Gemischtwaren: Netzwelten
Google, Twitter, Nabaztag und Bildung in UK
Google Docs ist die praktische Office Suite von Google. Wer den Online Service in den letzten Jahren genutzt hat, der hat sich sehr häufig über neue Features gefreut, einige die sofort öffentlich waren und einige kleinere, die nicht unbedingt bemerkt werden. Auf jeden Fall sind Google Apps nicht nur in meinen Augen eine brauchbare Alternative zu Microsoft & Co. Jetzt gibt’s schon wieder ein neues Feature bei Google Docs. Mit Drawing können Grafiken online erstellt werden und diese dann in Dokumente, Präsentationen und Tabellen eingefügt werden. Über Insert wird dann der Menüpunkt Drawing ausgewählt, ein weiteres Fenster öffnet sich und siehe da: Drawing. Hier kann unter ca. 100 verschiedenen Templates das passende ausgesucht oder einfach mit der Hand selber gezeichnet werden. Und schon wieder ist es ein Baustein mehr, der mich den Wechsel von Microsoft Office zu Google Docs und Zoho noch weniger bereuen lässt.
Bildung für alle – diesen Anspruch erfüllt das Internet mehr denn je. Jetzt gibt’s eine neue Webseite namens Academic Earth auf der audiovisuelle Vorlesungen gehalten werden – kostenlos. Das Angebot ist verstärkt in Englisch gehalten, aber es sind Professoren von Berkley, Harvad, MIT, Princton, Stanfort oder Yale, die die Bildung über das Internet demokratisieren. Die Webseite ist sehr ansprechend gestaltet – hier fühlt man sich gleich an iTunes und an Hulu.com zurückerinnert. Videos können natürlich auch heruntergeladen oder einfach in andere Blogs und Webseiten eingebunden werden. Ich persönlich finde das Konzept sogar noch besser als iTunes U
[via Lifehacker.com]
Der Nabaztag (armenisch für Hase) ist ein Hase, der das Leben der Menschen vereinfachen sollte. Es ist einige Zeit das meistgesuchte Gadget im Internet gewesen, der kleine Hase. Was kann denn der Hase, außer dass er durchaus putzig aussieht? Nabaztag ist ein elektronisches Gadget mit Wifi, was ca. 24 cm hoch und knapp 500 Gramm schwer ist. Dank Wifi und damit einer Internetanbindung ist der Nabaztag ein „smart object“. Durch die Onlineverbindung kann der Hase Wettervorhersagen ansagen, die E-Mails vorlesen und noch vieles mehr, dank offener API und der Einbindung von vielen Programmiersprachen wie Java oder Perl kann damit fast jeder Unsinn angestellt werden. Er spricht nicht nur, sondern zeigt auch durch Lichtsignale oder durch das Bewegen von Ohren an was los ist. Um zu entspannen, übt der Hase sogar einmal am Tag Tai-Chi. Nachdem der Hype um Nabaztag und Nabaztag/tag (die zweite Generation mit Mikrofon) schon merklich abgeflaut ist, gibt’s jetzt noch einen Nachschlag mit RFID. Nano:ztag Hasen können im Vergleich zu ihrem großen Bruder nichts, aber enthalten einen RFID Chip, der an einem Nabaztag oder ein im Mir:ror Interface programmierbare Aktionen auslöst – so können Programme gestartet oder Webseiten aufgerufen werden. Wie der Nabaztag ist es ein Gadget, dass auf den ersten Blick erstmal keinen Sinn erfüllt, außer putzig zu sein, aber auf den zweiten Blick ist dies die erste Generation eines elektronischen Butlers daheim. Schauen wir einfach mal, was da in Zukunft noch alles kommt.
[via Neuerdings.com]
Twitter.com ist mometan das meist gehypteste Kommunikationswerkzeug auf der Welt. Es ist Messenger, Social Network und Informationsquelle zugleich. In 140 Zeichen Microbloggen – da macht das Schreiben und das Lesen der Tweets Spaß. Jetzt fordert die britische Regierung, dass Twitter Teil des Lehrplans an britischen Grundschulen wird. Nein, dies ist kein verspäteter Aprilscherz, es ist ein Versuch, den Kindern und Internetnutzern von heute und morgen mehr Medienkompetenz beizubringen. Auch läuft die Planung dahin, dass das Internet und Social Media dauerhaft Teil des britischen Lehrplans wird. Dazu werden noch neben dem bisherigen Lehrplan auch Unterrichtseinheiten über die Nutzung von Wikipedia, Blogging, Podcasting und 10-Finger-Schreiben angeboten. Alles im allen ist dieser Ansatz zu begrüßen, denn Medienkompetenz kann man nicht früh genug erwerben.








