Innovations-Produkte des Monats: Withings im Check

von Daniel Wiesendorf

· 16 min Lesezeit

Anders als der Name vermuten lässt, stammt die Firma Withings nicht aus England, sondern aus Frankreich. Der Name steht für „Wi-Fi Things“. Angefangen hat es 2008 als Hersteller für smarte Gesundheits-Produkte mit besonderem Blick für das Design. 2009 kam die erste Connected Waage auf den Markt. Withings arbeitet bei der Entwicklung ihrer Produkte mit Medizinern und Kliniken zusammen, damit die Ergebnisse möglichst präzise und verlässlich sind. Falls euch die Produkte schon einmal unter dem Namen Nokia begegnet sind – stimmt, für zwei Jahre war Withings ein Teil von Nokia. Seitdem gehört Withings wieder einem der ehemaligen Gründer und ist unabhängig.

In diesem Artikel möchte ich euch das Sortiment vorstellen. Falls ihr mehr erfahren möchtet – Withings hat mir die Smartwatch ScanWatch, die Waage Body+, den Blutdruckmesser BPM Connect und den Sleep Analyzer zur Verfügung gestellt. Die ScanWatch finde ich so spannend, dass ich sie euch in einem Testbericht näher bringen werde. Wenn ihr mehr über eines der anderen Produkte erfahren wollt, lasst es uns gerne wissen.

App: Eine App, um eure Daten zu präsentieren

Die App liefert zahlreiche Informationen übersichtlich aufbereitet.

Sämtliche Withings-Produkte nutzen die Health Mate-App für Android und iOS. Die Daten werden dabei gesammelt integriert, sodass zum Beispiel die Aufzeichnungen des Sleep Analyzers um die der ScanWatch-Smartwatch ergänzt werden – beispielsweise wenn ihr auf dem Sofa eingenickt seid.

Die Daten sichert Withings in der Cloud. Das hat Vor- und Nachteile: Datenverlust aufgrund eines defekten oder gestohlenen Smartphones ist damit kein Thema und die Geräte mit WLAN können auch ohne Smartphone in der Nähe ihre Ergebnisse in euren Account schreiben.

Allerdings müsst ihr auch darauf vertrauen, dass Withings gut auf eure Daten aufpasst. In erster Linie werden diese laut Hersteller auf französischen Servern gespeichert, wobei manche Produkte und Dienstleistungen auch Quellen und Server außerhalb der EU nutzen. Was genau das bedeutet, wird nicht im Detail erklärt, nur, dass es dabei zum Beispiel um die Bezahlung sowie Lieferung bestellter Produkte geht. Das finde ich okay, auch wenn ich gerne die Bestätigung hätte, dass meine wichtigen privaten Daten zwischen mir und Withings (und innerhalb Europas) bleiben.

Außerdem kann es zu Problemen führen, wenn die Server gerade nicht erreichbar sind. Das ist mir natürlich bei der ersten Einrichtung passiert – seitdem habe ich aber nichts mehr bemerkt. Allerdings funktioniert die App auch, wenn ich das Telefon vom Internet getrennt habe.

Die App ist übersichtlich gestaltet. Sie sticht dabei mit dem Gesundheits-Fokus aus der Masse heraus, indem sie Gesundheits-Tipps zu Themen wie gesundem Schlaf, Fitness und Gewichtsabnahme gibt. Zudem werden die Daten automatisch ausgewertet und falls nötig die Empfehlung ausgesprochen, euren Arzt oder eure Ärztin aufzusuchen. Dafür ermöglicht sie den Export eurer Gesundheitsdaten als PDF. Das funktioniert natürlich umso besser, je mehr unterschiedliche Geräte von Withings ihr nutzt. Welche Auswahl ihr habt und welche Features die Withings-Produkte genau mitbringen, erfahrt ihr jetzt.

Smartwatches: Starke Sensoren klassisch verpackt

Die meisten Smartwatches kann man in eine von zwei Design-Kategorien einordnen: Entweder sie ähneln der Apple Watch – etwas, was der Schweizer Luxusuhrhersteller H. Moser & Cie in einem genialen Trollmove mit der Swiss Alp Watch persifliert – oder sie sehen aus wie eine normale, runde Uhr, deren Zifferblatt durch eine schwarze Fläche ersetzt wurde. Manchmal mit, manchmal ohne Lünette, sind diese Modelle meistens ziemlich sperrig. Wie sie auch aussehen, die Akkulaufzeit lässt oftmals ein wenig zu wünschen übrig.

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt Withings. Wenn ihr zwar Smartwatch-Funktionen – besonders die mit Gesundheitsfokus – nutzen möchtet, aber eigentlich viel lieber eine richtige Uhr tragen wollt, dann werdet ihr hier fündig. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, besonders wenn man mehr als nur die Schritte und den Puls erfassen will.

Das Sortiment umfasst zwei Modelle, jeweils in unterschiedlichen Größen, Farbvarianten und weiteren kleinen Abweichungen im Design.

Withings ScanWatch

Withings im Shop

Als schöne, moderne Dresswatch präsentiert sich die ScanWatch. Im Vergleich zu früheren Modellen bietet sie fünf Tage längere Akkulaufzeit (bis zu 30 Tage) und ein besseres Display. Zudem erstellt sie EKGs und besitzt einen Oximeter für den Blutsauerstoffgehalt – damit erkennt sie auch Atmungsstörungen. Die Uhr erfasst über 40 Sportarten. Via Connected GPS – hierbei liefert euer Smartphone die GPS-Position – seht ihr bei Läufen eure Strecke samt Puls in der Health Mate-App.

Zudem setzt sie auf Saphirglas, während viele Mitbewerber auf Mineralglas setzen. Damit ist sie deutlich resistenter gegenüber Kratzern und sollte bei normaler Nutzung lange glasklaren Blick auf das Zifferblatt ermöglichen. In dieser Preisklasse ist das selbst bei den viel einfacheren Quartz-Uhren keine Selbstverständlichkeit – besonders, da es sich hier um ein noch teureres gewölbtes Stück Saphirglas handelt. Fun fact: Früher gab es die Steel HR in einer Sapphire Edition samt Lederband für 300 Euro, also so viel wie die stärkere ScanWatch. Das Lederband selbst kostet 15 Euro mehr als die bei der ScanWatch mitgelieferte Fluorelastomer-Variante.

Die der „kleinen Sekunde“-Komplikation angelehnte Aktivitätsanzeige ist auf einer tieferen Ebene, passend dazu ist das stets schwarze Display oben.

Die eleganteste Variante ist für mich die 38-Millimeter-Fassung. Bei mir weckt sie Erinnerungen an Nomos. Allein bei dieser Version gibt es bereits vier Farbkombinationen: Das hochglanzpolierte Gehäuse sowie die Applied Markers sind entweder silbern oder in Roségold, mit weißem oder schwarzem beziehungsweise weißem oder dunkelblauem Zifferblatt. Die analoge Aktivitätsanzeige ist nach innen versetzt und geriffelt. Parallel dazu sitzt in der oberen Hälfte das schwarze PMOLED-Display. Ein ziemliches Statement, das sich lediglich in der schwarzen Fassung zurückhält. Vielleicht baut Withings ja irgendwann eine Panda-Variante, um von dem auffälligen Display Gebrauch zu machen.

Die stark rundgelutschte Gehäuseform erinnert mich sehr an die Nomos Orion 38. Das deutlich gewölbte Saphirglas setzt die runde Form des Gehäuses perfekt fort.

An den der Nomos Metro-Familie ähnelnden Lugs ist ab Werk ein Band aus Fluorelastomer befestigt – bei den silbernen Modellen ist es schwarz, bei den roségoldenen Gehäusen entweder grau (weißes Zifferblatt) oder blau (blaues Zifferblatt).

Ihr mögt es etwas größer? Die ScanWatch gibt es auch mit 42 Millimetern Durchmesser. Abgesehen von der Größe unterscheiden sich die Modelle in ein paar weiteren Punkten. Passend zu den Dimensionen ist das Gehäuse deutlich kantiger, inklusive der Lugs. Bis auf den Bereich um das Zifferblatt ist es zudem gebürstet. In der Fassung mit schwarzem Ziffernblatt ist zudem die Schriftart eine andere. Rote Akzente zieren die Uhr, die Marker sind aufgedruckt und die breiteren Zeiger leuchten dank Super-Luminova im Dunkeln.

Withings ScanWatch Horizon

Die ScanWatch Horizon ist eine klassische Diver-Uhr, die bei mir Rado Captain Cook-Vibes auslöst, mit Anleihen an die Rolex Submariner. Da gibt es weitaus schlechtere Vorbilder. Ein Sunburst-Zifferblatt in elegantem Grün oder Blau wird von einer gleichfarbigen, drehbaren Lünette umrandet. Die Indizes und Zeiger nutzen Super-Luminova, um im Dunkeln zu leuchten. Auch Uhren von Marken wie Omega, Breitling und Panerai (und auch meine Farer) verwenden diese Farbe. Ungewohnt finde ich die Form der Indizes, die sehr abgerundet ist. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Panda-Variante mit Display und Aktivitätsanzeige nebeneinander statt übereinander echt gut aussehen könnte. Gedeckelt wird das Zifferblatt von einer flacheren Saphirglasscheibe. Ein schönes und passendes Detail ist, dass die Krone von einer Crown Guard vor Stößen geschützt wird.

Passend zur Diver-Optik ist sie außerdem bis zu 100 Meter wasserdicht.

Beachtet, dass das gebürstete Gehäuse der Uhr ziemlich wuchtig ist. Mit einem Durchmesser von 43 Millimetern ist die Uhr eher was für größere Arme – deswegen habe ich mich leider gegen sie entschieden.

Armbänder: Das passende Band für jeden

Ein Leder-, ein Milanaise- und ein NATO-Band an der ScanWatch mit 38 Millimetern

Withings bietet, passend zu den Uhren, Armbänder aus Leder in verschiedenen Stilen, Bänder, die an NATO-Bänder erinnern (allerdings aus PET-Gewebe statt aus Nylon bestehen), aus Metall Milanaise- (bei 18 Millimetern) und Oyster-Bänder (komplett gebürstet oder mit hochglanzpolierten äußeren Gliedern) sowie weitere Farbvarianten aus Fluorestalomer an. Natürlich steht Withings dezent auf den Bändern. Das Quickrelease-Band könnt ihr aber auch durch alle möglichen anderen Standardbänder mit der passenden Breite austauschen. Achtet nur darauf, dass ein klassisches NATO-Band die Sensoren abdecken würde und damit äußerst kontraproduktiv wäre.

Körperwaagen: Bequem sehen, welche Auswirkungen euer Lifestyle hat

Eins der ersten Withings-Produkte war eine smarte Waage. Aktuell umfasst das Portfolio fünf verschiedene Modelle, die sich im Umfang der erfassten Daten unterscheiden. So seht ihr, ob Änderungen im Lebensstil eine Auswirkung haben. Allen gemeinsam ist die WLAN-Einbindung, damit euer Smartphone nicht in der Nähe sein muss und ihr auch nicht vor dem Wiegen die App starten müsst.

Withings Body

Die smarte Körperwaage Withings Body

Das einfachste Modell im Sortiment erfasst präzise euer Gewicht und beachtet dabei sogar Unterschiede in der Schwerkraft, indem es den Standort berücksichtigt. Sie erkennt und berücksichtigt auch, wo ihr auf der Waage steht und sagt, wenn ihr euch für ein genaues Ergebnis etwas umstellen sollt.

Die Waage erfasst das Gewicht von bis zu acht Familienmitgliedern, ganz gleich, ob diese einen eigenen Withings-Account haben oder die Daten in einem Account gesammelt auftauchen. Zu wem die Messung gehört, erkennt die Body-Waage automatisch. Wenn sie sich unsicher ist, könnt ihr der Waage einfach durch Lehnen in eine Richtung sagen, wer ihr seid. Und auch an die Kleinsten hat Withings gedacht: Stellt euch einfach mit eurem Baby auf dem Arm auf die Waage und das Gewicht wird automatisch für euch berechnet.

Das große Display zeigt neben eurem Gewicht samt Verlauf das aktuelle Wetter an. Nachträglich wird das Ergebnis in der Health Mate-App angezeigt, sodass ihr sehen könnt, ob Lifestyle-Änderungen eine Auswirkung haben.

Die elegant gestaltete Waage erhaltet ihr in Schwarz oder Weiß.

Withings Body+

Die smarte Körperwaage Withings Body+

Withings im Shop

Die laut Withings meistverkaufte smarte Waage in Deutschland erfasst neben dem Gewicht auch die Körperzusammensetzung in Form von Körperfett, Muskelmasse, Knochenmasse und Gesamtkörperwasser. Dafür sendet die Waage einen nicht wahrnehmbaren Strom durch den Körper und misst den Spannungsabfall (bioelektrische Impedanzanalyse, kurz BIA). Ausgeklügelte Algorithmen errechnen daraufhin die Körperzusammensetzung.

Wie auch die Body-Waage nutzt sie vier AAA-Batterien, die bis zu 18 Monate halten. Ebenfalls gemeinsam hat sie die Farbauswahl, wobei die Body+ in Schwarz etwas bläulich schimmert. Man erkennt sie außerdem an den vier Feldern und dem polierten Edelstahlkreis in der Mitte.

Withings Body Cardio

Die smarte Körperwaage Withings Body Cardio

Möchtet ihr jeden Morgen beim Wiegen einen Herz-Kreislauf-Check machen? Dann stellt euch auf die Body Cardio. Sie ermittelt dabei innerhalb von 30 Sekunden den Zustand eurer Arterien und sagt euch, ob ihr ein gesteigertes Risiko für Gefäßerkrankungen habt. Zudem erfasst die Waage euren Puls.

Die Familienzugehörigkeit ist eindeutig, aber statt quadratischer Felder und einem Edelstahlkreis zieren horizontale Linien sowie ein vertikaler Edelstahlstab die Body Cardio-Waage. Batterien müsst ihr hier nicht austauschen, denn dieses Modell ladet ihr bequem per USB auf. Der eingebaute Akku hält ungefähr 12 Monate.

Withings Body Comp

Die smarte Körperwaage Withings Body Comp

Noch fortschrittlicher ist die Body Comp-Waage. Mittels Multifrequenz-Bioimpedanzanalyse erfasst sie präzisere Daten zur Körperzusammensetzung, einschließlich des viszeralen Fettgewebes. Die Waage ermittelt den elektrodermalen Aktivitätswert, ein Maß für eure allgemeine Gesundheit, indem sie die Schweißdrüsen eurer Füße stimuliert und die Reaktion misst. Neben der Herzfrequenz im Stehen und das Gefäßalter erfasst sie auch die Pulswellengeschwindigkeit. Außerdem misst sie in 50- statt in 100-Gramm-Schritten, ist also präziser als die einfacheren Modelle.

Obendrein unterstützt Body Comp das Health+-Abo, um euch bei der Auswertung zu helfen und nützliche Ratschläge zu geben. 12 Monate sind beim Kauf gleich inklusive. Das Display zeigt neben dem Wetter die Luftqualität an.

Optisch ist die Waage eine Mischung aus der Body+ und der Body Cardio und setzt auf vier AAA-Batterien, die im Lieferumfang enthalten sind.

Withings Body Scan

Die smarte Körperwaage Withings Body Scan

Das Topmodell von Withings heißt Body Scan und erstellt sogar ein 6-Kanal-EKG. Damit erkennt die Waage Vorhofflimmern, die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen. Besser noch: mit dem Withings EKG-Check erhaltet ihr jeden Monat eine Überprüfung all eurer EKG-Aufzeichnungen durch einen zertifizierten Kardiologen. Zudem bewertet die Waage die Nervenaktivität. Damit erkennt sie periphere Neuropathie, eine häufige Komplikation im Zusammenhang mit Diabetes. Unbehandelt kann das zu Fußgeschwüren, Amputationen und erhöhtem Sterberisiko führen.

Auch bezüglich der Körperzusammensetzung kann sie noch einen drauf legen, denn haltet ihr einen mitgelieferten Stab mit euren Händen fest, erkennt sie, wo in eurem Körper die Muskeln – oder das Fett – versteckt sind, ob am Bauch, in den Armen oder in den Beinen. So eine Analyse könnt ihr gegen eine Gebühr auch im Fitnessstudio machen, nach einigen Messungen habt ihr die Kosten für die Waage aber wieder reingeholt.

Wie die Body Cardio nutzt die Body Scan einen eingebauten Akku, der bis zu 12 Monate hält. Auch optisch erinnert sie an die Body Cardio, setzt aber auf ein hochauflösenderes Display. Ein dreimonatiges Health+-Abonnement ist im Lieferumfang enthalten.

Blutdruckmessgeräte: Dort messen, wo die Ergebnisse am realistischsten sind

Im Withings-Sortiment befinden sich auch zwei klinisch validierte Blutdruckmessgeräte, die präzise messen und via Bluetooth und WLAN die Ergebnisse in eurem Withings-Account speichern. So seht ihr in der App jederzeit den Verlauf. Damit ihr nicht vergesst, euren Blutdruck zu messen, könnt ihr in der App eine Erinnerung einstellen.

Das ist nützlich, denn ein zu hoher Blutdruck ist die häufigste Ursache für Herzkrankheiten und Schlaganfälle. Aber auch ein zu niedriger Blutdruck kann problematisch sein, denn Schwindel, Kopfschmerzen, Herzrasen, Müdigkeit und Atemnot werden damit in Verbindung gebracht. Der Blutdruck kann auf verschiedenen Wegen beeinflusst werden, doch dafür ist es nötig, dass euer Arzt oder eure Ärztin verlässliche Zahlen hat. Leider leiden manche Menschen an Weißkittelhypertonie – die Messergebnisse beim Arzt fallen zu hoch aus, zum Beispiel, weil der Weg in die Praxis anstrengend ist. Die regelmäßige Messung zu Hause ist daher ein nützliches Tool, um die korrekte Behandlung sicherzustellen.

Die Messwerte exportiert ihr ganz einfach als PDF und sendet sie so an euren Arzt oder eure Ärztin.

Withings BPM Connect

Der smarte Blutdruckmesser Withings BPM Connect

Das Einsteigermodell hört auf den Namen BPM Connect und erfasst präzise deinen Puls und Blutdruck.

Wie bei den Waagen könnt ihr dem Gerät bis zu acht Nutzer zuweisen. Die Bedienung erfolgt über eine einzige Taste, wobei es nicht viel zu tun gibt. Ihr wählt aus zwei Programmen aus (einmal oder – für höhere Präzision – mehrmals messen) und könnt nach der Messung sagen, zu welchem Nutzer die Ergebnisse gehören. Durch Drücken und Halten wechselt ihr den Namen und mit kurzem Drücken bestätigt ihr die Auswahl.

Zur Anzeige nutzt das Gerät unsichtbar unter dem hellgrauen Plastikgehäuse integrierte weiße LEDs, die eine Art großes Matrix-Display ergeben. Ein paar bunte LEDs zeigen an, wie die Ergebnisse zu verstehen sind.

Dank integriertem Akku, sechs Monaten Laufzeit und praktischem Design, bei dem das Messgerät direkt an der Manschette ist, eignet sich der BPM Connect optimal für den Einsatz unterwegs – aufgerollt erinnert er an eine schlanke Cola-Dose.

Withings BPM Core

Der smarte Blutdruckmesser Withings BPM Core

Zusätzlich zu Puls und Blutdruck erstellt der BPM Core ein medizinisch genaues EKG. Die App wertet die Messungen aus und meldet sich, wenn Hinweise auf Vorhofflimmern vorliegen. Das ist ein wichtiges Indiz, denn das kann zu Erschöpfung, Atemnot und Herzversagen führen. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt. Leider merken wir selbst nicht, wenn wir Vorhofflimmern haben.

Integriert ist zudem ein digitales Stethoskop, das ihr bei der Messung an eure Brust halten könnt. Der Sensor erfasst Herztonfrequenzen beim Öffnen und Schließen der Herzklappen. Eine von Withings mit Kardiologen entwickelte künstliche Intelligenz erkennt potenzielle Störungen. Je eher diese diagnostiziert werden, desto früher können Ärzte und Ärztinnen mit der Behandlung anfangen und größere Schäden abwenden.

Schlaftracker: Schlaflabor für Zuhause

Fühlt ihr euch unausgeruht? Könnt ihr euch schlecht konzentrieren? Nickt ihr tagsüber schnell weg oder werdet ihr regelmäßig krank? Dann habt ihr eventuell Schlafmangel. Selbst, wenn ihr eigentlich relativ lange schlaft – und zwar, wenn ihr an Schlafapnoe leidet. Dabei setzt die Atmung für mindestens 10 Sekunden, aber auch über eine Minute aus.

Withings Sleep Analyzer

Der Withings Sleep Analyzer

Bei Verdacht auf Schlafapnoe werdet ihr vermutlich in ein Schlaflabor geschickt, wo ihr mehrere Nächte voll verkabelt schlafen sollt. Mit dem Sleep Analyzer von Withings könnt ihr hingegen jede Nacht euren Schlaf erfassen und analysieren. Ganz gleich, ob ihr Bauch-, Seiten- oder Rückenschläfer seid. Da die Matte tief unter eurer Matratze ist, bemerkt ihr sie nicht.

Dafür legt ihr den Sleep Analyzer ungefähr auf Brusthöhe unter eure Matratze. Ein hochempfindlicher pneumatischer Sensor erkennt die mechanischen Wellen des Pulses, ohne dass ihr eine Smartwatch tragen müsst. Außerdem werden die allgemeinen Bewegungen des Körpers beim Schlaf erfasst. Smarte Algorithmen extrahieren schließlich die Atemfrequenz. Damit weiß der Sleep Analyzer, wie ihr atmet und ob die Atmung aussetzt.

Damit die Ergebnisse präzise sind, wurde der Sleep Analyzer mit Schlafmedizinern entwickelt. Die Algorithmen wurden dann mit Messwerten aus der Polysomnographie-Analyse (der Messmethode im Schlaflabor) verifiziert. Außerdem notiert sich das Gerät, wann und wie lange ihr schnarcht.

Erkennt der Sleep Analyzer, dass ihr auf der Matratze liegt, deaktiviert sich das WLAN. Somit werden Strahlungen unterbunden. Erst, wenn ihr aufsteht, aktiviert sich das WLAN wieder und übermittelt die Messergebnisse zu eurem Withings-Account. In der Health Mate-App seht ihr dann, wie ihr geschlafen habt (Tief-, Leicht- und REM-Schlaf). Ein Vorteil ist zudem, dass der Sleep Analyzer sofort weiß, wann ihr ins Bett geht und wann ihr aufsteht. Damit kann er genau herausfinden, wie lange ihr zum Einschlafen und Aufstehen gebraucht habt. Smartwatches tun sich hiermit schwer.

Übrigens: Ihr könnt den Sleep Analyzer in euer IFTTT-Smart-Home integrieren. Beispielsweise schaltet sich das Licht und die Heizung aus, wenn ihr euch ins Bett legt und die Kaffeemaschine springt an, wenn ihr aufsteht.

Fieberthermometer: Schnell, hygienisch & zuverlässig Fieber messen

Vielleicht erinnert ihr euch ja auch noch an die alten Fieberthermometer mit Quecksilber in einem Röhrchen, das man zuerst geschüttelt hat, bevor es für genaue Ergebnisse dahin geschoben wurde, wo die Sonne nie hin kommt. Alternativ gibt es Thermometer, die an bequemeren Stellen die Körpertemperatur ermiteln – dabei aber in der Genauigkeit Mängel besitzen. Auch dauert die Messung ziemlich lange. Das geht besser, sagt Withings.

Withings Thermo

Das smarte Fieberthermometer Withings Thermo

Bei Thermo handelt es sich um ein Schläfenthermometer, das aus einer Entfernung von einem Zentimeter über die Stirn bewegt wird. 16 Infrarot-Sensoren ermitteln mit über 4.000 Messungen den heißesten Messpunkt. Und das ohne lange Wartezeiten oder Körperkontakt. So wird eine Reinigung zwischen Messungen verschiedener Personen unnötig.

Das Ergebnis wird direkt auf dem Gerät sowie via WLAN oder Bluetooth in der kostenlosen Thermo-App angezeigt. Habt ihr das Alter der gemessenen Person eingespeichert (bis zu acht Nutzer), kann Thermo beurteilen, ob es sich um Normaltemperatur, erhöhte Temperatur oder Fieber handelt.

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