Adobe sorgt für Unverständnis mit neuen Lizenzbedingungen – Update
Adobe rudert zurück und ändert erneut seine Lizenzbedingungen
Im letzten Jahr war Adobe durch neue Lizenzbedingungen die Nutzer dazu zwangen auf die aktuelle Version upzugraden, um auch weiterhin Upgrade berechtigt zu bleiben, in Kritik geraten. Nun verkündet das Unternehmen, dass Besitzer von CS3 oder CS4 doch ein Upgrade zum vergünstigten Preis, für einen begrenzten Zeitraum auf die kommende Creative-Suite erhalten. Nach der Aufruhr im letzten Jahr hatten natürlich viele Nutzer von Adobe zur aktuellen Version aufgestockt, immerhin wurde damit gedroht in diesem Jahr den vollen Preis für ein Update zahlen zu müssen, sollte man nicht über eine CS5 Version verfügen.
In diesem Rahmen gab es bis Dezember 20% Rabatt auf alle Kollektionen. Nun haben Anwender nach lautem Protest einen Sieg davon getragen: in dieser Woche hat Adobe auf seiner Webseite eine Aktion veröffentlicht bei der die Nutzer von CS3 und CS4 Versionen die Gelegenheit bekommen durch einen Sonderpreis auf CS6 upzugraden. Das Angebot gilt ab Markteinführung im ersten Halbjahr 2012 bis zum 31.12.2012.
Änderung für einige Kunden zu spät
Für viele Nutzer war es bisher üblich ein bis zwei Versionen zu überspringen und erst bei wirklich großen Neuerungen ein Update zu erwerben. Das wäre durch die neuen Lizenzbedingungen nicht mehr möglich. Wer mit älteren Versionen arbeitet, wurde durch die neuen Bedingungen im letzten Jahr gezwungen ein Update auf CS5 zu erwerben, andernfalls hätte man für die CS6 den vollen Preis zahlen sollen. Daher erwarben viele Kunden im letzten Jahr eine vergünstigte CS5 Version um ihre Updateberechtigung nicht zu verlieren. Gerechtfertigt wurde dieser Schritt durch das Unternehmen nicht. Einige Kunden haben somit im letzten Jahr Geld in eine „fast tote“ Software investiert, um in diesem Jahr zum Upgrade auf die CS6 nochmal zur Kasse gebeten zu werden. Natürlich ein tolles Geschäft für Adobe. Mit der neuen Sonderaktion verägert Adobe nun diejenigen die im letzten Jahr die Lizenz zur CS5 erwarben und treibt es augenscheinlich auf die Spitze.
Die CS6 ist für das erste Halbjahr 2012 angekündigt. Einen genauen Termin gibt es bisher nicht. Zu welchen Konditionen Nutzer von CS3 und CS4 genau auf CS6 wechseln können ist bisher ebenfalls nicht bekannt. Für alle Nutzer die ältere Creative Suite Generationen (ab CS2) nutzen bleibt es wie bisher. Sie müssen auf die CS5 updaten um Upgrade berechtigt zu bleiben.
Voraussichtlich kann man jedoch davon ausgehen, dass dies das letzte Mal ist, das Adobe erbarmen hat. So kann man damit rechnen, dass künftig wirklich nur noch die letzte Version zum Upgrade berechtigt ist und man für ein Upgrade auf CS7 die CS6 benötigen wird. Diese Annahme begründet sich in der Tatsache, dass das Angebot für ältere CS Versionen lediglich bis Dezember dieses Jahres gilt.
Grundsätzlich bemüht Adobe sich darum seine Kunden vom neuem Abo- Modell zu überzeugen. Zur Veröffentlichung der CS6 wird auch der Cloud- Dienst von Adobe an den Markt gehen. Im Abo enthalten sind neben dem Zugriff auf die Standardanwendungen wie Photoshop, Illustrator, Indesign die neuen Touch Apps und 20GB Online-Speicher in der Creative Suite. Die Preise der unterschiedlichen Abo Pakete variieren dabei. Bei den Abo- Modellen würde man also keine Lizenz mehr für die jeweilige Creative- Suite kaufen die man ab da für immer besitzt, sondern eine jährliche (oder monatliche) Lizenz erwerben. Beendet man das Abo, so darf man die Programme nicht mehr nutzen.
John Nack, Produktmanager bei Adobe, bedauert dass Kunden sich nicht gut behandelt fühlen und die wahrgenommen Nachteile, die Vorteile der neuen Abo- Systeme überdecken. Laut seinem Blogeintrag werden die Abonnements interessanter und attraktiver als wir denken, so soll man als Abo- Kunde ständig neue Features bekommen. Sobald CS6 auf den Markt kommt, sollen auch alle Vorteile der Cloud- Lösung bekannt gegeben werden, sodass Kunden sich von ganz alleine für die Abo- Variante entscheiden werden.








