Gemischtwaren: Netzwelt
Schnappschüsse, Erdbebenberechnung, Online-Office u.v.m.
Momentaufnahmen
Wer kennt sie nicht, die perfekten Momente, in denen man sich wünscht, eine Kamera dabei zu haben, um ein einmaliges Motiv fotografische festzuhalten. Meist ist der Fotoapparat just in solchen Momenten nicht zur Hand, doch hin und wieder hat der eine oder andere Fotograf das Glück – oder Unglück –, genau in jenem Schnappschuss-Moment abzudrücken, in dem es interessant, sehr interessant wird.
Völkerverständigung 2.0
Um sich in einer anderen Sprache zu verständigen, war früher meist das Fremdwörterbuch letzter Hilfeanker – was die Möglichkeit, beispielsweise eine schöne Spanierin wortgewandt zu beeindrucken, doch empfindlich eingeschränkte. Heute trifft man die Spanierin im Chat und kann mittels Google Translate ganz locker mit der Schönheit plaudern, ohne dass es allzu sehr auffällt, dass man des Spanischen eigentlich nicht mächtig ist. Ganz ohne Fehler funktioniert Google Translate freilich nicht, doch immerhin wurde die Anwendung neuerdings so erweitert, dass man die Ursprungssprache nicht mehr einstellen muss, sondern diese automatisch erkannt wird und man einfach per Copy & Paste loslegen kann.
Textverarbeitung 2.0
Meine Texte und Tabellen entstehen momentan fast ausschließlich mit Google Docs, einer webbasierten Applikation, die sowohl Text- als auch Tabellenverarbeitung sowie das Erstellen von Präsentationen ermöglicht. Der Vorteil: Alle Dokumente werde online gespeichert und ein Zugriff darauf ist jederzeit möglich, egal ob via Computer, Smartphone oder Handy. Zudem können Freunde per E-Mail eingeladen werden, sich die Texte anzuschauen oder zu bearbeiten, was einen effizienteren Workflow ohne umständliches Anpassen von unterschiedlichen Dokumentenversionen mit sich bringen kann. Vorbei also die Zeiten, in denen man bei Geschäftsterminen verlegen eingestehen musste, die hochwichtige Präsentation vergessen zu haben, wie es ähnlich dem Erfinder des USB-Sticks vor 10 Jahren passierte.
Neben Google Docs gieren weitere Mitbewerber um Marktanteile in der Boombranche Online-Office, beispielsweise das innovative Zoho oder auch Microsoft mit seinem Dienst Office Live. Bei so viel Office-Offensive will DTP-Platzhirsch Adobe natürlich nicht hintanstehen und wartet mit der Adobe Online Office Suite auf. Mit einer neuen Laufzeitumgebung (AIR) bietet die Suite – eingebettet in eine schicke Oberfläche – folgende Funktionalitäten:
» Adobe Buzzword: Eine schlanke Textverarbeitung, die einfache User-Interaktion mit einer hervorragenden WYSIWYG-Schnittstelle vereint,
» Adobe ConnectNow: Webconference-App mit Whiteboard, Desktop-Sharing, Chat und Video- bzw. Sprachfunktion; momentan auf drei Teilnehmer beschränkt,
» Filesharing mit Zugriffskontrollen, PDF-Converter mit derzeit fünf kostenfreien Umwandlungen sowie die Möglichkeit, bis zu 5 GB große Dateien abzulegen.
Erdbebenberechnung
Heutzutage ist es möglich, mit dem eigenen Rechner nach außerirdischer Intelligenz zu suchen, Alzheimer mit einer Playstation zu bekämpfen oder via MacBook Erdbeben zu berechnen. Letzteres allerdings funktioniert derzeit nur mit MacBooks, iBooks und PowerBooks ab Baujahr 2005, denn der interne Beschleunigungssensor (Accelerometer), der Festplatten vor Beschädigungen beim Transport schützt, wird für die Berechnungen benötigt. Ob das Starswars Kid wohl weiß, was man mit solch einem Sensor so alles anstellen kann? ;-]
Netzsucht
Apropos: Internetsucht ist inzwischen auch in Deutschland ein Thema, wie Vollzeitblogs wie SpON oder FAZ beweisen. Um aber potentieller Internetsucht vorzubeugen, nimmt das Firefox-Addon Time Tracker seine Arbeit auf: Mit ihm wird nachvollziehbar, dass der Tag nur deshalb so kurz war, weil man mal eben ins Netz gegangen ist. ;-]
Handyortung rettet Leben
Der neunjährige Björn Steiger starb 1969 an den Folgen eines Verkehrsunfalls, weil die Rettungskräfte mehr als eine Stunde brauchten, um an den Unfallort zu gelangen. Noch im gleichen Jahr gründeten die Eltern des Kindes die Björn-Steiger-Stiftung, die sich das Ziel setzte, „einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Notfallhilfe in Deutschland zu leisten“ (Quelle). So ist die Stiftung beispielsweise für viele der Autobahn-Notrufsäulen verantwortlich, ebenso gehen die bundeseinheitlichen Notrufnummern 110 und 112 auf eine Initiative dieser Stiftung zurück. Gegenwärtig hat man es sich zur Aufgabe gemacht, die Handyortung im Notfall zu verbessern: Nach einer kostenlosen Registrierung der Handynummer kann im Falle eines Unglücks das Gerät durch die Rettungsleitstelle schnell geortet werden, was zweifellos dazu beiträgt, Leben zu bewahren.








