Die Upgrade-Falle von Google!
Warum sich momentan der Kauf eines Android-Gerätes nicht lohnt…
Vorab zur Erklärung, nein, dies ist kein Eintrag eines iPhone-Nutzers der verzweifelt Gründe sucht um den angeblich ach so hohen Kaufpreis seines Gerätes zu rechtfertigen, vielmehr ist es eher ein Post eines Nutzers, der sich fürs Joggen einen neuen MP3-Player wünscht und überlegt warum man hiefür nicht auch ein Smartphone nehmen könnte. Idealerweise mit der tollen App My Tracks – eine Android-App die mehr oder weniger in der Benutzerfreundlichkeit seines Gleichen sucht. Was mich jedoch kolossal an Android-Smartphones bisher stört, ist die Fragmentierung, sprich die Unklarheit bezüglich der Systemversionspolitik.
Ein Gerät hat „einen Donut“ (Version 1.6), ein anderes „ein Eclaire“ (Version 2.0) und es ist nicht wirklich klar, ob man das jeweilige Gerät auf die neueste Android-OS-2.1-Version upgraden kann. Diesbezüglich überlegt man sich durchaus, ob nicht kurz nach dem Kauf des gewünschten Android-Smartphones, etwas Neues, Besseres rauskommt, und hier spreche ich nicht von der Hardware sondern allein von der Systemsoftware.
Beispiele gefällig? Motorola Milestone – wurde am Ende letzten Jahres als DAS Android-Smartphone hochgepuscht, ein paar Wochen später grätscht Google voll mit dem Nexus One (aktuellste Version Android 2.1) rein – exklusiv versteht sich natürlich. Ein Vorgehen, welches so oder so ähnlich sicherlich wieder passieren wird. Der Milestone- oder Droid-Besitzer hängt noch bei der 2.0 und ist nicht mal sicher ob die 2.1 auch für sein Smartphone kommt (Anmerkung des Autors: Inzwischen ist die Version 2.1 fürs Milestone tatsächlich verfügbar).
Das HTC Hero hängt immer noch bei der 1.X Version von Android fest, angeblich soll es im Frühsommer ein Upgrade auf 2.1 geben. Das Google One (G1) ist nach weniger als 18 Monaten abgeschrieben. Vom Samsung Galaxy höre ich auch nichts mehr – einmal verkauft, nicht mehr supported. Die Liste ist noch ewig fortzuführen. Leider betrifft diese Systempolitik nicht nur das Betriebsystem selbst, denn die jeweils aktuellen Google-Apps (die besten Android-Apps kommen übrigens immer noch von Google selbst) sind immer verbunden mit der ebenso aktuellsten OS-Version. Somit ist man festgelegt auf ältere Apps und kann bspw. nicht die neueste Google-Mail-Version nutzen. Immerhin hat Google inzwischen das Problem erkannt und möchte langfristig gegensteuern. Hierbei werden dann einzelne OS-Komponenten über den Android-Market als Upgrades verteilt. Wie, wann und wo steht noch nicht wirklich fest. Somit sind die aktuellen Geräte umso mehr „Unkaufbar“, es könnte ja eine neue OS-Version rauskommen, die dieses selektive Updaten erst ermöglicht, als Verbraucher ist man dann erneut mit der Tatsache konfrontiert, etwas Falsches gekauft zu haben.
Nahezu gänzlich anders bei Apple. Hier gibt es einmal im Jahr ein neues Smartphone, einmal im Jahr eine neue Software-Version die dann auch auf den meisten Altgeräten läuft. Als Ausnahme ist hier die kommende iPhone OS 4.0 Version zu betrachten, denn die läuft nicht mehr auf einem dann drei Jahre alten Gerät und in einem zwei Jahre alten Gadget nur mit Einschränkungen. Die Beschränkungen sind dann jedoch klar erkennbar – nicht die Willkür oder die Fragmentierung des Angebots sondern schlicht und ergreifend mangelhafte Performance in Sachen Speicher und Prozessor zeichnen verantwortlich für die unterschiedliche Tiefe der Unterstützung. Somit ist die Verfallszeit erst nach 36 Monaten erreicht, davor gab’s immer alle Updates (wenn auch wieder mit Beschränkungen durch die Hardware). Bei Android ist die Verfallszeit nach nicht mal 18 Monaten nunmehr erreicht, dies mit einer aktuellen Produktpalette die sicherlich nicht dem Updatezyklus der Zukunft standhält.
Diese Überlegungen halten mich grundlegend davon ab, Geld für Android auszugeben und bestärken mich eher darin zum Joggen halt noch ein 3GS zu kaufen oder einfach mein bisheriges iPhone zu verwenden, denn mit iPhone OS 4.0 hat sich Apple fit für die Zukunft gemacht. Multitasking und mehr, eigentlich alles was mein Herz begehrt. Dazu noch Apps im Überfluss und das zu vernünftigen Preisen. Fehlt nur noch eine My-Tracks-Version für das iPhone, aber irgendwo unter 185.000 Programmen gibt’s die sicherlich. Ich hab sie nur noch nicht gefunden ;-).








