Avatar: anonymes Bestriebssystem für den Browser
Spätestens seit der NSA-Affäre dürfte das Surf-Vergnügen für einige getrübt sein. Zumindest geht es mir so, denn ich werde oft das Gefühl nicht los, mir würde jemand über die virtuelle Schulter schauen.
Zwei Finnen wollen dem Internet nun wieder Privatsphäre verleihen und tüfteln mit Avatar an einem Betriebssystem für Browser, das sämtliche Überwachungen unterbinden soll. Damit sich von vorn herein keine groben Fehler einschleichen, können Programmierfreudige auf der Avatar-Homepage mit den Entwicklern über die Prinzipien des Systems diskutieren.
Die Basis von Avatar bildet eine Java-Script-Anwendung, die jeder aktuelle Browser ausführen kann. Zusätzlich dazu kann die sogenannte „Avatar Brigde“ auf dem Rechner installiert werden und gewährt euch vom Browser aus Zugriff auf all eure PC- oder Notebook-Inhalte.
Verschlüsselung durch Phantom-Protokoll
Hinter den Kulissen funktioniert Avatar wie ein Peer-to-Peer-Netzwerk, bei dem jeder PC mit dem Programm „Avatar Bridge“ als Knoten auftritt. Dank dieser Funktionsweise sollen die anonymisierten Daten der Nutzer sicher übertragen werden.
Auf den ersten Blick erinnert Avatar an Tor oder BitTorrent, fußt aber auf einem eigenen Protokoll namens „Phantom“, das mit Dezentralität, Redundanz und einer eigenen Verschlüsselung überzeugen soll. Dank dieser Eigenschaften sollen Avatar anderen Systemen überlegen sein.
Für jeden, den die Funktionsweise von des Browser-Systems bis ins Detail interessiert, bietet die Homepage des Projekts ausführliche Informationen.
Trotz der komplexen Struktur soll Avatar am Ende von jedem Nutzer bequem verwendet werden können. Aktuell suchen die beiden Finnen nach cleverer Unterstützung, ehe das Projekt zum Crowdfunding freigegeben wird.









