Die neuesten Küchentrends von der CES 2013

von siv-zenker

· 3 min Lesezeit

Kühlschrank mit Wetteransage und Gabeln, die euch beobachten

Auf der diesjährigen CES, die derzeit in Las Vegas stattfindet, präsentieren die Hersteller nicht nur riesige Fernseher für das Wohnzimmer, Kameras mit Betriebssystem und Couch-fähige Tablets,  auch in der Küche wird aufgerüstet: Es gibt einen Kühlschrank, der mitdenkt und eine Gabel, die eure Essgewohnheiten beobachtet.

Samsung: Kühlschrank mit Wettervorhersage

Samsung möchte in nächster Zeit neben Smartphones und Tablets auch intelligente Haushaltsgeräte produzieren. Die Taiwanesen stellen einen Kühlschrank mit LCD-Touchscreen und WLAN-Anbindung vor. Der T9000 verfügt über einen Kalender und eine Wetter-App. Über die integrierte Evernote-App könnt ihr eure Rezepte und  Einkaufslisten mit der ganzen Welt teilen. Als Betriebssystem verwendet der T9000 Linux, optisch sieht es wie eine Android-Version aus, dazu äußerte sich Samsung bisher aber leider noch nicht.

Der Kühlschrank hat fast 1.000 l Inhalt und vier Türen. Der Käufer kann unterschiedliche Kühl- und Gefrierzonen ganz nach seinem Bedarf einrichten. Leider kann der T9000 (noch) keine Inventarliste seines Inhalts erstellen und hat keinen Zugang zu Google Play, die Installation zusätzlicher Anwendungen ist also nicht möglich.

Kühlschrank mit Android

Kühlschrank mit Android

 

Panasonic: eine App kocht Reis

Reis ist ja bekanntlich das Grundnahrungsmittel in Japan, da scheint es logisch, dass die Japaner einen Reiskocher vorstellen, der über eine App gesteuert werden kann. Grundlage für die App ist das von Sony entwickelte RFID-System Felica.

Mit einem Smartphone oder Tablet mit Android und der entsprechenden App von Panasonic könnt ihr den Reiskocher SR-SX102 steuern und dabei die Dauer des Kochvorgangs sowie Einstellungen abhängig von der verwendeten Reissorte anpassen. Die App verfügt außerdem über eine Rezeptdatenbank, die ihr beliebig erweitern könnt.

Reis kochen mit einer App

Reis kochen mit einer App

 

HAPIfork: die intelligente Gabel

HAPIFolk ist eine Gabel, die euch beim Essen beobachtet. Eigentlich misst sie, wie oft ihr sie während des Essens in den Mund steckt und wie lange die Mahlzeit dauert. Diese Daten werden an euer iPhone übertragen und die dazugehörige App berechnet, ob ihr ernährungstechnisch korrekt gegessen habt. Damit soll euer Essverhalten verbessert werden; ihr sollt also langsamer und bewusster essen, denn das Sättigungsgefühl setzt erst nach 20 Minuten ein.

 

HAPIfolk

HAPIfolk

Immer, wenn Mund und Hand gleichzeitig die Gabel berühren, schließt sich ein Stromkreis, so wird jeder Bissen gezählt. Ob es allerdings noch eine entspannte Mahlzeit ist, wenn die Gabel bei zu schnellem Essen ständig aufleuchtet und vibriert? Eher nicht, aber vielleicht hilft es beim Abnehmen.

Die App gibt es für iOS, Android und Windows, die Gabel wird über USB an das Smartphone angeschlossen, Bluetooth ist für nächstes Jahr angekündigt. Der Preis soll bei 99 Dollar liegen.

HAPIfolk

HAPIFolk mit App

Dacor: wenn Androiden backen

Von Dacor gibt es den Discovery Wall Oven mit 1 GHz CPU (von Samsung), 512 MB RAM, 7-Zoll-Touchscreen und Android, auch Google Play soll verfügbar sein. Der interne Speicher geht ab 16 GB los.

Neben Unter- und Oberhitze bekommt ihr Koch- und Rezepte-Apps dazu. Die Koch-App überwacht Kochzeit und -temperatur und führt euch durch den Kochvorgang. Die Kochhilfe hat allerdings einen stolzen Preis: ab 4.499 Dollar für die einfache Version.

Kochen mit dem Androiden

Kochen mit dem Androiden

Selbst putzen war gestern

Das Putzen der Küchenfenster könnt ihr künftig anderen überlassen. Der chinesische Hersteller Ecovacs hat einen Fensterputz-Roboter vorgestellt: den Winbot 7. Der ca. 2 kg schwere Putzteufel hält sich per Vakuumpumpe und Saugnapf am Fenster fest und fährt zum Putzen mit zwei gummmibeschichteten Ketten mit einer Geschwindigkeit von 0,5 km/h auf dem Glas herum. Zum Putzen wird ein mit Reinigungsmitteln getränktes Mikrofasertuch  verwendet, anschließend entfernt ein Abzieher die Reste des Reinigungsmittels und ein weiteres Mikrofasertuch reibt die Glasfläche trocken. Nach getaner Arbeit kehrt der Winbot 7 wieder an den Ausgangspunkt zurück. Der Preis steht leider noch nicht fest.

Selber putzen war gestern

Selbst Fenster putzen war gestern

Manche der auf der CES 2013 vorgestellten Produkte werden wohl nie auf den Markt kommen, aber die Hersteller wollen damit vor allem zeigen, was möglich ist. In einigen Jahren werden wir uns wahrscheinlich wundern, wie wir früher ohne einen Kühlschrank mit integrierter Wettervorhersage leben konnten….

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