Angeschaut: Google Cloud Print Beta
Drucken in der Wolke
Bereits im April letzten Jahres, stellten wir Google Cloud Print vor – kurz und knapp, mit den wenigen Informationen die damals zur Verfügung standen. Nun werden die ersten Fragen beantwortet und das Produkt geht live – natürlich stilecht und in bester Google-Tradition als Beta-Version. Einen ersten Eindruck vom neuen Druck-Service hinterließ zuvor Googles Chrome-Notebook Ende letzten Jahres. Mittlerweile kann sich auch die breite Masse ein Bild machen, denn die Nutzung ist nicht auf Chrome OS beschränkt. Doch zunächst eine kurze Zusammenfassung.
Was ist überhaupt Google Cloud Print?
Mit Google Cloud Print wird der eigene Drucker quasi vom Schreibtisch ins Internet geholt und ich kann ihn aus der Ferne oder auch Daheim vom Sofa aus nutzen. Sprich alle Drucker an einem PC werden der Cloud verfügbar gemacht und lassen sich über das Web steuern. Drucken kann ich somit über das Smartphone oder Apps auf jedem Computer, ohne dass mein Drucker mit diesen Gerätschaften direkt verbunden sein müsste oder das ich eine spezielle Software oder Treiber benötigen würde.
Wie soll das funktionieren und wie drucke ich?
Aktuell funktioniert Google Cloud Print nur unter Windows (XP, Vista oder 7), später sollen weitere Betriebssysteme wie Mac OS X folgen. Ferner ist eine aktuelle Entwicklerversion des Chrome-Browsers notwendig. Im Optionen-Menü wird die Cloud-Print-Funktionalität aktiviert. Dazu bedarf es im Übrigen eines Google-Kontos und aktuell kann auch nur über dieses gedruckt werden. Weitere Infos zur Einrichtung finden sich auf einer Informationsseite von Google.
Drucken kann man fortan einfach über Strg+P (Chrome OS) oder über ein Kontext-Menü. Auch andere Google Apps lassen einen Druckauftrag zu – per Mausklick oder Fingertipp. Ist der Computer offline, wird der Druckauftrag gespeichert und bei der nächsten Online-Sitzung wird gedruckt.
Mit welchen Apps kann ich die Google Cloud Print derzeit nutzen?
Google wird in der nächsten Zeit die neue Funktionalität in viele Google-Produkte einbringen. Einen Anfang macht Google mit den mobile Apps – mehr dazu weiter unten.
Was ist mit der Datensicherheit?
Google Cloud Print greift auf eine sichere https-Verbindung zurück. Damit kann niemand „sehen“ was ich drucke, d.h. meine Daten sind sicher.
In der Praxis
Nachdem jetzt hoffentlich die ersten Fragen zu Google Cloud Print geklärt sind, schauen wir einfach mal welche Apps als erste unterstützt werden. Hier sind zu nennen Google Docs Mobile und Google Mail Mobile unter Android 2.1, iOS 3.X oder höher und anderen HTML5 fähigen mobilen Endgeräten von Google. Zuerst werden US-amerikanische User für den Dienst freigeschaltet, der Rest der Welt folgt dann in absehbarer Zeit.
Google Mail Mobile und Docs Mobile bekommen im Dropdown-Menü rechts oben in der Ecke einen zusätzlichen Eintrag namens „Print“ – damit kann man dann den Drucker auswählen der Zuhause (oder im Büro) steht und mit dem Rechner verbunden ist. Und fertig ist der Ausdruck! Dies funktioniert übrigens auch bei E-Mail-Anhängen wie .pdf oder .doc.
Fazit
Auch mit diesem Schritt bewegt sich Google immer mehr auf ein browserbasiertes OS zu: Der Anwender benötigt zukünftig nicht mehr als Tablet oder Notebook mit minimaler Rechenpower. Die Daten, Anwendungen und die Funktionalität stehen im Internet bereit. Je besser und leistungsfähiger dieses eine OS ist, desto mehr Menschen werden bereit sein, beim nächsten Rechnerkauf umzusteigen.








