Brickfilms all over
Dave Lennie und Andy Boyer, so heißen sie, die Pioniere des Brickfilms – von per Stop-Motion-Technik erstellten Filmclips also, deren Hauptakteure Lego-Figuren sind. Bereits Mitte der 1980er legten die Beiden den Grundstein für eine weltumspannende Brickfilm-Szene, die seit 2005 sogar ihr eigenes Festival, die sog. „Steinerei“, besitzt.
Wer nach Ausführlichem zum Thema verlangt, sei auf Karin Wehns hervorragenden Artikel „Brickfilms: Lego in Bewegung“ verwiesen. Angemerkt sei aber, dass die Brickfilms zwar bis zu einem gewissen Grad Salonfähigkeit beweisen – nicht zuletzt durch den Brick-Fußball-Klassiker „Die Helden von Bern“ und seit neuestem durch die Lego-Doku-Soap „Helden 06“. Dennoch existiert auch hier eine Underground-Szene, die ob ihres Hangs zu Satire, Splatter und Semiprofessionalität von der Firma Lego (offiziell) wenig Beachtung erhält.
Halb so wild, möchte man meinen, denn Clips wie die legendär Kubrik-Parodie „One: A Space Odyssey“, der Lego-Noir-Klassiker „Psycho“ oder blutrünstige Schocker wie etwa das „Lego Chainsaw Massacre“ sprechen für sich!
Zudem findet sich unter www.brickfilms.com die größte internationale Brickfilm-Seite, auf der Aberhunderte Filmchen zum kostenlosen Download bereitstehen (zumeist QuickTime, Real- oder Windows-Media). Zu jedem Clip existiert eine Kurzbeschreibung, jeder Neuzugang wird auf der Startseite platziert, und nicht zuletzt können Newbies wie Fortgeschrittene Erfahrungen und Tipps per Forum respektive Tutorial tauschen.
Die „latest submission“ nennt sich übrigens „iTater“ – ein 35-sekündiger Clip im Realmedia-Format, der, wie kann es anders sein, den iPod feiert…









