iOS 7 – eine Revolution (?)

von Anne Fröhlich

· 3 min Lesezeit

Über 600 Millionen iOS-Geräte wurden bisher verkauft, 82 Prozent aller Web-Aktivitäten von Tablets kommen vom iPad. Laut Tim Cook nutzen Apple-Kunden ihre iOS-Geräte wesentlich intensiver als Android-User. Bis zu 93 Prozent aller iOS-User nutzen iOS 6, diese Durchdringung liege vor allem an den einfachen Softwareupdates. Wird iOS 7 uns das Leben noch einfacher machen?

Das neue Design

Tim Cook nennt das neue iOS „die größte Veränderung für iOS seit Einführung des iPhone“ – und er verspricht nicht zu viel. Am auffallendsten ist die neue Optik, die Einfachheit, Klarheit und Effizienz zeigen will, Ordnung in der Komplexität schafft. Wie schon vermutet sind die Papier- und Leder-Optiken weg, stattdessen besticht das flache, neue Design durch neue Icons und ein Gridsystem, das für Harmonie sorgt. Die Farbpalette ist neu, 3D-Effekte fast komplett verschwunden. Tiefeneffekte entstehen jetzt durch Schatten, es gibt keine abgerundeten Ecken mehr in den Apps. Die Schrift des neuen Apple-Betriebssystems lautet Helvetica Neue Ultralight. Faszinierend: Der neue Hintergrund des  iOS 7 reagiert auf Bewegungen, der Homescreen bewegt sich mit, wenn man sein iOS-Gerät bewegt.

Neu ist außerdem der Taskswitcher, der einem einen Überblick und Vorschauen zu den gerade offenen Apps gibt.  Das Game Center kommt jetzt ohne grünen Filz aus. Die Wetter-App wurde ebenfalls überarbeitet und ändert, je nach Temperatur und Wetter, ihren Hintergrund. Auch die iOS-Tastatur kommt im neuen Design daher, der Hintergrund kann dahinter verschwommen wahrgenommen werden.

Homescreen (Quelle: Giga)
Homescreen (Quelle: Giga)
Wetter-App (Quelle: Giga)
Wetter-App (Quelle: Giga)
Kalender (Quelle: Giga)
Kalender (Quelle: Giga)
Nachrichten (Quelle: Giga)
Nachrichten (Quelle: Giga)
(Quelle: Giga)
(Quelle: Giga)
Control Center (Quelle: Giga)
Control Center (Quelle: Giga)

Control Center: Einstellungen ändern aus den Apps heraus

Eine Änderung, auf die viele gewartet haben: das Control Center. Von diesem aus können aus jeder App heraus die Einstellungen aufgerufen werden, ganz einfach durch eine Geste. Ebenfalls gewünscht und nun umgesetzt: Multitasking für alle Anwendungen, das nicht einmal die Batterielaufzeit dezimiert. Das Betriebssystem erfasst, welche Apps besonders häufig genutzt werden. Die Prozessorzyklen werden entsprechend angepasst.

Safari, AirDrop, Kamera-App

Safari zeigt sich mit neuem Vollbildmodus, neuer Suche und veränderter Tab-Ansicht. Praktisch: Zum Wechseln von Tabs wischt man einfach vom Rand nach links oder rechts. Außerdem integriert: Reading List und Shared Links von Facebook, Twitter und Co.

Ebenfalls ein Fortschritt: AirDrop! Einfacher Dateienaustausch zwischen iOS-Geräten oder zu Macs, die Datei einfach zum Verschicken antippen.

Die neue Kamera-App bringt nur Kleinigkeiten mit, hat jetzt zum Beispiel einen Quadrat-Modus (für Instagram) und neue Fotofilter. Die Aufnahmen sortiert sie automatisch nach Aufnahmeort und -zeit. So kann man dann in „Momenten“ stöbern, die sich bis zu einem Jahr aufziehen lassen. Fotosharing funktioniert via AirDrop, iCloud, Twitter und Facebook.

Siri wird männlich, iTunes Radio kommt

Auch Siri hat eine Überarbeitung erfahren – sie bekommt eine zusätzliche, männliche Stimme und durchsucht jetzt auch Wikipedia und Twitter. Die Suche ist außerdem über Bing möglich. Siri kann jetzt auch einige Einstellungen ändern, zum Beispiel die Bildschirmhelligkeit.

Und nun zu meinem persönlichen Favoriten: iTunes Radio! Ja, sie kommt, die Radio-App, und wird in die normale Musik-App integriert sein. Zu hören gibt es viele verschiedene Stationen, wie „Sommersongs“ oder „Beliebt auf Twitter“. Ihr könnt eigene Stationen erstellen oder schon vorhanden konfigurieren und dann mit Freunden teilen. Songs, die gerade laufen, lassen sich gleich kaufen. iTunes Radio ist werbefinanziert und kommt auch für Mac und Apple TV.

Das neue iOS 7 läuft auf  iPhone 4 und höher, iPad 2 und höher, iPad mini und iPod touch, 5. Generation. Die Beta-Version geht noch heute an die Entwickler, die iPad-Version folgt bald. Die Endkundenversion gibt es noch in diesem Herbst.

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