Gemischtwaren: Druck- & Netzwelt
3-D-Druck, Messaging mit Babuki, Photoshop Express
Drucken in 3-D
Ob Geschäftsbericht, Wegbeschreibung oder die neuesten Fotos für Tante Frieda – gedruckt wird heutzutage eine Menge, ganz gleich ob mit Farbtintenstrahl-, Laser-, Thermo- oder Nadeldrucker. Doch nicht nur auf Papierebene wird gedruckt, auch eine Dimension weiter, in 3-D also, kann praktisch jedes Objekt mittel 3-D-Drucker gedruckt werden. Und das geht so: Der Drucker bekommt eine entsprechende Datei, nur eben keine DOC- oder PDF-, sondern beispielsweise eine AutoCAD-Datei. Nun wird Plastik Schicht für Schicht auf eine Oberfläche gedruckt, bis sich schließlich das entsprechende Gebilde in 3-D erhebt (YouTube-Video). – In letzter Zeit sind die Preise für solche Drucker gefallen, es gibt bereits Angebote für nur 1.000 Dollar. Was sich stattlich anhört, aber auch Laserdrucker haben einst so viel gekostet. Und der Fortschritt auf dem Gebiet der 3-D-Drucktechnik wird sich so beschleunigen, dass irgendwann auch 3-D-Drucker für den Heimbedarf angeboten werden. Ob damit dann eigene Kunstwerke gedruckt werden oder einfach ein Ersatzteil, das bleibt jedem selbst überlassen; nur die Phantasie ist das Limit.
Messaging-Dienste zusammenfassen mit Babuki
Babuki ist ein weiterer Online Messaging Client, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, viele Messaging-Dienste in einer gemeinsamen Web-Applikation darzustellen, diesmal aber nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Aim, Yahoo, Gtalk, MSN oder ICQ, sondern auch Facebook. Jenes amerikanische Schwergewicht also, das auch in Deutschland Fuß fassen und StudiVZ und anderen Studentennetzwerken das Wasser abgraben will. – Babuki wird einfach als Facebook-App gestartet, ICQ-, Yahoo- und sonstige Login-Daten werden hinzugefügt und schon kann man fröhlich chatten (YouTube-Video). Wer Babuki nicht online, sondern lokal verwenden möchte, kann sich eine Desktopversion herunterladen und die Features als Programm nutzen. – Fazit: Clever und einfach.
Adobe Photoshop Express
Kürzlich gab Adobe die bereits vergangenes Jahr angekündigte Photoshop-Onlineversion als Public Beta für die Allgemeinheit frei. Anders als Photoshop zielt Photoshop Express eher auf den Massenmarkt und ist deshalb deutlich vereinfacht worden; der Funktionsumfang ist weder mit Photoshop Elements noch mit Photoshop CS3 zu vergleichen.
Workflow und Handling sind einfach und flüssig, auch die Benutzeroberfläche ist einfach und unkompliziert gestaltet, sodass nun selbst Lieschen Müller ohne große Vorkenntnisse ihre Fotos hochladen und bearbeiten kann. Lieschen kann unter anderem Fotos zuschneiden, Belichtung und Sättigung ändern sowie weitere kleine Effektfilter nutzen, damit ihre Fotos schöner werden. Und ist einmal ein gewünschter Effekt daneben gegangen, so können die Änderungen jederzeit rückgängig gemacht werden, ganz gleich, wann und wie diese vorgenommen wurden. Am Ende steht wieder das Original-Foto.
Sind bereits Fotos bei beispielsweise Facebook, Picasa oder Photobucket vorhanden, kann Lieschen die Bilder direkt von dort in Photoshop Express öffnen und nach dem Bearbeiten wieder am Ursprungsplatz speichern. Adobe allerdings stellt für jeden Nutzer zusätzlich 2 GB kostenfreien Speicherplatz zur Verfügung, damit die verschönerten Werke online präsentiert und archiviert werden können.
Negativ anzumerken ist, dass die Beta momentan nur für die USA angeboten wird, weshalb sie auch nur mit Englischkenntnissen zu bedienen ist. Des Weiteren häuften sich in den letzten Tagen Berichte über Adobes allzu restriktiven Umgang mit den Geschäftsbedingungen, die der Express-Nutzer bei der Registrierung zu akzeptieren hat; inzwischen ist aber nachgebessert worden.
Dennoch ist Photoshop Express für alle, die Fotos schnell, einfach und quasi „on the go“ nachbearbeiten möchten, sicherlich die perfekte Onlineanwendung. Und auch in Zukunft dürften immer mehr Anwendungen online zu finden sein, damit immer und von überall her der Zugriff auf Programm und Daten gegeben ist.








