iPad: Nein, Danke!
Die Schattenseiten des Apple Tablets
Vorwort des Chefredakteurs: Heute ist ein schöner Tage zum…ich schweife ab. Doch nun ist es endlich da, nach Jahren des Wartens beglückte Apple uns heute mit dem iPad. Doch hält es tatsächlich was es verspricht? Wir wollten unseren Lesern bewusst keinen „normalen“ News-Artikel präsentieren, stattdessen möchten wir polarisieren – kennt man ja von Apple-Produkten. Aus diesem Grunde gibt es nun zwei Artikel, einen Pro- und einen Contra-iPad, geschrieben von unseren Autoren Joerg Pittermann und Ansgar Babucke – viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!
So. Und ist es da. Das berühmt berüchtigte iPad von Apple. Das worauf Millionen von Apple-Jüngern gewartet haben. Die Worte aus dem Mund des St. Eve – createur de la jesus phone. Im Vorfeld war ich davon überzeugt: Das ist das Produkt das ich unbedingt kaufen möchte, das ist das worauf meine Kreditkarte gewartet hat.
Das ist das i-Tüpfelchen auf dem iPhone. Mehr geht nicht. Schließlich ist der Hype hübsch und nett und mitmachen ist kostenlos. Haben dagegen kostet. Nicht das „Haben-wollen“ jemals eine große Herausforderung bei mir war, aber der ultimative Kick dafür das Geld auszugeben…mhm, der fehlt mir.
Denn nüchtern betrachtet sitze ich nicht am Abend damit auf einer Couch und surfe das Web ab, wenn ich vor dem Fernseher sitze. Denn ich habe kein Sofa und ich habe keinen Fernseher. Natürlich kann ich das auch am Sonntag zum Starbucks mitnehmen, Kaffee schlürfen und die leckere Food-Theke leer futtern. Das geht. Aber will ich wirklich auf noch einen Bildschirm schauen? Tagsüber blicke ich in einen Computerbildschirm, dies wird sich in der nächsten Zeit auch nicht ändern. Unterwegs habe ich mein iPhone dabei, das mir immer und überall nützliche Dienste leistet und das klein genug ist in der Hosentasche zu verschwinden. Wo kann ich persönlich das iPad unterbringen in meinem Leben, in meiner Tasche? Unterwegs in die den The Northface Camp Messenger? Klar, passt rein, neben meinem Notebook. Ganz zu schweigen von der Flut von Taschen und Etuis, welche uns in den nächsten Monaten überrollen wird. Die Silikon-Hüllen-Maschinen laufen sicherlich schon warm in Asien. 99 Cent mit Versand oder so. In der Bahn oder im Taxi oder im Flieger das iPad auspacken und arbeiten? Jupp geht auch. Aber manchmal ist dann doch keine Verbindung da, weil UMTS nur optimal für teuer Geld zu bekommen ist und WLAN nicht überall anliegt, anders als der USA. Eins habe ich beim iPhone gelernt. Ohne Online ist das iPhone nur noch halb soviel wert. Mindestens. Wenn nicht weniger. Und ein Device, in das ich heute nicht meine normal große Sim-Karte stecken kann? Hallo, wir haben das Jahr 2010. Da muss mehr gehen.
Ich bin nicht vollständig überzeugt, die Funktionalität die mir momentan wichtig ist, kann ich mit dem iPhone 3GS abdecken, sprich E-Mails, RSS-Feed bzw. Google Reader (RSS ist nicht wirklich bekannt) Musik, Facebook, Foursquare, Spiele, Telefonie – unterwegs, klein und kompakt. Wie schon gesagt, ich bin vom iPad noch nicht vollständig überzeugt, weil es u.a. die erste Generation von einem Apple Produkt ist, die stets noch nicht wirklich immer bahnbrechend bzw. ausgereift waren. In der Konzeption, von der Idee her ja. Aber nicht von der Technik. Die hat Apple meist erst im zweiten Anlauf perfektioniert. Das fehlende Multitasking erwähne ich jetzt nicht, da dies das iPhone momentan auch nicht kann und der Vergleich fair bleiben muss. Wobei das natürlich beim großen Display cool wäre ;-). Ich bin davon noch nicht überzeugt, weil ich weiß, dass das neue kommende iPhone besser wird als das bisherige. Mir fehlt die Anwendung, der Standort zur Nutzung – momentan. Hier muss und wird Apple sicherlich noch Überzeugungsarbeit bei mir leisten müssen. Meine Wünsche sind abgedeckt mit dem was ich habe und was ich bekomme.
Und was nicht vergessen werden darf. Wir technisch interessierten Menschen kennen das iPhone schon seit Jahren und sind von der Nutzung angetan, aber es gibt immer noch Menschen, die mit einem iPhone nichts anzufangen wissen, weil ein Telefon ein Telefon ist. Da will ich niemanden reinreden, denn Telefonie ist und bleibt wichtig. Aber wie soll man denen das iPad verkaufen? Versteht mich nicht falsch, das neue Produkt wird sicherlich einschlagen wie alle anderen Apple-Produkte auch, aber als die Revolution sehe ich das nicht.








