er uns, dass wir ihm vielleicht eine Decke und einen Tetrapack mit Glühwein vorbeibringen sollten.
Wenn es weiter nichts ist, gern geschehen.








