Das erste Wannabe-iPad: Offizielle Vorstellung des WePad

von joerg-pittermann

· 1 min Lesezeit

Alternative zum Apple-Tablet
Mit dem iPad erwartet uns dieses Jahr auch eine große Flut von neuen und vielleicht auch interessanten Webtablets – Dell, Lenovo und Co hatten bereits schon um den Jahreswechsel die ersten Prototypen gezeigt, aber mit weiteren Ankündigungen und Vorstellungen brav und artig gewartet bis Apple schliesslich das iPad ankündigte. Auch in Deutschland hat sich nun, nach vorheriger Ankündigung (siehe auch den Bericht von Matze), die in der Gründung befindliche WePad GmbH (ein Joint Venture von neofonie und 4tiitoo) aus der Deckung gewagt und am gestrigen Montag in Berlin die deutsche Alternative zum iPad erstmals vorgestellt. Das WePad (was sicherlich im englischsprachigen Ausland ein „Name-Rebranding“ erfahren wird) ist laut den Machern eine offene Distributionsplattform für Online-Inhalte und Plattform zum Couchsurfing.
Natürlich ist das WePad auch kein iPad-Killer, sonderlich lediglich eine Alternative zum Apple-Tablet. Das 850 Gramm schwere WePad läuft mit Linux und soll Flash unterstützen, ebenso wie die Adobe Entwicklungsumgebung Air – hiermit soll Multitasking und Multimedia realisiert werden. Weitere technische Daten lauten 16 GB Speicher in der Basisversion, dazu noch WLAN. Die größere Variante ist mit 32 GB Speicher, UMTS und GPS ausgestattet. Weiterhin sollen alle WePads zwei USB-Schnittstellen, einen SDHC Kartenleser und eine Webcam besitzen. Preislich sind die WePads unterhalb des iPads angesiedelt (449 und 569 Euro) – wobei zu berücksichtigen ist, dass die europäischen Preise fürs iPad von Apple noch immer nicht bekanntgegeben worden sind.


Vorstellung des WePad in Berlin, Video von Golem.

Die Distributionsplattform WePad soll verlagsfreundlich sein und so den Medienpartnern wie z.B. Gruner + Jahr die Möglichkeit geben, Kunden direkt und ohne den Umweg über Apple mit News zu versorgen – gegen Geld versteht sich. Laut den Machern soll es bereits Vorbestellungen zum WePad in der Größenordnung von 20.000 Einheiten geben (bzw. besser gesagt Interessenten-Bekundungen, denn offiziell vorbestellt kann erst ab den 27. April werden) , ab dem Spätsommer soll dann das Tablet auch tatsächlich ausgeliefert werden (kleinere Stückzahlen im Juli, Massenmarkt im August). Harren wir der Dinge die da kommen und ziehen dann, wenn ein Vergleich zum iPad möglich ist, unsere Schlüsse.

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