Der „Spurlos“-Browzar?

von denis-bartelt

· 1 min Lesezeit

Surfen ohne History, Cookies und Co.

In letzter Zeit gab es heiße Diskussionen um die Nutzung von Daten, die Seitenbesucher durch ihren Besuch auf Webseiten hinterlassen und ggf. auf ihrem eigenen Rechner unwissendlich speichern. Der Fall AOL ging durch die Presse.

Image: The two Browzar skins

Ein neues Browser-Projekt soll dem Einhalt gebieten.

Ajaz Ahmed ehemaliger Gründer von Freeserve einem britischen Internet-Service-Provider bringt als Alternative einen Browser heraus, der angeblich keine Spuren hinterlassen soll. Das Projekt Browzar ist auf allen Systemen verfügbar. Auf dem Windows-PC nutzt es die Internet Explorer Engine und ist mit 250kb wirklich winzig und schnell geladen. Es gibt ihn mit 2 Themes (silber und schwarz).

Das schöne an ihm ist, er kommt wirklich nur mit der Grundausstattung, hat aber Räder und Lenkrad (Suche und Popup-Blocker sind dabei)!

Also einfach mal ausprobieren!
http://www.browzar.com/

PS.: der Browser funktioniert auch „on the go“, heißt ist ohne Installation vom USB-Stick startbar.

Ergänzung vom 2.09.06 Um die Diskussion (siehe Kommentare) nicht weiter in die falsche Richtung laufen zu lassen, hier noch ein paar Anmerkungen: Der Browzar will und kann nicht spurlos durchs Internet surfen. Was er aber kann, und das ist sein Ziel: er soll auf dem Rechner auf dem er benutzt wird, auf einfache Weise „Standard-Spuren“, wie die die History eines Browser und Cookies verhindern. Und das schafft er, weil er diese Funktionen gar nicht anbietet. Das man dies bei anderen Browsern auf die ein oder andere Weise auch verhindern kann, steht außer Frage. Nur, wer machts dann wirklich? Dort ist es eine Frage der Usability. Also im Internet-Café, an der Uni, der Browzar auf dem USB-Stick – eine gute Sache. Um mehr geht’s hierbei nicht.

Kommentare

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Gepostete Kommentare

01.09.2006, 12:22 Uhr

Interessantes Projekt und schick obendrein. Vielleicht sind ja demnächst noch Tabs und wenigstens ein kleines Favoriten-Dropdown drin. Danke für den Tipp! PS: Dieser Kommentar wurde übrigens per BrowzarBlackWin.exe erstellt... ;)

Denis Bartelt 01.09.2006, 12:35 Uhr

hm, ich glaube fast... der bleibt so naked... weil auch favoriten schon aussagekräftig sind.. mal sehen...

Falko 01.09.2006, 13:34 Uhr

Sowas sollte es mal auf der Basis vom Firefox geben, da würd ichs dann auch benutzen.

jo 03.09.2006, 00:28 Uhr

Ach, der hinterlässt keine Spuren? Nicht einmal die eigene IP-Adresse im Logfile der besuchten Webserver? Und der eigene Provider bekommt auch nicht mit, wo man so rumsurft? It's magic! BULLSHIT! Aber das verspricht die Software auch gar nicht. Sag mal Denis, hast du den Hauch einer Ahnung von dem Thema? Mal ganz abgesehen davon, dass man dem Ding wohl allein schon durch die Nutzung der IE-Engine einiges unterschieben kann? Falko: Was der "Browzar" verspricht, bekommt man bei Firefox durch beherztes gleichzeitiges Drücken der Tasten CTRL+SHIFT+DEL (Achtung, das löscht auch evtl. gespeicherte Logins/Passwörter!). Serienmäßig.

Denis Bartelt 03.09.2006, 09:15 Uhr

@jo Augen auf! Um Spuren im Web ging es gar nicht, sondern um Spuren auf dem PC, die dann ggf. von Dienstleistern der Seiten ausgelesen werden. Und das zu reduzieren oder zu verhindern, war/ist Anspruch des Projektes. Was in der IE Engine noch drin steckt, bleibt aussen vor, das wissen nur wenige. Also JO - von wegen BULLSHIT! - vielleicht war da einfach Dein Wunsch Vater der Gedanken, die zu viel in meine Überschrift reininterpretierten ließen. Sorry, dass die Software dem nicht standhalten kann. Die Sache ist eben auch weit komplexer. Übrigens liefern wir unseren Kunden Internet Services (wie Webhosting), das unterstützt nicht gerade Deine "Hauch von Ahnung" Theorie. Um Deiner Verwirrung genüge zu tun, könnte man die Überschrift auch in Anführungstriche setzen. Oder Du liest einfach die Subline nochmal... ;-) Und ich glaube dem Falko ging es auch eher um die Smartheit der Lösung ... und da simmer im Firefox ja weit von entfernt.

dirk 03.09.2006, 16:13 Uhr

Hallo Denis, leider muss ich Jo rechtgeben! Denn die paar Sätze, die du über das Projekt verlierst legen wirklich die Vermutung nahe, dass dieses Tool die Privatsphäre der Surfer deutlich stärkt. Du schreibst ja nicht mal, was das Teil wirklich kann: "(...) als Alternative (kam) ein(en) Browser heraus, der angeblich keine Spuren hinterlassen soll." Wo das Teil angeblich keine Spuren hinterlässt schreibst Du nicht, gehst aber am Anfang des Artikels auf die eingeschränkte Privatsphäre im Internet ein. Dass es Dir nur um die Daten geht, die auf dem Rechner gespeichert bleiben wird im Artikel absolut nicht deutlich. Abgesehen davon ist doch die Datensammelwut von Staaten und Großkonzernen das Problem und nicht die Spuren auf dem heimischen Rechner. Wer es nicht hinbekommt Cookies, Cache und Chronik nach einer "geheimen" Sitzung zu löschen, der kommt auch nicht auf die Idee nach dieser Software zu suchen. Wie Jo schon richtig angemerkt hat ist es sehr ironisch, dass das ganze ausgerechnet auf dem IE aufsetzt, der für seine Unsicherheit bekannt ist. Fazit: unnötiges Produkt und unnötiger Artikel. Sorry für die harten Worte, aber ich halte es für problematisch dem Laien einen scheinbaren Schutz der Privatsphäre vorzugaukeln, der den Kern des Problems nicht mal ansatzweise trifft. Gruß, Dirk. PS.: Nur weil jemand Autos verkauft kann er deren Technik noch lange nicht erklären oder sie reparieren!

jo 03.09.2006, 16:28 Uhr

Denis, du hängst deine News explizit an den Fall AOL. Bei AOL wurden Suchanfragen veröffentlicht, also "Daten, die Seitenbesucher durch ihren Besuch auf Webseiten hinterlassen". Konkret waren es iirc die leicht veränderten Logfiles der AOL-Webserver. Und da hilft dir der Browzar nunmal gar nicht, da kann er keinen "Einhalt gebieten". Dass er keine Daten speichert, die User sonst bzw. "ggf. auf ihrem eigenen Rechner unwissendlich speichern", wie du im anschließenden Nebensatz selber relativierst: geschenkt. Das können Firefox und Opera eben schon ziemlich lange. Was am Browzar smarter sein soll, sehe ich ehrlich gesagt nicht. Ist eine reduzierte Oberfläche für einen im Zusammenhang mit Sicherheit und Privacy reichlich ungeeigneten Browser. Das sieht evtl. schick aus, ist aber ungefähr so smart wie eine Burg oder Stadtmauer auf einem unterhöhlten Haufen Sand zu bauen ,)

Denis Bartelt 04.09.2006, 17:56 Uhr

Die Standpunkte sind offenbar verschieden! Hier gibt's mehr dazu ... http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060904016

Sven Kaulfuß 06.09.2006, 21:04 Uhr

Just for info: Nach massiven Spamangriffen auf diesen Artikel, schliesse ich erstmal den Artikel. Viagra-Spamer und andere minderwertige Existenzen auf diesen Planeten verr...o man, ich reg mich wieder auf. So, automatisierter Spam-Schutz kommt erstmal ganz oben auf die To-Do List.

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