Film-Review: The Social Network

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

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Facebook hat mehr als 500.000.000 aktive Nutzer, damit ist jede 14. Erdenbürger in dem sozialen Netzwerk vertreten. Mark Zuckerburg ist jüngster Milliardär und hat somit Geschichte geschrieben – ein Havard Student der es geschafft hat mit seiner Idee die Welt zu begeistern und näher zu bringen. Der Erfolg von „The Facebook“ war aber nicht immer gegeben, die ersten paar Jahre waren sehr aufregend und nicht sonderlich gradlinig. Klar das auch über Mark und diese Zeit ein (kritisches) Buch geschrieben wurde: „The Accidental Billionaires“ von Ben Mezrich. David Fincher (Se7en, Fight Club, Panic Room) hat sich das Buch und den packenden Stoff als Vorlage genommen und daraus einen Kinofilm gemacht – The Social Network.
Am Anfang wird der Zuschauer etwas gefordert – Fincher hantiert mit drei Zeitebenen und springt darin mehr oder weniger nach belieben hin und her. Zwei Zeitebenen sind laufende Gerichtverhandlungen, die dritte Zeitebene ist der Anfang von „The Facebook“. Aber wenn der Zuschauer einmal verstanden hat was wo ist (was relativ schnell geht) dann findet er sich in einem typischen David Fincher Movie wieder: düster in der Ausgestaltung und viel Verrat, jugendlicher Leichtsinn und die Freundschaft.

Rückblende in das Jahr 2003 nach Havard. Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) sitzt mit seiner Mitstudierenden Erica (Tricia Mara) in einer Bar und unterhalten sich. Marc beleidigt Erica, sie steht auf und geht. Mark ist nicht amüsiert und erstellt noch am selben Abend betrunken eine Webseite, auf der die weiblichen Studenten von Havard bewertet werden können. Natürlich ist die Seite ein Hit und wird noch in der Nacht von Studenten überrannt. Das Uninetzwerk bricht um vier Uhr morgens zusammen. Zuckerberg muss sich den verärgerten Profs und Studentinnen stellen, aber die lassen noch mal Gnade vor Recht gelten und Mark kann fast unbeschadet davon kommen. Mark wird über Nacht eine Quasi-Berühmtheit und die Studenten Divya Narendra (Max Minghella) und
Cameron (Armie Hammer) und Tyler (Josh Pence) Winklevoss heuern Mark als Programmierer an. Ihr Auftrag: Eine Webseite über die Studenten kommunizieren können. Mark nimmt den Auftrag gerne an, aber irgendwie arbeitet er mit einem Freund lieber an seinem eigenen Produkt – „The Facebook“. Die Seite geht online und die Ideen- und Auftraggeber fühlen sich hinter das Licht geführt und Mark wird kurzerhand verklagt. Aber auch die Freundschaft mit dem Mitprogrammierer und Mark leidet in der Folge.

Obwohl Zuckerberg der Hauptdarsteller ist, der eigentliche Held der Geschichte hat er in dem Film keine guten Karten. Zuckerberg ist ein Nerd wie er im angeblichen Buch steht – ruhig, hinterhältig fies und wahnsinnig intelligent. Als Nerd lässt er sich natürlich nicht in die Karten schauen. Mensch ist Zuckerberg eigentlich nur einmal, als er Erica über Facebook eine Freundschaftsanfrage schickt und in Folge ständig auf aktualisieren klickt. Jesse Eisenberg spielt in einer überzeugenden Performance einen Charakter den man eigentlich nicht mögen sollte. Sean Parker – der Napster Erfinder (Justin Timberlake) spielt auch noch mit, aber er ist auch nicht wirklich der Freund der Zuschauer. Übrigens, für den Soundtrack ist Trent Razor von Nine Inch Nails verantwortlich. Und damit erfährt der Film ein weiteres Highlight.

Der Vollständigkeit halber möchte ich auch noch erwähnen, das David Fincher in seinem Film nicht auf die Datenschutz Diskussion eingeht die im Zusammenhang mit Facebook geführt wird. Am Ende des Films ist Zuckerberg (wieder) mit einem blauen Auge davon gekommen und Facebook strahlt wie immer hell am Himmel.

Fazit: „The Social Network“ ist ein sehr guter Film von David Fincher, der gelungen und auf eine gewohnt gute Weise die jungen Jahr von Facebook und Zuckerberg beleuchtet. Und da viele von uns Facebook selber Tag für Tag nutzen ist es ein umso packender Film – bis zum Schluss. Auch wenn wir das Ergebnis kennen ;-).

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