Das iPhone der vierten Generation: Die Hardware
Ein Blick auf die Technik des iPhone 4
Für alle Schnellinformierten: Das neue iPhone 4 kommt mit iOS 4 ab 24. Juni nach Deutschland, den USA, Frankreich, England und Japan. Ab Juli wird es dann auch u.a. in Italien und Belgien zu finden sein. Es gibt zwei Versionen: 16 GB und 32 GB – jeweils in schwarz und weiß. Preise sind in Deutschland noch keine bekannt, in den Staaten hingegen kostet es 199 Dollar bzw. 299 Dollar. Das iPhone 3GS wird das Einsteigermodell – Kostenpunkt 99 Dollar. Das neue iPhone 4 hat ein besseres Display, einen schnelleren Prozessor (A4 wie beim iPad) und eine stärkere Batterie. Das Softwareupdate für ältere Geräte gibt’s ab dem 21. Juni. Nun jedoch für die Wissbegierigen: Steve Jobs hat diesen Montagabend auf der hauseigenen Developer Konferenz WWDC, das neue iPhone 4 vorgestellt. Die Preise und Verfügbarkeiten habe ich bereits oben genannt, aber solange uns noch keine endgültigen, europäischen Konditionen zur Verfügung stehen, ist es müßig über die hiesige Preisgestaltung zu spekulieren. Wichtiger sind da doch zunächst die harten Fakten der Hardware, die ich im folgenden Artikel unter die Lupe nehme.
Design
Dünner, eckiger – iPad-Like. So kann man das neue iPhone 4 wohl am besten beschreiben. Mit nur 9.3 mm „Dicke“ ist das iPhone laut Steve Jobs eines der dünnsten Smartphones der Welt. 24 Prozent dünner als das alte iPhone. Das Gehäuse des neuen iPhones besteht nur noch aus Glas und Edelstahl, der Edelstahl dient als Rahmen und ist gleichzeitig die Antenne für UMTS, GSM, Wifi, Bluetooth und GPS. Hiermit möchte Apple der Empfangsschwäche des iPhones entgegentreten. Die Verarbeitung des iPhone 4 soll außergewöhnlich hoch sein – was ich auf jeden Fall unbesehen glaube. Das Glas wird sicherlich über alle Maßen kratzfest und robust sein. In dem Gehäuse selber gibt es eine Front-Kamera, eine
normale Kamera mit LED Flash, ein 3,5-mm-Headset-Jack und ein zweites Mikrofon, mit dem Apple die Hintergrundgeräusche während eines Gesprächs eliminieren möchte.
Display
Das Display mit IPS-Displaytechnik (In-Plane-Switching) hat eine Auflösung von 960 x 640 Pixel – dies sind vier Mal so viele Pixel wie bisher, dies bei einer gleichbleibenden Displaygröße von 3,5 Zoll. Der Kontrast soll bei satten 800:1 liegen. Vergleicht man die Auflösung des iPhones 4 mit der Auflösung von Mitbewerbermodellen, so kommt das iPhone 4 auf 326 dpi, das Nexus One auf 252 dpi und das Motorola Milestone auf gerade mal 268 dpi. Das Display – Apple nennt es Retina – soll einen Standard für die kommenden Jahre setzen. Das iPhone OS 4 (ab jetzt nur noch iOS 4 genannt) soll Apps mit einer geringeren Auflösung in absoluter schärfe anzeigen, ohne dass der Entwickler etwas daran verändern muss.
Laufzeit und Geschwindigkeit
Der Akku ist größer und der Prozessor ist bereits aus dem iPad bekannt: Der A4 mit 1 GHz. Zusammen mit dem iOS 4 soll man bis zu 10 Stunden Videos abspielen und im WLAN surfen, 40 Stunden Musik-Playback sind ebenso möglich. Die Sprechzeit im UMTS Netz soll bis zu sieben Stunden betragen, im Standby soll das iPhone 4 bis zu 300 Stunden durchhalten. Auch wenn man jetzt vielleicht spöttisch lacht – inzwischen kann Apple die Akkulaufzeiten ziemlich gut bestimmen, will heißen die Werbeangaben sind der Praxis durchaus zutreffend.
Technik
Die Technik hinter dem iPhone 4 ist schnell erklärt. Quadband, HSPA mit 7.2 Mbit/s down und 5.7 Mbit/s up. Dazu natürlich noch GPS, Wifi, Bluetooth, ein Beschleunigungssensor und ein 3-Achsen-Gyroskop. Übrigens braucht man eine Micro-SIm, dazu morgen mehr von mir.
Kamera
Die Kamera hat mehr Megapixel (fünf anstatt drei) und zusammen mit einem LED-Blitz und einem hintergrundbeleuchteten Sensor soll die Bildqualität in dunkleren Umgebungen wesentlich verbessert werden. Die gezeigten Fotos während der Keynote sahen auf jeden Fall durchaus gut aus. Bei solchen Details ist Apple immer wirklich akkurat und korrekt, wesentlich korrekter als andere Firmen. Ein Highlight wird übrigens noch die HD-Videofunktion sein – hier werden Filme in 1.280 x 720 Pixel mit 30 Frames in der Sekunde aufgezeichnet. Highlight der Keynote am Ende (one more thing) war übrigens die Nutzung der Front-Kamera für eine „Face-Time“ für ein Videocall zwischen zwei iPhones im WLAN-Netz.
Fazit
„Das ändert alles. Wieder einmal“. Mit diesem Claim geht Apple in die Offensive. Ich kann dem durchaus zustimmen, die Hardware hört sich verdammt gut an und ich werde sicherlich im Juli auch wieder unterwegs sein um mir eins zu kaufen. Aber dank der raschen Entwicklung im Smartphone-Markt sind ein paar Wünsche offen geblieben die Apple in der Keynote nicht hat stopfen können. Vielleicht ändert sich da noch was mit dem iOS 4, schauen wir einfach mal. Wünsche und Bedürfnisse sind halt geweckt.
PS: Soweit mein Artikel zur reinen Hardware des neuen iPhone 4. Ansgar wird später noch einen weiteren Artikel veröffentlichen, der sich vor allem der Software-Seite widmen wird.








