Boot Camp 1.1 im Kurztest
Windows kann jetzt auch sehen…
Das passt ja wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: Apple stellt Boot Camp in der Version 1.1 vor. Ich erinnere beiläufig kurz an das morgige Kundenseminar bei uns hier im Store. Meine Wenigkeit widmet sich unter anderem natürlich auch Boot Camp, Erfahrung haben wir ja bereits. Natürlich kann man seinen Kunden keinen alten Kaffee einschenken, also MacBook geschnappt und los ging es.
Das kleine Schwarze aus unserem Park-Cast verbrachte die letzten Wochen hier bei uns im Store, mittlerweile gab es laut Aussagen der Kollegen Probleme mit dem Boot-Vorgang. Ok, machen wir es platt und nutzen die Gelegenheit, Version 1.1 von Boot Camp zu installieren.
Folgende Neuerungen soll es geben:
– Unterstützung Mac Pro
– einfachere Partitionierung
– Installation von XP auf jede interne Platte
– Unterstützung der iSight
– eingebaute Mikros funktionieren
– rechte Maustaste wird simuliert
– weitere Tastenunterstützung (Delete, PrintScreen, NumLock, ScrollLock)
Eine ganze Menge, satte 202 MB, beansprucht das Packet. Für eine saubere Installation stelle ich zunächst mittels Boot-Camp-Assistenten das Start-Volume als Einzel-Volume wieder her, mit andern Worten, Windows wird erstmal entfernt.
Das funktioniert soweit auch ganz gut. Danach mache ich mich an die Partitionierung des Systems, folgende Neuerung ist ersichtlich (gleichmäßig teilen und bei mir: 32 GB verwenden):
Ich entscheide mich für eine 20 GB große Partition und bekomme im Anschluss folgende Meldung:
Na wunderbar, ich weiß nur, dass meine Platte definitiv im Journaled File System formatiert ist. Starten wir den Boot-Camp-Assistenten erneut, jetzt funktioniert es, ich habe in diesem Zusammenhang allerdings die Standardgröße von 5 GB so belassen.
Nach der Installation der Treiber-CD überprüfe ich Teile der neuen Funktionen. Anfangs die rechte Maustaste. Folgendes Prozedere ist einzuhalten: Rechte Apfeltaste, danach Mausklick! Es klappt, für MacBook-Besitzer unterwegs, ohne angeschlossene Mehrtastenmaus, sicherlich nützlich. Als nächstes der Test des internen Mikros. Den beiliegenden Windows-Audiorecorder gestartet und kurz einige Sekunden aufgezeichnet. Wunderbar, auch das funktioniert, auch wenn ich der Meinung bin, trotz maximaler Lautstärke ist das Ergebnis nicht sonderlich kräftig zu vernehmen. 
Die eingebaute iSight verrichtete unter Windows bisher ein Schattendasein. Apple wollte dies mit den neuen Treibern ändern. Nehmen wir den mitgelieferten „Windows Movie Maker“ zur Hand und überprüfen dieses Versprechen. Siehe da, die iSight wird erkannt und alles arbeitet tadellos.

Schön zu sehen, dass Apple an Boot Camp unentwegt weiterarbeitet. Bis zum Leoparden ist zwar noch ein wenig Zeit, aber schon jetzt macht Boot Camp immer mehr einen guten Eindruck. Zumindest, wenn man Windows benötigt. ;-)








