Fairphone: das nachhaltige Smartphone

von Anne Fröhlich

· 2 min Lesezeit

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Seit gestern kann das Fairphone vorbestellt werden. Warum ist das eine News wert? Weil hier der Name Programm ist: Niederländische Designer haben zusammen mit der gemeinnützigen Waag Society ein Smartphone entwickelt, dass sozial- und umweltverträglich ist. Viele machen sich keine Gedanken darüber, wie Smartphones (und Tablets) hergestellt werden. Die Rohstoffe kommen aus Minen, die militärische Truppen finanzieren. Die Arbeiter basteln unter teilweise unwürdigen Arbeitsbedingungen die kleinen Technikwunder zusammen. Und wenn etwas kaputt geht am Smartphone lässt es sich oft schwierig reparieren und das Gerät wird direkt durch ein neues ersetzt. Fairphone stellt sich dem entgegen – und das mit guten Specs und einem günstigen Preis.

Technische Informationen

Seit gestern sind die technischen Details zum Fairphone bekannt:

  • Maße: 123 x 64,5 x 9,8 mm, 165 Gramm
  • Display: 4,3 Zoll, qHD mit 960 × 540 Pixel Auflösung, Dragontrail Glass
  • Prozessor: Quad-Core von Mediatek (Taktung unbekannt)
  • Speicher: 1 GB Arbeitsspeicher,  16 GB interner Speicher, erweiterbar um bis zu 32 GB (MicroSD)
  • Betriebssystem: Android 4.2 (Jelly Bean)
  • Kamera: 8 Megapixel der Kamera auf der Rückseite, 1,3 Megapixel Frontkamera, LED-Blitz
  • Akku: 2000 mAh
  • Dual-Sim

Insgesamt machen die Specs das Fairphone zu einem guten Mittklasse-Smartphone, das sich durchaus sehen lassen kann. Hinzu kommt der für diese Ausstattung günstige Preis: 325,- Euro.

Fairer gehandelt und hergestellt

Der günstige Preis ist umso überraschender, wenn man bedenkt, dass das Fairphone „fairer“ als viele andere hergestellt wird. Als Rohstoff-Lieferant dienen Mienen im Kongo, die konfliktfrei sind und damit keine Militärtruppen finanzieren. Die Arbeitsbedingungen beim chinesischen Auftragsfertiger A’Hong werden von einem unabhängigen Gutachter geprüft. Das Smartphone kann leicht repariert werden und der Akku ist austauschbar. Hinzu kommt, dass die Materialien des Fairphone recyclebar sind. Die Initiatoren des Projekt schränken jedoch ein: „Ein komplett fair gehandeltes Produkt wird im ersten Produktionsjahr nicht möglich sein.“ Gerade was den Handel der Rohstoffe betrifft gibt es noch Potenzial für Besserungen. Mit dem Fairphone wird aber der richtige Weg aufgezeigt und bewiesen, dass ein fair gehandeltes Smartphone nicht teurer ist als die Konkurrenz. Und es eröffnet jedem die Möglichkeit, mit einem Kauf für bessere Bedingungen bei der Produktion von Smartphones zu werben.

Vorbestellungen möglich

Das Fairphone kann seit gestern unter www.fairphone.com vorbestellt werden. Ab einer Vorbestellungs-Menge von 5.000 Stück gehen die Geräte in die Produktion. Momentaner Stand: 1.300 Vorbestellungen.

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