Flop an Flop – Die Apple-Geschichte
Versuch und Irrtum einer kalifornischen Computer-Firma
Was waren das noch für Zeiten, als die Geeks dieser Welt voller Schadensfreude über einige produktspezifische Eskapaden der Obstbauer berichten konnten. Heute, beim anhaltenden Erfolg von Apple, mag man es sich kaum noch vorstellen, dass dieser Konzern in der Vergangenheit so manch einen Bock geschossen hatte.
Bei gizmodo stieß ich auf eine Seite (Newlaunches.com), die eben diese (nach eigenen Angaben Top 10-Flops) nochmals zum Besten gibt.. Welche das sind, einfach selber mal vorbeischauen. Allerdings ist diese Liste, meines Wissens noch nicht vollständig. Hier also meine, zusätzlichen Flops der letzten Jahre von Apple…
1. Macintosh Performa – Wir können auch billig!
Einer der Hauptgründe für das Chaos bei Apple Mitte der 90er Jahre war die anarchistische Ordnung der Produktpalette. Unzählige Modelle mit unzähligen Bezeichnungen, selbst Mitarbeiter von Apple kannten sich nicht mehr aus, wie sollte es da erst dem Kunden ergehen. Die Performa-Reihe trug hierzu nicht unwesentlich bei. Apple wollte gerne den Massenmarkt ansprechen, aus diesem Grund griff man ins Regal, nahm bestehende Produkte und vermarktete sie unter neuen Namen. Feine Sache, das Chaos war perfekt. Später erkannte man diesen Fehler und begrub den Performa, allerdings fast zu spät. Aber das ist eine andere, bekannte Geschichte.
2. Digitalkameras, Tintenstrahldrucker und andere Experimente
Irgendjemand bei Apple meinte wohl, es wäre gut, die Firma würde eine Unzahl weiterer Produkte auf dem Markt bringen, Hauptsache man kümmere sich nicht um das Kerngeschäft (Macs und das Mac OS). Neben dem Newton, das bekanntestes Experiment, welches leider fehlschlug, gab es noch andere Exoten. So kooperierte man mit anderen Firmen und brachte Digitalkameras auf dem Markt (Apple Quick Take, in Zusammenarbeit mit Fuji). Im Druckergeschäft ruhte man sich viele Jahre auf dem Erfolg der Laserwriter-Reihe aus, im unteren Bereich bei den Tintenstrahldruckern suchte und fand man andere Hersteller die sich hergaben für eine Zusammenarbeit. So war mein, damals für unglaubliche 950,- DM gekaufter StyleWriter 2400, nichts Weiteres als ein Drucker der BJC-Reihe von Canon. Später arbeitete man dann mit HP zusammen. Ach so, lange vor dem Xserve gab es auch schon eigene Server von Apple, allerdings vorsichtshalber nicht mit dem klassischen Mac OS. Alle diese Abenteuer brachten Apple allerdings nicht wirklich voran.
3. Power Mac G4 Cube
Was soll man über diesen Rechner noch schreiben? Er war schön, aber auch schön teuer. Zum damaligen Preis von über 4.000 DM wollte ihn niemand haben, da griff man lieber zu den ausgewachsenen G4s. Später im Abverkauf von ca. 3.000 DM gingen die Verkaufszahlen noch mal noch oben, allerdings nicht die Marge von Apple. Daher ereilte ihn ein grausames Schicksal: EOL.
Übrigens, bei Cupertino.de findet man ebenso noch eine schöne Zusammenstellung der Flops von Apple, auf die ich hier nicht näher eingegangen bin. Leider wird diese Seite ja seit nunmehr fast vier Jahren nicht mehr aktualisiert, sehr Schade.








