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#erstmalverstehen: Speicherplatz schaffen unter Windows 10



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Festplatte | Windows

Die Festplatte oder SSD eures Windows-Computers ist voll? Da muss eine neue interne oder externe Festplatte her! Nein, nicht unbedingt, denn es gibt viele Möglichkeiten, eure Datenträger zu bereinigen und damit Speicherplatz für neue Fotos, Videos, Dokumente und Co. freizuräumen. So eine „Aufräum-Aktion“ schafft übrigens nicht nur mehr Speicherkapazität, sondern sorgt auch oft dafür, dass euer Computer wieder schneller läuft.

Mit diesen fünf Tipps schafft ihr unter Windows 10 auf eurem Notebook oder PC wieder mehr Speicherplatz – und das kostenlos.

Tipp 1: Speicheroptimierung bei Windows 10

Ihr wollt zur Speicheroptimierung? Windows-Startbutton > Einstellungen > System...
... Speicher > Speicheroptimierung
Unter "Automatische Freigabe von Speicherplatz ändern" stellt ihr ein, dass der Papierkorb automatisch geleert wird.
Ihr wollt zur Speicheroptimierung? Windows-Startbutton > Einstellungen > System...

Schnelle Abhilfe bei voller Festplatte schafft die in Windows 10 integrierte Speicheroptimierung, die temporäre Dateien von eurem PC oder Notebook entfernt.

Temporäre Daten erkennt ihr meist an der Endung .tmp. Sie entstehen, wenn ihr Programme startet und nutzt. Schließt ihr die Software anschließend, werden die temporären Dateien gelöscht – aber eben nicht vollständig. Deswegen sammelt sich im Laufe der Zeit eine Menge Datenmüll an, der euren Computer ausbremsen kann.

Die Speicheroptimierung erreicht ihr über den Windows-Startbutton, Einstellungen und System. Klickt ihr im Bereich Speicher auf Jetzt Speicherplatz freigeben, ermittelt Windows welche Dateien und Apps den meisten Platz belegen. Ist der Ladevorgang abgeschlossen, wählt ihr die Elemente aus, die ihr gerne löschen möchtet, und klickt auf Dateien entfernen.

Mit Klick auf Automatische Freigabe von Speicherplatz ändern, legt ihr fest, dass die Speicheroptimierung automatisch startet. So stellt ihr ein, dass zum Beispiel Dateien, die seit 14 Tagen im Papierkorb oder im Download-Ordner liegen, automatisch gelöscht werden.

Tipp 2: Datenträgerbereinigung unter Windows 10

Um zur Datenträgerbereinigung zu gelangen, sucht einfach im Windows-Startmenü nach diesem Stichwort .
Um zur Datenträgerbereinigung zu gelangen, sucht einfach im Windows-Startmenü nach diesem Stichwort .

Die Datenträgerbereinigung erledigt im Prinzip das gleiche wie die Speicheroptimierung – nur lassen sich zusätzlich zu den temporären auch Systemdateien löschen. Sucht im Windows-Startmenü nach Datenträgerbereinigung und aktiviert hier die entsprechenden Kontrollkästchen der Dateitypen, die ihr löschen wollt. Mit Klick auf OK und anschließend Dateien löschen, startet ihr die Datenträgerbereinigung.

Um noch mehr Platz zu schaffen, klickt zuerst auf Systemdateien bereinigen und wählt dann den Typ der Systemdateien aus, den ihr entfernen möchtet. Folgende Dateitypen könnt ihr bedenkenlos löschen:

  • Setup-Protokolldateien
  • Temporäre Internetdateien
  • Systemfehler-Speicherabbilder
  • Alte CHKDSK-Dateien
  • Fehlerberichterstattungsdatei

Tipp 3: Aufräumen & Programme deinstallieren

Windows-Startbutton > Einstellungen > Apps > Apps & Features
Unter Apps & Features findet ihr eine Auflistung aller installierten Programme.
Windows-Startbutton > Einstellungen > Apps > Apps & Features

Ist der Speicher eures Computers komplett belegt, könnt ihr auch selbst Platz schaffen. Schaut eure Ordner durch, überlegt gut, was ihr noch gebrauchen könnt und löscht anschließend unnötige Daten. Die Powerpoint-Folien aus dem Studium oder die 100 Videos vom letzten Konzert schaut ihr euch eh nicht mehr an, oder? ;)

Um hier die größten Speicherfresser zu identifizieren, öffnet euren Windows-Explorer und gebt in euer Suchfeld zum Beispiel „>300mb“ ein. Bestätigt ihr einmal mit Enter, werden euch alle Dateien angezeigt, die größer als 300 Megabyte sind.

Neben den klassischen Daten lohnt sich der Blick auf die installierte Software. Im Bereich Apps unter Apps & Features findet ihr eine Auflistung aller installierten Apps und Programme. Im Gegensatz dazu werden euch im Bereich Programme & Features nur klassische Programme angezeigt, nicht die Apps aus dem Windows Store. Ordne die Programme nach Größe, so habt ihr die größten Speicherfresser-Programme auf einen Blick – und könnt sie deinstallieren.

Tipp 4: Daten in der Cloud oder auf externer Festplatte sichern

Um eure Daten auszulagern, könnt ihr auf One Drive zurückgreifen.
Google Drive ist ebenso gut geeignet.
Um eure Daten auszulagern, könnt ihr auf One Drive zurückgreifen.

Um auf dem eigenen Computer Speicherplatz freizuräumen, bietet es sich an, Fotos, Videos, Dokumente etc., die ihr selten benötigt, auszulagern. Hier habt ihr die Wahl zwischen virtueller Cloud oder externem Datenträger wie Festplatte oder NAS.

Bei Windows 10 steht der Microsoft-eigene Cloud-Dienst One Drive zur Verfügung. Andere Anbieter wie Google Drive, Dropbox und Co. sind aber ebenso gut geeignet. Vorteil einer Cloud-Sicherung ist unter anderem, dass ihr bequem von unterwegs via Smartphone oder Tablet auf eure Daten zugreifen könnt.

Zum Thema Datensicherung für Zuhause haben wir euch in diesem Cyberbloc-Artikel alle Möglichkeiten zusammengefasst.

Tipp 5: Aufräum-Tools wie CCleaner nutzen

CCleaner - das wohl berühmteste Tool für System-Optimierung
Das Tool entfernt temporäre Dateien aus Betriebssystem und Browser.
Auch Dupletten könnt ihr über CCleaner ausfindig machen.
Mit Eraser werden eure Daten sicher gelöscht.
Dabei stehen euch bis zu 15 Löschvorgänge zur Auswahl.
Mit Absolute Uninstaller deinstalliert ihr mehrere Programme gleichzeitig.
CCleaner - das wohl berühmteste Tool für System-Optimierung

Für jeden Anwendungszweck gibt es passende Programme oder Apps – so auch für die Speicherbereinigung und das soll mein letzter Tipp für diesen Artikel sein: Überlasst das Aufräumen den passenden Programmen!

Das wohl bekannteste Tool für Systemoptimierung ist der CCleaner. Mit der kostenlosen Standard-Version lässt sich schon viel anfangen: Das Programm analysiert das Betriebssystem sowie die installierten Browsern auf Datenmüll und löscht diesen anschließend. Über CCleaner könnt ihr zudem bequem Software deinstallieren, doppelte Dateien ausfindig machen und die Registry bereinigen. Die Registry ist übrigens die Windows-Registrierungsdatenbank, in der Informationen zu Windows selbst und den auf dem System installierten Programmen abgespeichert sind.

Auch der Duplicate Cleaner scannt euren PC auf Dupletten und entfernt sie für euch. Wer viel Musik auf seinem Rechner speichert, kann mit diesem Tool zum Beispiel mehrfach vorhandene Tracks auffinden.

Mit dem Absolute Uninstaller deinstalliert ihr Programme komfortabler als in der Windows-Systemsteuerung. Ihr könnt hier nämlich mehrere Programme gleichzeitig von eurem Rechner entfernen.

Der Eraser bietet bis zu 15 unterschiedliche Löschvorgänge an, sodass ihr euch wirklich sicher sein könnt, dass persönliche Daten von eurem Computer entfernt sind.

Mit Hilfe des Iobit Uninstaller sortiert ihr eure Software nach Nutzungshäufigkeit und entfernt außerdem Toolbars und Browser-Plugins.

WinDirStat hingegen zeigt euch die größten Speicherfresser über das gesamte Laufwerk an – und das viel übersichtlicher als der Windows-Explorer. Das Programm analysiert, welcher Dateityp wie viel Prozent der Festplatte oder SSD einnimmt.

Das sind nur einige der vielen Systemoptimierungs- und Aufräum-Programme. Aber Achtung: Es gibt neben der kostenlosen Standard-Version häufig noch eine bezahlpflichtige Pro- oder Premium-Variante. Für unseren Anwendungszweck reichen die kostenlosen Versionen aber aus.

Flüssigere Performance & mehr Speicherplatz

Dass Aufräumen kein Spaß macht, haben wir bereits in unseren Kinderzimmern festgestellt. Ich kann euch aber nur empfehlen, gerade bei euren Notebooks und PCs trotzdem ab und zu den Besen in die Hand zu nehmen und ordentlich zu entrümpeln.

Es lohnt sich, denn euer Computer läuft flüssiger, da weniger Programme im Hintergrund laufen, weniger unnötige Software beim Hochfahren startet und weniger temporäre Dateien den Speicher blockieren. Außerdem habt ihr mehr Speicherplatz für neue Daten und spart das Geld für eine neue Festplatte oder ähnliches.

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