Gemischwaren: IFA-Highlights
Drei Glanzlichter aus Berlin…
Die Internationale Funkausstellung in Berlin ist eine der ältesten Industriemessen in Deutschland und findet inzwischen jährlich statt. Währenddessen hat sie sogar der CeBIT in Hannover den Rang abgelaufen, bezüglich Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik – die CeBIT darf sich somit wieder auf ihre ursprünglichen Werte zurückbesinnen. Was dieses Jahr auf der IFA – die vom 3. bis zum 8. September stattfindet – gezeigt wird, bestimmt letztlich das kommende Weihnachtsgeschäft mit. Bis dann im Januar wieder die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas als Trend-Messe für das Jahr 2011 in Erscheinung tritt. Folgend konnte ich drei IFA-Highlights ausmachen, die ich der Leserschaft gerne vorstellen möchte.
UMTS-Nachfolger: LTE-Angebote
Kaum ist die LTE-Auktion vorbei, preschen die Gewinner schon mit den ersten Angeboten nach vorn. LTE als Nachfolge-Generation von UMTS, soll zunächst nach dem Willen des Staates, die bestehenden weißen Flecken innerhalb der Breitbandversorgung in Deutschland schließen, bevor es dann bundesweit angeboten werden kann. Kurz umschrieben, wird mit LTE quasi der DSL-Anschluss bzw. dessen hohe Geschwindigkeit über die Funkstrecke hergestellt. Als erster Anbieter hat nun Vodafone die Tarife für LTE vorgestellt. LTE ist bei Vodafone in drei verschiedenen Ausführungen im Angebot, mit unterschiedlichen Maximalgeschwindigkeiten und ebensolchen Datenvolumina. Im kleinsten Paket stehen bis zu 7,2 Mbit/s im Downstream und 10 GB Datenübertragungsvolumen zum Preis von 39,99 Euro im Angebot. Das mittlere Paket umfasst bis zu 21,6 Mbit/s Downstream und 15 GB Volumen und wird für 49,99 Euro angeboten. Im größten Paket bekommt der Kunde 50 Mbit/s und 30 GB Volumen für 69,99 Euro. Ist der Nutzer bereits mit einer SIM-Karte bei Vodafone, gibt es in bestimmten Tarifkombinationen auch bis zu 10 Euro im Monat reduzierte LTE Tarife. Überschreitet der Kunde das Datenvolumen, so wird auf UMTS-Geschwindigkeit (0,3 Mbit/s) gedrosselt, es werden aber keine Zusatzkosten verlangt. LTE-fähige Hardware steht erst Ende des Jahres zur Verfügung, bis dahin will Vodafone schon mehr als 1000 deutsche Gemeinden mit LTE versorgen.
iPad- Konkurrenten: Android Tablets
Mit dem Samsung Galaxy Tab hat sich Samsung zuerst auf den Markt der (ernstzunehmenden) iPad-Konkurrenten gewagt. Im sieben Zoll großen Tablet befindet sich ein vollwertiges Mobiltelefon, ein LCD-Display mit 1.024 x 600 Pixeln, 16 GB Speicher, WLAN, GPS, HSPA, ein kapazitatives Display mit Multitouch und Android 2.2. Ein Upgrade auf Android 3.0 soll auch möglich sein. Der offizielle Preis beträgt 799 Euro in der 16-GB-Variante; apropos, das Samsung Galaxy Tab ist bei Cyberport schon gelistet – voraussichtlich lieferbar Mitte Oktober. Noch ein kurzes Wort zum Preis, für den aufgerufenen Betrag bekommt man auch schon ein iPad 3G mit 64 GB Speicher. Neben dem Direktkauf, soll der Vertrieb des neuen Samsung Galaxy Tab demnächst auch bei den vier Netzbetreibern in Deutschland starten. o2 hat bereits ein MyHandy-Angebot vorgelegt: Einmalig 99 Euro und 24 mal 27,50 Euro – macht nach Adam Riese 759 Euro, knapp unterhalb der UVP. Übrigens, Toshiba hat mit dem Folio 100 ebenfalls ein Tablet vorgestellt – allerdings zunächst nur als Prototyp. Das 10,1 Zoll große Gerät mit Android 2.2 soll laut Toshiba dann im vierten Quartal 2010 auf den Markt kommen.

Touch-Kamera: Sony Bloggie Touch
Kaum hat Sven die Sony Bloggie getestet, gibt es schon was Neues in dieser Richtung bei Sony. Mit einem Touchscreen aufgerüstet heißt der Mini-Camcorder nun folgerichtig Bloggie Touch. Die Daten sehen wie folgt aus und haben sich nur leicht geändert: MP4-Kamera, 32 mm Weitwinkelobjektiv, 3-Zoll-Bildschirm mit Touchscreen und 288.000 Bildpunkten Auflösung. Der 1/2,5 Zoll CMOS Sensor löst mit bis zu 13 Megapixel auf. Dazu gibt es dann noch elektronische Bildstabilisierung, HDMI-Ausgang und 8 GB interner Speicher. Vor allem HDMI und der Touchscreen können als größter Entwicklungsschritt angesehen werden. Mittels der integrierten Software kann man problemlos Videos und Fotos auf Plattformen wie YouTube und Co. hochladen. Kostenpunkt: 230 Euro.








