Ältere User vernachlässigen häufig Internet-Sicherheit
Viele von euch kennen es vielleicht: Das Telefon klingelt und die Eltern oder Großeltern rufen verzweifelt an, weil irgendetwas an PC oder Notebook nicht funktioniert. Häufig macht hier aber nicht die Hardware Probleme, sondern Schadsoftware bremst das System aus.
Dass eure Familie nicht die Ausnahme darstellt, belegt nun eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Embid, die im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt wurde.
Ein Drittel der 60-Jährigen verwendet keine Schutzmaßnahmen
Im Rahmen der Umfrage wurden 1.000 Nutzer zu ihrem Sicherheitsverhalten bei der Nutzung von digitalen Medien befragt. Kernthemen waren unter anderem die Verwendung und Pflege von Passwörtern, das Verschlüsseln von Daten oder die Aktualisierung von Sicherheits-Software. Hierbei gaben die meisten Befragten an, die gängigsten Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Bei der älteren Bevölkerung sieht es jedoch anders aus: So verzichten 22 Prozent der Nutzer ab 50 Jahren und 31 Prozent der Nutzer ab 60 Jahren komplett auf Sicherheitsmaßnahmen. Somit ist es kein Wunder, dass gerade die Systeme der älteren Nutzer anfällig für Schadsoftware sind.
Sobald es zu PC-Problemen kommt, wenden sich 60 Prozent der Befragten an Bekannte und Familienmitglieder. Nur 23 Prozent vertrauen auf Fachleute.
Schärfen des Sicherheitsverständnisses
Bei Betrachtung der Umfrage-Ergebnisse wird deutlich, dass vor allem bei den Usern über 50 Jahren Weiterbildungsbedarf besteht. Einerseits könnten die Medien verstärkt auf die Notwendigkeit der digitalen Sicherheit hinweisen.
Andererseits könnt auch ihr aktiv werden. Denn auch wenn es häufig anstrengend ist, kann es sich lohnen, wenn ihr euch die Zeit nehmt, eure Familie für die gängigsten Sicherheitsmaßnahmen rund um die Internet-Nutzung zu sensibilisieren. So müsst ihr vielleicht auch einmal weniger zum Smartphone greifen, um Telefon-Support zu leisten.










