Apple iPad: Dem Vorverkaufsstopp folgt das Bilderverbot!
„Kontrollwahn“ designed by Apple in California
Bilderquelle: Wikipedia, Autor: Saibo, veröffentlicht unter der Creative Commons „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported“-Lizenz.
Über den Vorverkaufsstopp des iPad seitens Apple wussten wir in den letzten Tagen ausführlich zu berichten. Wie schon von mir erwähnt, mag es verständlich sein, dass der Hersteller seinen Unmut darüber äußert, dass die eigenen Händler ein Produkt feilbieten, welches Apple selbst noch nicht verkaufen kann. Soweit so gut – geschenkt! Allerdings so scheint es, kennt der anhaltende Kontrollwahn keine Grenzen. Nachdem wir gestern der Aufforderung nachkamen und die Bestellmöglichkeit entfernten, wurde uns und somit auch den anderen Händlern des Weiteren die Benutzung des gesamten Bildmaterials zum iPad versagt. Welche Hintergründe sind nun hierfür wiederum verantwortlich?
Im Moment erblickt der interessierte Kunde beim Betrachten unserer Informationsseite zum iPad nichts weiter als ein Symbolbild, vom Apple-Gerät weit und breit keine Spur. Auch andere Händler wie bspw. Amazon folgten dem Aufruf von Apple und nahmen das Bildmaterial von der Website. Apropos Amazon, bei einigen Modellen des iPads wird dieses Verbot wiederum durch die Einstellung von „Kundenbildern“ aufgeweicht – hier dürften die Kollegen aus München fleißig den Lösch-Button zukünftig drücken. Rein rechtlich betrachtet, ist Apple erneut auf der sicheren Seite, doch was bezweckt man mit diesem Vorhaben?
Die einfachste Erklärung liegt in der profanen Feststellung: „So ist Apple nun mal.“ Apple ist der MC (Master of Ceremonies) und legt fest, wer, was wann darf. Zuletzt sah man dies augenscheinlich bei der inszenierten Präsentation des iPads auf der diesjährigen Grammy-Verleihung. In der anschließenden Interview-Session erklärte der bekannte TV-Satiriker Stephen Colbert wie es dazu kam (siehe Video, ab Minute 0:55). Apple „sitze“ hinter der Bühne, gab ihm kurz vor seinem Auftritt das iPad in die Hand, und nahm es ihm kurzerhand danach gleich auch wieder ab – ein perfektes Bespiel für ein erfolgreiches Schauspiel im Sinne von Apple.
Doch könnte es für dieses zwanghafte Verhalten noch einen anderen, etwas tieferen Sinn geben. Was ist, wenn das iPad, so wie wir es bisher kennen, noch nicht der Weißheit letzter Schluss ist? Schon seit Tagen wurde vermutet, dass bspw. eine integrierte iSight mehr als nur pure Spekulation ist. So tauchten entsprechende Hinweise im iPad-SDK auf, gestützt wird diese These nun durch Bilder, die eine Aussparung eben für diese Kamera im Rahmen des iPad zeigen. Könnte es sein, das Apple hier kurz vor Verkaufsstart noch ein „geheimes“ Feature ankündigen möchte? Sollte es so sein, würde Apple viel darin liegen, dass nur die finalen Bilder des iPads mit Cam bei den Händlern auftauchen. Auf der anderen Seite klingt dies für mich persönlich zu sehr nach Wunschdenken. Die iSight wird kommen – keine Frage – nur ob gleich zum Start, oder aber in einer späteren Revision, dass ist hier die berechtigte Frage.
Übrigens, da das CyberBloc als Blog mehr einem journalistischen Angebot gleicht als einem Webshop, halten wir uns an das Verbot hier erstmal nicht – mal schauen ob und wie Apple reagieren wird ;-).*
* Mir ist schon klar, dass Apple auch dem CyberBloc letztendlich die Verwendung der Bilder verbieten bzw. die Art und Weise vorschreiben kann, doch Praxis und Theorie müssen ja nicht zwangsläufig etwas miteinander zu tun haben.








