Digitale Dividende
Die weissen Flecken sind bald weg…
Die Digitalisierung schreitet in der Welt voran, und auch der terrestrische Rundfunk ist davon nicht ausgenommen. Die Digitalisierung bietet eine Vielzahl von Vorteilen, gemeinhin treffen die Argumente „größere Übertragungskapazität bei geringeren Kosten und geringerer Störanfälligkeit“ eigentlich immer ins Schwarze. Dabei sind einige Frequenzbänder im Bereich um die 800 MHz bei der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks freigeworden. Das ist die „digitale Dividende“, von der Politiker und Industrievertreter sprechen.
Mittels dieser digitalen Dividende sollen ländliche Gebiete ohne bestehenden Anschluss an die digitale Datenautobahn des 21. Jahrhundert die Möglichkeit bekommen an der Informationsgesellschaft teilzunehmen. Hier bieten sich enorme Chancen für die Bildung, Wissenstransfer und Wohlstand. Warum sind gerade die Frequenzbänder um 800 MHz so interessant um die Menschen in ländlichen Gebieten mit mobilem Breitband zu versorgen? Es gibt doch schon UMTS, WiMAX und W-LAN? Das hängt mit der Physik zusammen. Die genannten Dienste funken in einem relativ hohen Frequenzspektrum und somit ist die Reichweite des Funksignals sehr eingeschränkt. Mit der eingeschränkten Reichweite ist es für die beteiligten Unternehmen sehr kostenintensiv alle paar hundert Meter einen Mobilfunkmast in die Landschaft zu stellen und diese entsprechend ans Datennetz anzubinden. Die niedrigen Frequenzen um die 800 MHz versprechen deutlich höhere Reichweiten und damit deutlich weniger teure Mobilfunkmasten. Die Technik ist vom Prinzip genau die gleiche wie bei den bisherigen Systemen, sprich UMTS bzw. HSPA. In Deutschland laufen inzwischen schon Tests, um die Möglichkeiten der „digitalen Dividende“ auszuloten. Somit werden bald die letzten weißen Flecken auf der Internetlandkarte in Deutschland geschlossen sein und schnelles Internet ist für fast alle Menschen in Deutschland möglich.








