Gemischtwaren: Neue und alte Gadgets
Apple, Google, RIM, Sony und Nokia
Kaum ist der sonnige Frühling da, kommt wieder die „Gadget-Welle“ – all die neuen Spielzeuge auf die wir lange und sehnsüchtig gewartet haben. Ebenso müssen wir uns von einem treuen Freund verabschieden, der uns lange Zeit begleitet hat. Von Apple über Google bis hin zu Sony und Nokia – starten wir durch. Apple: Nachdem wir schon so lange auf die iPads warten müssen, haben wir das Glück, dass wir Europäer wohl zeitgleich mit dem iPad auch das passende „Camera Connection Kit bekommen werden – zwei Adapter im Paket, einmal für SD-Karten und ein weiterer direkt zum Anschluss per USB für die Digicam. Ein zusätzlicher Bonus ist die Möglichkeit, über den USB-Adapter auch USB-Kopfhörer, Mikrophone bzw. Headsets und auch USB-Tastaturen anschließen zu können. Eigentlich ist das „iPad Camera Connection Kit“ nur für Digicams gedacht gewesen, jedoch beinhaltet es noch einiges mehr an Funktionalität. Freuen wir uns einfach auf die vielen Zusatzmöglichkeiten für das iPad.
Google
Ein weiteres Gadget was zuerst in Nordamerika zu kaufen war und erst später nach Europa kommen sollte, ist nun auch bei uns endlich angekündigt. Das Google Nexus One, das erste (von vielen Über-Smartphones des Jahres 2010 mit Android). Vodafone hat das Nexus für Mai angekündigt, aber noch keine Preise genannt. Auch wird Vodafone das Nexus One im „Offline-Shop“ anbieten – in Amerika war das Nexus bislang nur direkt über Google zu bekommen. Warum Vodafone nun auch noch das Nexus ins Sortiment aufnimmt obwohl es bereits das verbesserte HTC Desire gibt, dies ist eine große Frage die sich mir noch stellt.
Weil wir gerade bei Android sind (aktuell in der 2.1er-Version), nun wurde bereits auch schon die 2.2-Version angekündigt. Das Hauptfeature der 2.2er-Version wird unter anderen das automatische Updaten von Apps sein, bisher musste man – wie im iPhone –den Update-Prozess manuell anstoßen, jetzt spart man sich auch diese Mühe. Wobei ich dann an dieser Stelle zwei ketzerische Fragen stellen muss: Bekommt das HTC Desire die 2.2er-Version? Wann? Und wird zusammen mit der 2.2er-Version von Android ein noch neueres Super-Über-Smartphone auf dem Markt geworfen? Denn diese Taktik, würde ja in das bisherige Schema von Google bzw. deren Kooperationspartner passen.
Blackberry bzw. RIM
RIM geriet mit ihren Blackberry-Geräten in der letzten Zeit etwas ins Hintertreffen. Natürlich gab es den formidablen 9700er Bold, aber der Nachfolger zu dem handlichen und kleinen 8100 bzw. 8110 Pearl lies doch etwas länger auf sich warten.
Eigentlich schon zu lange, denn der 8100 Pearl ist gefühlt schon vier bis fünf Jahre im Markt. Der neue Pearl 3G öffnet sich nun mehr denn je dem Prosumermarkt. Die technischen Daten gleichen denen des 9700 Bold: Triband UMTS/HSPA, Quadband GSM/EDGE, 3.2-Megapixel Kamera, Wlan mit b/g und – hier an dieser Stelle ganz neu – n. Die Namensgebende und schmutzempfindliche Rollkugel bzw. Pearl ist auch nicht mehr an Bord, hier hat das neue und vorzügliche Trackpad der aktuellen Blackberry-Generation Einzug gehalten. Der neue Pearl 3G ist gerade mal knapp 110 mm x 50 mm x 13 mm klein und wiegt gerade mal knapp 94 Gramm. Wie üblich wird er mit einer Suretype-Tastatur angeboten, aber auch wohl mit einer regulären Tastatur und wohl T9. Hier öffnet sich RIM nun vermehrt dem Consumermarkt, indes mit dem praktischen Push-Blackberry Dienst.
Sony
Sony war der Pionier in Sachen Diskette – 1981 schlug die Geburtsstunde der ersten 3.5-Zoll-Disketten mit sagenhaften 1.44 MB Speicherkapazität. Ablösen wollte Sony mit dem neuen Diskettenformat die labbrigen 5.25-Zoll-Disketten mit sagenhaften 1.2 MB Speicherkapazität. Im Jahr 2002 boomte das Geschäft noch – hier wurden sagenhafte 47 Millionen Disketten von Sony verkauft und jetzt soll im Heimatmarkt Japan und anderen asiatischen Ländern Schluss mit dem Diskettenverkauf sein: Sony stellt die Produktion ein. Auf Laptops und PCs sind Diskettenlaufwerke schon länger auf dem Rückzug, so bot Apple bereits schon Ende der 90er Jahre den originalen iMac ohne Diskettenlaufwerk an und Intel schlug 2001 vor, die Diskettenlaufwerke abzuschaffen. Farewell liebe Diskette, was waren das für schöne Zeiten als wir noch Windows von der Diskette aus installieren
mussten.
Nokia
Nokia hat jetzt – wie zu erwarten war – ein neues Flagship-Smartphone für das Weihnachtsgeschäft vorgestellt. Das N8 läuft mit dem neuen Symbian 3, hat ein kapazitatives, 3.5 Zoll großes Touchdisplay mit einer Auflösung von 360 x 640 Pixel und eine High-End-Ausstattung. Das Display wie auch die Software kann Multitouchgesten verarbeiten. Mit 12 Megapixel und Autofocus samt HD-Video ist die Kamera gut gerüstet, auch soll der Bildsensor ähnlich groß sein wie eine kleine Digicam. An dieser Stelle möchte Nokia die oftmals kritisierte Bildqualität der eigenen Smartphones verbessern. Der interne Speicher ist mit 16 GB angegeben, wem das nicht ausreicht, der kann den Speicher mit micro-SD-Karten erweitern.
GSM, UMTS, HSPA und EDGE sind ebenso selbstverständlich an Bord wie WLAN und AGPS. MicroUSB und HDMI runden das Gesamtpaket ab. Interessant ist, dass Nokia im Flagship-Modell weiterhin auf Symbian setzt anstatt wie angekündigt mit einer Variante von Maemo weiterzuarbeiten. Das neue Symbian OS soll deutlich verbessert worden sein und nun wirklich Touchfähig sein. Natürlich sind auch Socialmedia-Anwendungen wie Facebook und Twitter im Gerät integriert. Die Akkuladung soll laut Nokia bis zu 400 Stunden halten. Der Preis soll bei unter 500 Euro liegen und ab dem dritten Quartal soll man es erwerben können. Ein erster Test eines Prototypen, fiel indes nicht sonderlich gut aus (siehe hierzu auch Berichterstattung bei Golem), auch wenn man ein solches Ergebnis mit Vorsicht genießen sollte.








