Der Tag danach…(Update)
Wie und wo wurde das Ende von Cyberport.24 aufgenommen?
Mehr als 24 Stunden sind seit dem Exitus von CP.24 nun vergangen. An dieser Stelle anfangs ein herzliches Dankeschön für die in überwiegender Mehrzahl, positiven Beileidsbekundungen. Es hat uns sehr gefreut, wie gut und innovativ CP.24 letzten Endes im Gedächtnis bleiben wird. Vielen Dank! Aber auch außerhalb des CyberBloc wurde die Nachricht registriert, zahlreiche Blogs berichteten über das Ereignis. Folgend ein kleines Blog-Monitoring…
Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit zu wahren, habe ich einige Reaktionen herausgepickt. Interessant hierbei zu sehen, dass aus meinem Essay je nach Blog, verschiedene Teile und Sichtpunkte herausgegriffen wurden. Andreas Rodenheber, ein langer und treuer Leser des CyberBlocs und Mitautor des Werbebloggers, geht in seinem Artikel vor allem auf die Problematik der klassischen Werbung auch in Zeiten von Web 2.0 ein.
In dieselbe Presche schlägt Uwe Werner, alias der Teddykrieger, der bemerkt, dass ein vernünftiges Werbebudget unabdingbar für den Erfolg ist. Michael Jung, ebenfalls ein treuer Weggefährte unterstreicht im e-commerce-blog die generelle Problematik des Woot!-Konzeptes und mit ihm die Gefahr eines allgemeinen Hypes.
Nicht fehlen darf natürlich der Robert, er greift sich im Besonderen mein persönliches Fazit heraus, und fasst die Hauptgründe kurz zusammen. Er traut mir zu, in absehbarer Zeit CEO eines noch zu findenden Unternehmens zu werden, nun ja ;-]. Aufschlussreich waren bei ihm die Kommentare, die im Gegensatz zur allgemeinen Tendenz eher etwas negativ bzw. pessimistisch ausfielen. Der Grund liegt darin, dass die entsprechenden Kommentatoren sich mit CP.24 nicht wirklich beschäftigen konnten und nur zufällig über die Meldung stolperten, eine abschließende, objektive Meinungsbildung fällt da schwer.
Sicherlich kennen die Veteranen der New Economy noch die Website Dotcomtod. Wer hier nicht gelistet war, gehörte eigentlich nicht dazu. Wenn es ein Klatschbrett über diverse Interna gab, dann war es Dotcomtod. Dotcomtod war dann im Jahre 2004 zwar selber tot, kam jedoch als BooCompany zurück. Auch hier fanden wir nun Einzug, Lanu zollte uns Respekt bezüglich der stilvollen Art und Weise unseres Endes. Im persönlichen Blog von ihr (ihm) kam dann noch eine weitere Geschäftidee ins rollen, wir sollten demnächst ein Bestattungsunternehmen für zukünftige Web-2.0-Pleiten entwickeln (siehe Kommentare). Eigentlich keine schlechte Idee, denn gestorben wird bekanntlich ja immer. Generell wurde die offene und transparente Weise gelobt, z.B. auch hier.
Auch die nun ehemalige Konkurrenz war voll des Tributes über unseren kultivierten Abgang. So zollte uns der Pate höchstpersönlich seinen Respekt und bietet sich natürlich selbstlos an, die Witwen und Waisen von Cyberport.24 zukünftig zu versorgen ;-]. Aber auch bei Handelskraft (stehen hinter Preisbock) fand man nette Worte über uns.
Ferner möchte ich mich noch bei allen anderen bedanken, die ich hier nicht extra namentlich erwähnte, ebenso freute ich mich über die vielen lieben, persönlichen E-Mails und Benachrichtigungen über Xing. Euch allen, einen herzlichen Dank für die tröstenden Worte.
Zusammenfassend kann man sagen, dass wir wohl mehr gestärkt aus der Sache herausgehen. Weitestgehend bestand die Meinung: die Idee ist gut, jedoch die Welt bzw. Cyberport.de noch nicht reif dafür. Dafür legten wir die Messlatte höher, wie man auf eine richtige, offene Art und Weise ein Projekt beendet. Als Ergebnis haben wir sicherlich eher einen Imagezugewinn zu verzeichnen als das Gegenteil.
In diesem Sinne, bleibt dran wenn es wieder heißt: Neuigkeiten aus dem Web-2.0-Büro von Cyberport!
Update: Auch die klassischen Online- bzw. Printmedien werden langsam aufmerksam, so z.B. die Internet World Business. Schöner Artikel, trifft es auf den Kopf.








