Google Chrome

von joerg-pittermann

· 2 min Lesezeit

Cloud Computing wird Massentauglich
Jetzt gibt es seit einigen Stunden den neuen Browser von Google: Chrome. Dieser soll die Dominanz von Microsoft auf dem Browser Markt brechen, wo Microsoft mit dem Internet Explorer einen Marktanteil von über 75% hat. Sollte Google Erfolg haben, wäre das eine gigantische Veränderung der sich bisher nur sehr langsam verändernden Marktanteile bei den Browsern. Zu befürchten ist aber, dass erstmal die bereits wechselwilligen Fans von Mozilla und Safari den neuen Browser ausprobieren, denn die Wechselbereitschaft ist dort durchaus ausgeprägter als bei den Internet Explorer Nutzern.

Wie schlägt sich nun der Browser im ersten Test? Die Installation ist schnell und schmerzlos, es ist weniger als 1 MB zum runterladen, momentan aber nur für Windows. Auch das Surfen ist schnell und einfach, die Seiten bauen sich schneller auf als im Firefox oder im aktuellen Internet Explorer.
Interessant sind beim Chrome vier Sachen:

  • Erstens ist der Browser auf das ausgelegt was man damit machen sollte, im Internet surfen, somit fehlen Menüs in der Menge wie man sie sonst gewohnt ist – der ganze Bildschirm wird zur Surffläche.
  • Zweitens stellt jeder einzelne Tab einen eigenen Prozess da, hängt sich der Browser an einer Webseite auf, muss nicht der ganze Browser neu gestartet werden, sondern einfach nur der Tab.
  • Drittens gibt es keine Suchbox, sondern eine Omnibox, wo sowohl die URL als auch der gewünschte Suchbegriff eingegeben werden kann – auch hier erfolgt die Konzentration auf das wesentliche, dem surfen.
  • Viertens gibt es einen sogenannten „Porn Mode“, auch „incognito window“ genannt. In diesem Modus werden die Surfaktivitäten nicht in die History geschrieben, ich kann also vollkommen unbesorgt mir das anschauen, was niemand anderer wissen soll.

    Wie so vieles bei Google ist Chrome auch noch eine Beta Version, deshalb funktioniert noch nicht alles so wie es soll. Bei einigen Webseiten mit Videos soll es noch Probleme geben, dies ist wohl aber auf den noch unbekannten Browser zurückzuführen. Des Weiteren gibt es momentan kein Lesezeichenmanager und keinen Fortschrittsbalken beim Laden von Webseiten. Alles im allen ist das ein sehr spannendes Projekt von Google, die mal wieder der ganzen Welt bewiesen haben was sie können und wollen. Auf der einen Seite bin ich begeistert weil Google mir wieder das gibt was ich haben will, ein einfaches und gutes Erlebnis im Internet, auf der anderen Seite sehe ich aber auch dass dies ein weltbewegender Schritt sein wird, denn das Zeitalter des „Cloud Computing“ (alle Informationen werden online abgespeichert und nur via Internet abgerufen und bearbeitet) wird jetzt Wirklichkeit werden und Betriebssysteme werden nicht mehr entscheidend sein, sondern nur noch Mittel zum Zweck sein. Und damit werden alte Monopole gebrochen und neue entstehen.

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