Das Netbook ist tot, lang lebe das Smartphone!

von joerg-pittermann

· 4 min Lesezeit

Wohin die Reise geht…
Die Gerüchteküche brodelt schon lange, wann und ob Apple ein Netbook auf den Markt bringt, denn in den letzten Monaten war das Netbook eine der gefragtesten Gerätklassen und es verging kaum ein Tag wo sich nicht ein weiterer Hersteller in den erbarmungslosen Kampf um verschwindend geringe Marktanteile gestürzt hat. Apple selber nimmt traditionell zu Gerüchten keine Stellung, aber in einer der letzten Analysten-Telefonkonferenzen soll sich der Chief Operation Officer (COO) von Apple, Tim Cook zu dem Thema Netbook wie folgt geäußert haben. Zum einen habe Apple kein Interesse an Netbooks und zum anderen: „When I look at netbooks, I see cracked keyboards, terrible software, junky hardware, very small screens“. („Wenn ich auf Netbooks schaue, dann sehe ich kaputte Tastaturen, schreckliche Software, schlechte Hardware und sehr kleine Bildschirme.“ [freie Übersetzung der Redaktion])
„It’s just not a good consumer experience and not something we would put the Mac brand on…it’s not a space as it exists today that we are interested in, nor do we believe that customers in the long term would be interested in. It’s a segment we would choose not to play in. That said, we do look at the space and are interested to see our customers’ respond to it. People that want a small computer so to speak that does browsing and e-mail, might want to buy an iPod Touch or they might want to buy an iPhone. And so, we have other products to accomplish some of what people are buying netbooks for and so, in that particular way we play in an indirect basis.“

(„Es ist keine Erlebnis für den Konsumenten und nichts auf was wir die Marke „Mac“ verschwenden würden…wir haben daran kein Interesse und wir glauben auch nicht, dass Konsumenten langfristig daran interessiert sein werden. Es ist ein Segment in welchem wir nicht mitspielen werden. Wir haben uns das Segment angeschaut und wir haben uns die Rückmeldungen unserer Kunden zu diesem Thema angeschaut. Kunden die einen kleinen Computer fürs Surfen und für E-Mails haben wollen können sich einen iPod oder ein iPhone kaufen. Und so haben wir andere Produkte die die Wünsche der Kunden befriedigen können, die sich ein Netbook kaufen würden.“ [freie Übersetzung der Redaktion])

Und nicht Apple denkt so, sondern auch Research in Motion (RIM), die kanadische Firma die uns E-Mails auf Blackberries näher bringt. Der CO-Chief Excutive Officer Jim Balsillie hatte in einem Reuters Interview kund getan, dass RIM auch kein Interesse daran hat, ein Netbook in die Produktpalette aufzunehmen. Das einzigste Netbook an dem Balsillie Interesse hat, ist das was man sich ans Ohr halten kann oder am Gürtel befestigen kann. Sprich ein Blackberry. Auch größere Geräte haben sich nicht durchsetzen können. Balsillie weiter:

„These devices don’t work, at the end of the day what we’ve really found is that if [customers] can do it on a BlackBerry that’s what they’ll want.“

(„Die (großen) Geräte funktionieren nicht, am Ende haben wir rausgefunden, dass der Blackberry genau die Funktionalität liefert die die Kunden wollen.“ [freie Übersetzung der Redaktion])

Natürlich könnte man auch sagen, dass die beiden Hersteller sich einfach nicht in den (übervölkerten) Markt trauen und nicht zurechtkommen mit dem beinharten Konkurrenzkampf. Aber das ist ein bisschen zu kurz gedacht. Zum einen haben beide Firmen neue Marktsegmente geschaffen und die Konkurrenz erfolgreich verdrängt, ohne dass sie sich in einem Preiskampf einlassen mussten – in beiden Fällen gibt es fanatische Anhänger die die Funktionalität mit Freude zahlen – und zum anderen waren beide Firmen immer dem allgemeinen Trend voraus. Die aktuellen Netbookzahlen sehen noch gut aus – auch wenn allgemein die Computerhersteller zum einen unter der Wirtschaftsflaute und zum anderen auch unter dem vermehrten Einsatz von Netbooks leiden müssen. Die Menschen, die heute ein Netbook kaufen, sind keine Early-Adopter mehr, sie freuen sich ein billiges Notebook zu kaufen und fordern in gleichen Maße auch mehr Leistung, Festplattenplatz und größere Displays, damit sie dann doch wieder alles mit dem Netbook machen können was sie auch vorher auf dem „großen“ Computer gemacht haben. Bloß halt für weniger Geld. Die Uridee des Netbooks ist vollkommen verwässert und verblasst von Tag zu Tag mehr, wer erinnert sich hier noch an das Asus EEE PC 701? Irgendwann werden sich die Menschen wieder nach etwas kleineren Umschauen, denn das Netbook ist dann doch nicht die Rätsels Lösung um mal eben schnell zu surfen, Facebook zu checken oder E-Mails abzurufen. Dafür ist es zu schwer und zu langsam. Hier bieten Apple und RIM die idealen Geräte für diesen Anwendungszweck. Und wir haben noch nicht mal Sommer und die neuesten Apple- und RIM-Errungenschaften für das Weihnachtsgeschäft 2009 sind noch nicht vorgestellt. Die anderen Anbieter haben dann wieder das Nachsehen und werden sich, wie damals beim Netbook, mit aller Gewalt in die Marktlücke drängen wollen – werden dann aber kläglich scheitern, weil sie nicht die Software, nicht das Betriebssystem und das Knowhow im Energie-Management haben um die kleinen Touchscreen-Devices zu befeuern. So gut Google Android ist, momentan und auch in der nächsten Zeit kann es sicherlich nicht mit RIMs OS oder dem iPhone OS mithalten. Da haben RIM und Apple zuviel Entwicklungsvorsprung, eine zu starke Kundenbasis und genug Apps um erfolgreich auf dem Markt zu bestehen.

Ich selber war auch immer knapp davor ein Netbook zu kaufen, aber unterm Strich fahre ich mit einem Blackberry, einem 14 Zoll Notebook für die Arbeit (was bald von einem Macbook Pro oder Air der Generation 2010 abgelöst werden soll) und einem iPod der neuen Generation (hoffentlich mit Displayport und der Option ein 10 Zoll Display zu wählen) deutlich flexibler als mit einem Gespann aus 14 Zoll Arbeitscomputer und separaten Netbook für das Tippen und Surfen unterwegs. Und ich weiß ich bin nicht alleine.

Kommentare

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Gepostete Kommentare

HerrK 20.05.2009, 13:47 Uhr

Der Preis ist entscheidend! Wenn die Hersteller den Preis aktueller Netbooks irgendwo Richtung 200 - 250 EUR bringen würden, wären die Dinger sicherlich auch eine super Office-Anwendungen-Alternative bzw. gut geeignet für Einsteiger. So frage ich mich immer, wieso ich für 50 EUR mehr schon ein vernünftiges 15" Notebook mit 2 GB RAM, vollwertiger Tastatur, DVD-Laufwerk und mehr Festplatte bekomme.

Yu 20.05.2009, 14:04 Uhr

Was ich will: Ein 4h im WLAN/UMTS-Betrieb mit idealerweise höchstens 1.5kg und am besten einem Preis unter 1000€ da mich so ein Gerät im Rucksack sonst stresst. Am besten noch so ein 3qi-Display (ja, ist nur bis 10" geplant, leider...), damit es zugleich als e-reader taugt für PDF-Skripten etwa. Was es gibt: - Netbooks, derzeit alle nicht gaming-tauglich, NNetbooks dabei mit gerade BISSCHEN zu kleinem Bildschirm für langfristig produktives Arbeiten und BISSCHEN zu wenig Leistung. - SUbnotebooks, die zwar mehr Leistung bringen, mir aber schon wieder zu viel Gewicht und gaming-tauglich sind sie von der Grafiklösung her auch nicht. - Convertible-Notebooks, die mir einfach zu teuer sind. - Notebooks, die mir fürs mobile Arbeiten einfach zu schwer sind. Was möglich wäre: - Note/Netbook als Convertible umgesetzt mit NVidia ION und, um meiner Antipathie gegen Surrgeräusche entgegenzukommen, SSD (vielleicht e-Sata für Gamingtaugliche Datenraten zu externen HDDs), Pixel-Qi-Display wenigstens bis 10". Mir ist ehrlich egal, ob die Netbooks am Markt bleiben, aber sie haben einen Trend ins Laufen gebracht, durch den die Chancen auf mein Traumgerät endlich von 0 verschieden sind.

Joerg Pittermann 20.05.2009, 15:05 Uhr

@HerrK: Der Preis ist sicherlich auch ein Entscheidungskriterium, aber wie man bei Apple sieht nicht das absolute Entscheidungskriterium. Da gibts halt die Apple Tax. Und über die Nutzungszeit relativiert sich der Preis schon. @Yu: Zu der Gaming-Geschichte kann ich nichts sagen, aber ich hab selber einen iPod Touch bzw. ein iPhone gehabt - fürs spielen unterwegs wirklich gut. Am Computer zocke ich nicht mehr, da könnte ich mir, wenn ich den Wunsch hätte eine Xbox360 oder PS3 mit Plasma und oder HD-Videobeamer vorstellen. Aber den Wunsch habe ich nicht. Ordentliche Grafikleistung brauche ich nur noch für Maya und Co.

PeterG 21.05.2009, 18:18 Uhr

Hi, mir scheint das von beiden Firmen für ihr Produktportfolio und ihre Marktstellung durchaus richtig gedacht. Dennoch hat es etwas von dem Fuchs und den sauren Trauben; beide Firmen wissen einfach, dass sie in dem Marktsegment chancenlos wären (Apple des Preises wegen, der im Netbookbereich einer der entscheidenden Faktoren ist, RIM, weil sie da zu unerfahren sind). Sie argumentieren im übrigen natürlich am Markt vorbei. Die Verkaufszahlen belegen die Nachfrage nach einfachen, billigen, kleinen und leichten Geräten für unterwegs. Außerdem haben viele Verbraucher erkannt, dass sie gar kein teures Notebook mit Desktop-Leistung brauchen, wenn sie unterwegs (Garten, Sofa oder wirklich mobil) doch nur surfen und mailen. Gegenüber einem iPhone oder Blackberry sind das vom Bedienungskomfort (Display, Tastatur!) Welten! Natürlich ist die Mobilität geringer als bei Smartphones; der Bedarf entscheidet da. Wobei für ernsthaften Einsatz dann eher ein Blackberry oder ein PDA mit Windows Mobile in Betracht kommt, das iPhone ist zum ernsthaften Arbeiten wenig brauchbar, dafür zum Spielen besser geeignet. Als Ersatz für ein Net- oder Notebook sind sowohl iPhone als auch Blackberry aber nicht ernstzunehmen; das Netbook hat halt gegenüber einem Notebook den Vorteil besser Mobilität (von richtig teuren Subnotebooks mal abgesehen, die zumindest fast vergleichbar mobil sind) und gleichzeitig niedrigen Preises. Konsequent hat man also für unterwegs einen PDA für die Hemdtasche, bei stärkerer Nutzung ein Netbook in der Aktentasche und wenn man wirklich Leistung braucht, ein richtiges Notebook extra.

Joerg Pittermann 21.05.2009, 18:47 Uhr

Ich sag einfach mal, dass man langfristig denken soll. Ein iPod hat auch mal 1000 DM gekostet und war Luxus, heute ist er ein quasi ein Wegwerfartikel, wenn man mal die Relationen vergleicht. Und ein iPod oder Blackberry ist vollkommen ausreichend um sein Leben zu managen, es muss halt nur genug über E-Mail, Twitter, Facebook & Co gemacht werden. Handys und nicht Laptops bringen heute schon das Internet zu mehr Menschen als noch vor wenigen Jahren angedacht. Wer haette vor 5 Jahren gedacht, dass das iPhone so einschlagen wuerde?

PeterG 21.05.2009, 20:14 Uhr

Aehmm... "man soll langfristig denken" in einem Atemzug mit einen Beispiel für die Kurzlebigkeit der IT- und Telekommunikationsbranche ist wohl mehr als widersprüchlich. Und wer sein Leben mit Twitter, Facebook und Co managen will (email habe ich mal bewußt weggelassen, weil es zumindest möglich, wenn auch nicht ausreichend ist, darüber tatsächlich Wichtiges zu erledigen), lebt wohl eher in einer Schein- oder Parallelwelt. Die Behauptung, Handy wäre für Internetnutzung wichtiger als Notebooks ist ohnehin nicht nur aus der Luft gegriffen sondern auch falsch. Theoretisch mag das so sein, wenn man einfach die Zahl der internetfähigen Handys betrachtet. Wenn man andererseits die tatsächliche Nutzung sieht (aktuell: Jeder zweite will mit dem Handy nur telefonieren...), sieht das ganz anders aus. Der Grund liegt auch auf der Hand: Selbst auf meinem WVGA-Display mit 800x480 Pixeln auf 3,8" ist Surfen nur als Behelf akzeptabel (und die Masse der Handys bietet weit weniger), wenn die Mobilität die Mitnahme eines komfortableren Geräts nicht ermöglicht. Für Mail ist das ok und für die Selbstentböß(d)und in Facebook, Twitter etc. braucht man auch nicht mehr, aber für produktives Arbeiten ist schon ein Netbook ein Quantensprung.

Joerg Pittermann 21.05.2009, 20:27 Uhr

@PeterG Fuers langfristig denken habe ich das Beispiel iPod angeführt. Bestes Beispiel. In weniger als 8 Jahren vom Luxusartikel zum Wegwerfartikel. Auf die Diskussion zu Facebook & Co lasse ich mich nicht ein - aber das geht. Das sei mal so gesagt sein. :-). Ich hätte auch noch SMS anführen können. Handy vs. Notebooks. Internet besteht Informationen und nicht aus bunte Flash-Animationen. In Ländern wie Afrika und Asien (Indien, Bangladesh etc) gibts keine Landlines, keine Computer. Aber billige Nicht-UMTS Handys über die man Informationen austauschen kann. Das ist auch Internet. Und Mengenmässig sind uns die Menschen dort überlegen, also stimmt die Annahme schon. Nicht immer nur auf den reichen Westen schauen ;-) Für produktive Arbeiten bekomme ich ein Firmennotebook gestellt bzw. hab als Selbstständiger mein eigenes Notebook. Für den Rest reicht auch ein iPhone/iPod/Blackberry Device. Sehe ich bei mir und bei vielen anderen Menschen auch. ;-)

PeterG 21.05.2009, 21:01 Uhr

Die Frage ist, wie man Internetnutzung definiert. Für email z. B. reicht jedes internetfähige Handy. Für Twitter und ähnlich unproduktives Zeugs fast jedes. Sobald es darüber hinausgeht, wird es unkomfortabel bis unbrauchbar, selbst auf einem dafür eigentlich leistungsfähiges Smartphone. Die Annahme mobile Internetnutzungn sei per Handy häufiger ist unbelegt und m. E. allenfalls für Mail glaubwürdig. Notebook ist schön; wieso verkaufen sich dann aber die Netbooks wie blöd? Genau aus den von mir genannten Gründen, ob Apple und RIM das nun wahrhaben wollen oder nicht. Ich höre in der Argumentation, die an der Marktrealität vorbeigeht deutlich das "wenn wir das nicht anbieten können/wollen, müssen wir es wenigstens schlechtzureden versuchen" raus. Ich habe auch keine Lust, ein 2,5 kg oder mehr Teil mit Laufzeiten von 3 Stunden mitzuschleppen, wenn ich auch ein kleines 1,2 kg Teil (für das ich nicht mal eine Aktentasche brauche sondern sogar in meine Dokumentenmappe passt) mit 8 Stunden Laufzeit nehmen kann, das weniger als die Hälfte kostet und alles kann, was unterwegs benötigt wird. Klar, wenn man unterwegs Ego-Shooter spielen, Videos konvertieren, 3D-Animationen rendern oder sonstige rechenintensive Dinge tun will oder muss, ist ein Netbook ungeeignet. Vielen Leuten reicht es aber offenbar, weil sie diesen Bedarf nicht haben. Und ich bin dankbar, dass ich neben Smartphone und ausgewachsenem Notebook noch ein kleines Teil für unterwegs habe, das einen guten Mittelweg darstellt und mir in sicherlich 80% der Zeit das Mitschleppen des großen Koffers erspart, auch wenn ich darauf eben nicht ganz verzichten kann.

Joerg Pittermann 21.05.2009, 21:14 Uhr

Internet ist nichts anders als Information, unterschiedlich aufbereitet. Zur Internetnutzung per Mobile hier nur ein Ergebnis der Google Suche http://www.internetevolution.com/author.asp?section_id=697&doc;_id=173713 Und wenns keine Landlines und keine stationären Computer gibt, dann ist das Handy die billigere und einfachere Möglichkeit Informationen abzurufen, spricht das Internet zu nutzen. Egal wie unsinnig es dir erscheint. Netbooks verkaufen sich noch so gut, irgendwann sind die harten Zuwachsraten vorbei und woanders geht ein Trend los. Und der Trend wird bei den Smartphones sein, deren Vorreiter ein iPhone/iPod Touch/Blackberry/Windows Mobile/Android Device ist. Genauso wie Menschen erkennen dass ein Netbook besser ist als ein Laptop wird auch irgendwann mal erkannt werden dass ein Smartphone noch besser ist. Die Realität ist doch die: Das Internet ist in der jetzigen Form noch nicht mal meinetwegen 15 Jahre alt und hat soviel bewirkt. Und die Bewegung wird immer schneller, die Kinder von heute kennen nur noch MP3, Handy, Laptops, Internet, MySpace, Facebook, Twitter, XBox360, PS3, Ipod und was weiss ich - glaubst du die entwickeln sich nicht weiter und bleiben auf dem Stand von heute stehen? Genauso wie der Datenbestand der Menschheit, die Informationsammlung wächst werden die Möglichkeiten gegeben sein die Informationen effizienter als bisher zu verwalten und effizienter als bisher abzufragen. Ich kann via Sprache Google Suchen am meinem Blackberry machen und Tipp darauf nicht mehr rum. Die Informationen werden auf dem Display angezeigt, und zack habe ich die Antwort auf die Frage. Und das ist ja nicht das Ende. Das ist erst der Anfang an dem wir stehen.

Matthias Schleif 23.05.2009, 20:37 Uhr

Na heisse Diskussionen hier ;-) k.A. wer von euch wohl recht bekommen wird, aber daß Handys Richtung Smartphone/webphone wachsen (nicht zuletzt wegen neuerdings besserer UMTS Angebote und Verbreitung) während Notebooks Richtung Netbooks schrumpfen, seh ich schon auch so. Ob sich ein Tastatur-loses 8 oder 10 Zoll Touchpod durchsetzt ist wohl auch davon abhängig wer so was auf den Markt bringt. Abgesehen davon, daß die Jobs-Angestellten schon eine recht gute Software zusammen gezommert haben, gibt es für Produkte anderer Hersteller einfach nicht dieselbe Aufmerksamkeit. Der "haste gesehn, was Apple gestern präsentiert hat"-Effekt geht nämlich bei andern nicht, die müssen eher aufpassen, nicht zu sehr aus der Reihe zu tanzen mit ihren Produkten, denn Mißerfolge sind teuer. Als Beispiel sei hier mal das Gamer-Netbook Asus N10 genannt, daß wohl ebenso durchgefallen ist wie der Sony Vaio P...einfach zu anders und wegen des kleinen Aufpreis ein Wagnis für Kunden, daß sie offensichtlich bei Appleprodukten bereit sind, einzugehen. Für die Touchsysteme mag dieser Bonus berechtigt sein, wenn man sieht, wie smart auf dem ipodtouch gescrollt wird, etc. Für die "richtigen" Computer von Apple kann ich mir das seit dem Umstieg auf x86 nicht mehr erklären...und erklär mir jetzt bitte keiner die Vorzüge von nem Alugehäuse für geschätzte 500 Euro Aufpreis.

Joerg Pittermann 24.05.2009, 13:52 Uhr

@Matthias Nun ja, ich sehe bei den Apple Produkten kein Wagnis für den Kunden, ausser dass es immer empfehlenswert ist einen Apple Protection Plan zu kaufen. Schön sein ist halt immer etwas teuerer, wird aber auch meistens entsprechend belohnt. Und auch wenn ein Alugehäuse 500 Euro teurer ist - die Software darin bietet unterm Strich durch die Einschränkung der Use-Cases von Seiten Apples halt weniger Risiko etwas kaputt zu machen. Und das ist der Preisaufschlag, den der User auch gerne zahlt, neben dem Design und den anderen Nettigkeiten wie Image, die Apple bietet.

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