Drei Klassen Notebooks: Stippvisite bei der Konkurrenz

von matthias-schleif

· 4 min Lesezeit

Was bietet der Markt in der Fläche?
Nachdem ich letzte Woche die Haushaltsdebatte im Dortmunder Stadtrat entnervt verlassen hatte, wollte ich mir zum Ausgleich noch etwas Schönes anschauen. Also beschloss ich mir einen kleinen Überblick zu verschaffen, welche Net- und Notebooks momentan so „die Gängigsten“ am Markt sind. Standen Netbooks im vorletzten Jahr, kurz vor Weihnachten 2008, noch in allen Handy-Läden und sogar bei Quelle im Schaufenster, so ist davon zur Zeit nichts mehr übrig geblieben. Quelle ist ja schon länger weg und die Mobilfunk-Provider setzen offensichtlich auf das Thema Smartphone. Zwar haben die Telkos sich nicht komplett von den Netbooks verabschiedet, denn man bekommt immer noch eines über den Webshop oder aus dem Hinterzimmer, aber der Hype ist vorbei (in DE, Sascha… ;-). Da dieses Ergebnis etwas dünn war bin ich schnell noch mal beim Satan…äääh Saturn reingestolpert, den Platzhirsch im Westen.
Große Notebooks
Für die ganz großen Notebooks von 17 bis etwa 20 Zoll interessiere ich mich von Haus aus eher weniger, aber prinzipiell scheint der Formfaktor ein gefragter zu sein. Zumindest, wenn man die Anzahl unterschiedlicher Modelle als Kriterium zugrunde legt, die dort ausgestellt waren, stimmt diese Aussage wohl. Einsatzbereich solcher, von Saturn „Multimedia-Notebooks“ genannten Systeme, ist in der Regel der Ersatz des Desktop-PCs. Auf allen Bildschirmen lief im Übrigen dasselbe Intel-Programm, welches Systeminfos grafisch aufbereitet darstellt und ein wenig Werbung nebenbei einstreut. Die Verkaufspreise lagen so zwischen 800 und 1200 Euro, was vermuten lässt, dass der ganz große Bolide nicht dabei war.

Stippvisite – Teil 1″

Mittelgrosse Notebooks
Die Abteilung der 13 bis 17 Zoll Notebooks heißt bei Saturn „Allround-Notebooks“. Hier finden sich hauptsächlich 14 und 15 Zoll große Modelle diverser Qualitäten. So war denn bspw. auch das Lenovo G550 dabei, das mit seinen gerade mal 449 Euro allgemein als Preiskracher bekannt ist (auch in unserem Shop in verschiedenen Varianten schon ab 329 Euro erhältlich). Aber auch von Compaq (Presario), ASUS, Acer und Packard Bell hat sich unser Mitbewerber einige Modelle in die Dortmunder Filiale gestellt, wobei letztere trotz – oder gerade wegen – ihres sehr eigenen Designs mir am wenigsten gefallen haben.

Netbooks
Die Netbooks bei Saturn hab ich mir etwas genauer angesehen, weil ich die erste und zweite Generation schon ganz gut kannte. Erwartungsgemäß handelt es sich um leicht verbesserte Weiterentwicklungen bekannter Konzepte. So setzt HP bei seinem aktuellen Mini 210 noch immer die Tastatur mit den großen Tasten und kleinen Spalten ein. ASUS, der Hersteller auf den sich Saturn neben den genannten HP bei den 10 Zoll Netbooks ansonsten beschränkt, setzt dagegen ganz offensichtlich auf sein bekanntes „Seashell-Design“. Im Innern dieser R101 und Eee PC1018 (jeweils in weiß und schwarz) genannten Systeme werkelt jeweils eine Intel Atom N450 CPU, ein Onboard-Grafikchip, 2GB RAM und eine 250GB HDD. Aber, aber…mein Eindruck ist der, dass die Gehäuse der aktuellen Modelle weniger stabil sind, als die der vorherigen Generationen. Man hat ganz einfach den Eindruck, die Plastikteile respektive die Gehäuseschalen seien eine ganze Ecke dünner ausgefallen, was dem Wunsch nach Gewichtreduktion zwar zuträglich sein mag, aber eben eine geringere Verwindungssteifigkeit zur Folge hat.

Stippvisite – Teil 2″

Das schönste Netbook in dieser Reihe war dann aber ganz klar die „Karim Rasheed-Edition“ des Eee PC1018. Dieses Teil ist echt sexy Lifestyle, die Hülle fühlt sich etwa an wie eine Notebooktasche, sieht aber viel besser aus. Dieses Netbook kostet zwar auch ein paar Euro extra, aber dafür erhält man ein außergewöhnlich schönes Gadget. Vielleicht ist das ja der Weg, den die Netbook-Sparte eher gehen wird: Weniger als Rechnerersatz für finanziell schwächere Kunden, sondern eher als Lifestyle-Gadget mit mehr Funktionsumfang als das iPad.

Aus der etwas größeren Noch-Netbook-Klasse mit 12 Zoll Bildschirmdiagonale hatte Saturn dann noch den Acer Aspire 1410 in blau ausgestellt, der mir zwar visuell gut gefallen hat, aber nur mit einer Celeron ULV-CPU ausgestattet ist und ein schlimm spiegelndes Display mitbringt. Die letzte Lücke im Regal wurde wiederum von zwei spezielleren Systemen ausgefüllt. Das pinkrote 17 Zoll Sony Vaio könnt ihr euch gern auf dem Foto ansehen. Ich musste jedenfalls ganz schnell wieder wegschauen, weil mir direkt die Augen schmerzten. Das daneben weilende HP Pavillion dv3 weist einen berührungsempfindlichen Bildschirm auf, was ihn eben auch für einen Platz bei den Sondermodellen qualifiziert. Die Oberflächengestaltung mit grau-weißem Blümchenmuster tut dazu ihr Übriges.

Fazit
Wenn ich richtig gezählt habe, stellt Saturn acht große und sieben mittelgroße Notebooks, sechs Netbooks und zwei Sondermodelle aus, womit es sich um drei etwa gleich große Bereiche handelt, lässt man die Sonderlinge mal weg. Ich denke, die ausgestellten Serien spiegeln zwar einerseits das Interesse der Kunden wider, lassen andererseits aber nicht wirklich Rückschlüsse auf die am Ende getroffenen Kaufentscheidungen zu. Das Sortiment dient womöglich vielmehr dazu, den Kunden einen Marktüberblick zu ermöglichen, damit sie den eigenen Bedarf besser einschätzen und mit dem eigenen Portemonnaie in Einklang bringen können. Wie dem auch sei, die Netbooks haben sich als feste Größe etabliert, wenngleich vom ursprünglichen Ansatz tatsächlich nicht mehr all zuviel zu sehen ist, wie Kollege Jörg ja auch schon in seiner umstrittenen Artikelserie zum „Tod des Netbooks“ beschrieb. In Richtung „7 Zoll mit Linux“ wird dieser Markt wohl so schnell nicht mehr tendieren.

Stippvisite – Teil 3″

PS: Die drei iPads auf einem der Fotos sind lediglich Ausstellungsstücke; auch Saturn hat keine mehr. Im Übrigen gibt’s die auch nicht bei den Kollegen mit dem kleinen g, die erst kürzlich einen Laden um die Ecke eröffnet haben.

Anmerkung des Chefredakteurs: Auch bei Cyberport existiert so etwas wie eine Kategorisierung der Notebooks, die die Kaufentscheidung vereinfachen soll. So finden sich in unserem Webshop folgende Topseller-Sparten: Einstieg, Multimedia, Business und High End. Natürlich ist die Auswahl bei derzeit über 900 Notebooks „etwas“ größer als bei den Kollegen im Flächenmarkt ;-).

News & Trends

von Maria Klipphahn

Kühlboxen von Igloo: Der Sommer-Allrounder für unterwegs

News & Trends

von Maria Klipphahn

Gaming-Sale: Hardware-Schnäppchen von Monitor bis Notebook

News & Trends

von Maria Klipphahn

Das war die 2024 Super Bowl Watch Party in Berlin

News & Trends

von Maria Klipphahn

Gaming-Power mit Extra-Service? Was Tulpar von anderen Herstellern unterscheidet

News & Trends

von Maria Klipphahn

Verblüffend realistisch: Diese Technik-Neuheiten machen Zocken noch immersiver

News & Trends

von Maria Klipphahn

Bester Laptop für Studenten? Günstige Notebooks & Co. für deinen Uni-Alltag

News & Trends

von Maria Klipphahn

Neue Festplatten von Synology: Das sind die Vorteile der HDD Plus-Speicher

News & Trends

von Maria Klipphahn

Unsere Top 5 Technik-Tipps für immersives Gaming

News & Trends

von Maria Klipphahn

Die IFA 2023 ist da! Diese Technik-Highlights solltet ihr nicht verpassen