Apple vs. Motorola – Ring frei zur nächsten Runde

von Ben Walther

· 2 min Lesezeit

Leidtragende sind dieses Mal alle iOS-Kunden
Der Klügere gibt nach. Wer von uns kennt diesen Ausspruch nicht, schließlich bekamen wir in vor allem in unserer Kindheit des Öfteren zu hören. Ich selber war da keine Ausnahme. ;-) Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Alter auch klüger werden, aber stattdessen denken vielen, dass sie die Weisheit mit Löffeln gegessen haben, obwohl sie nur eine Gabel in der Hand hielten, und sie wird es immer schwieriger, im Streitfall auch mal nachzugeben. Vielleicht ist man auch im Recht und vielleicht wäre es auch klüger, anstatt langer Debatten auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Aber wer gesteht sich schon gerne eine Niederlage ein? Stattdessen reiht sich eine Klage an die andere, getreu dem Motto „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Man hüllt sich nicht mehr im Schweigen, sondern unter dem „Patente“-Deckmantel und verklagt alles und jeden. Immer mehr fällt Apple nicht durch neue, revolutionierende Produkte auf, sondern durch Klagen. Nach und nach besteigen immer mehr Firmen den Boxring und wir sagen: Ring frei zur nächsten Runde.
Womit alles angefangen hat? Daran kann sich keiner mehr erinnern. Noch gut im Gedächtnis ist die Klagefront von Apple gegen Samsung mit zahlreichen Punktsiegen, dem Abbau des halben Messestandes auf der IFA 2011 in Berlin und dem Verbot, Tablet-Reihen auf den deutschen Markt zu bringen. Es war bekannt, dass man bei Apple vorsichtig sein muss, was die Namensgebung von Produkten angeht, aber fortan gab es für falsche Rundungen oder ähnliche Funktionen wie dem Unlock-Mechanismus einen Schlag auf den Finger.

Nachdem Motorola durch Google wieder neues Leben eingehaucht bekam, klagte man munter gegen Apple und bekam nun zum zweiten Mal Recht zugesprochen. Zunächst konnte man ein Vertriebsverbot für iPhones und iPads in Deutschland durchsetzen und heute musste Apple seinen Push-Service abschalten.

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Keine Angst, das Ende der E-Mail wird damit nicht eingeläutet, denn wir können auch weiterhin unsere E-Mails von iCloud oder MobileMe mit dem iPhone oder dem iPad abrufen. Hierzu muss man entweder die App starten oder entsprechende Einstellungen vornehmen, dass das mobile Gerät regelmäßig neue Mails abruft. Eine entsprechende Anleitung zum Ändern der Einstellungen liefert Apple aber gleich mit. Doch man wäre nicht Apple, wenn man nicht sofort wieder, einer Spitzenmannschaft gleich, zum Gegenangriff ansetzt. Dafür bedarf es noch nicht einmal Gerüchte, denn es steht für jeden sichtbar auf der Apple-Support-Seite.

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Wir dürfen also sehr gespannt sein, was uns in der nächsten Runde erwartet. Vermutlich gibt es bald Klagen, sobald Computer ohne Blue-Screen arbeiten, Smartphones über die identische Anzahl an Knöpfen verfügen oder Produkte einfach nur funktionieren. Es bleibt spannend, vor allem aber sehr unterhaltsam. In diesem Sinne: Ring frei zur nächsten Runde.

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