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#erstmalverstehen: Datensicherung für Zuhause



Zugeordnete Tags #erstmalverstehen | Speicherkarte | NAS

Ende des Jahres entstehen viele Gigabyte an Fotos und Videos von der Weihnachtsgans, dem lauten Feuerwerk oder süßen Haustieren (Obwohl das wohl für das ganze Jahr gilt). Nun lagern die Aufnahmen auf dem Smartphone oder auf der Kamera, aber dort können sie doch nicht ewig bleiben, oder?

Nein natürlich nicht, jede Speicherkarte bietet nur eine begrenzte Kapazität und es gibt jede Menge Möglichkeiten, wie ihr eure Daten anderweitig sichern könnt. In Teil 1 dieser Cyberbloc-Beitragsreihe geht es dabei konkret um die Datensicherung für Zuhause, welche Möglichkeiten es gibt und welche Vor- sowie Nachteile diese zu bieten haben. Der zweite Teil thematisiert dann die Datensicherung unterwegs.

Dazu eine Bemerkung vorab: Die im Folgenden vorgestellten Möglichkeiten lassen sich nicht eindeutig einer der beiden Kategorien „Für unterwegs“ oder „Für Zuhause“ zuordnen. Viele können in beiden Einsatzgebieten genutzt werden.

Level Easy: PC & Notebook

Wo sollen die Fotos und Videos vom Smartphone nur hin?
Ganz klassisch erstmal aufs Notebook
Wo sollen die Fotos und Videos vom Smartphone nur hin?

Um die Daten in euren eigenen vier Wänden zu sichern, könnt ihr zunächst ganz klassisch euren PC oder euer Notebook verwenden. Der Vorteil dabei ist der einfache Zugriff über das Betriebssystem. Mittels der Suchfunktion könnt ihr dieses eine bestimmte Dokument außerdem schnell wiederfinden. Sortieren sowie Organisieren ist dank Unterordnern, Verknüpfungen und Shortcuts auch kein Problem.

Je nach Notebook- und PC-Gehäuse könnt ihr euren Speicherplatz zudem individuell erweitern. Die vorinstallierte Festplatte mit 500 Gigabyte reicht euch nicht? Einfach austauschen ist die Devise – vorausgesetzt euer Technik-Gefährte ist für so einen Eingriff ausgelegt und ihr verfügt über die nötigen feinmotorischen Fähigkeiten. Passende interne Festplatten wären hier zum Beispiel die Samsung 850 Evo Series SSD sowie Seagate FireCuda SSHD für Notebooks und die Seagate BarraCuda HDD für PCs.

Leider ist dennoch der Speicherplatz gerade bei Notebooks begrenzt, denn in der Regel besitzen interne HDDs und SSDs eine Kapazität von 250 bis 2.000 Gigabyte, also 2 Terabyte. Festplatten ab 3 Terabyte gibt es zwar, diese sind aber eher für den NAS-Einsatz konzipiert.

Für den Alltagsgebrauch ist ein Terabyte, meiner Meinung nach, vollkommen ausreichend. Professionelle Fotografen, YouTuber sowie Gamer jedoch arbeiten und zocken mit riesigen Dateien, die den Speicherplatz eines jeden konventionellen Notebooks oder PCs schnell füllen dürften. Gleiches gilt auch für den normalen Nutzer, bei dem sich über Jahre einfach viele Fotos, Videos, Dokumente und Co. ansammeln. Was nun?

Mehr Speicherplatz dank externer Festplatte

Erstmal: Keine Panik, ihr müsst nicht die Weihnachtsfotos von 2003 löschen oder die riesigen Powerpoint-Präsentationen aus dem Studium. Verschiebt die Daten, die ihr nur selten braucht, einfach auf eine externe Festplatte. So habt ihr auf Notebook und PC genug Platz für die wirklich wichtigen Dinge, die häufig genutzt werden und trotzdem alle Daten griffbereit.

Denn um so eine externe Festplatte zu nutzen, bedarf es oft nur eines Daten- und eines Stromkabels. Letzteres ist bei vielen Modellen wie der WD My Passport heutzutage auch gar nicht mehr nötig. Der Energiebedarf kann dort über das USB-Kabel gedeckt werden.

Apropos USB, ihr solltet beim Kauf einer externen Festplatte auf jeden Fall auf die unterstützte USB-Version achten. Ein Speicher mit USB 2.0 verursacht nämlich lange Wartezeiten bei der Datenübertragung.

Externe SSDs für hohe Datenraten

Höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeiten bieten externe SDDs.
Externe SSDs sind aktuell aber noch sehr preisintensiv.
Höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeiten bieten externe SDDs.

Wer sich auf den allerneusten Stand der Technik bringen möchte, der sollte mal einen Blick auf externe SSDs werfen, wie die Samsung T5 oder die SanDisk Extreme 500 Portable. Diese Speicher bieten – wie für SSDs üblich – eine hohe Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Das heißt, eure Dateien werden blitzschnell übertragen, kopiert und gelöscht.

Ich persönlich nutze die Kombination aus Notebook sowie externer Festplatte und bin damit äußerst zufrieden. Meine 512 Gigabyte große Notebook-SSD ist nur zu einem Viertel gefüllt, alle Fotos, Videos und so weiter habe ich auf meiner WD Elements Portable abgespeichert.

Schön und gut, aber Potenzial nach oben gibt es immer. Denn externe Festplatten könnt ihr wirklich nur nutzen, wenn ihr sie an euren Rechner anschließt. Ein kabelloser Zugriff ist im Regelfall nicht möglich. Dieses Feature bieten hingegen NAS-Systeme.

Für Fortgeschrittene: NAS-Systeme

NAS-System: "2-Bay" heißt 2 Einschübe für...
... interne Festplatten
Synology Diskstation DS218 & WD My Cloud EX2 Ultra: 2-Bay-NAS für den normalen Nutzer
Für Business-Anwender: QNAP TS-831X & Synology Diskstation DS918+:
NAS-System: "2-Bay" heißt 2 Einschübe für...

Bereits in diesem #erstmalverstehen-Beitrag zum QNAP TS-251A NAS ging es um die Funktionen von „Networked Attached Storage“, also Datenträger, die mit dem lokalen Netzwerk verbunden sind. Kurz für euch zusammengefasst: Dank NAS-Systemen sind eure Daten zentral an einem Ort gespeichert, je nach Modell von überall (sogar per Smartphone-App) erreichbar und praktische Software für Datensicherheit, Back-ups, Datenspiegelung etc. ist oft inkludiert.

Hinzukommt die Möglichkeit der Speichererweiterung. Ein 4-Bay-NAS wie das QNAP TS-453B besitzt vier Einschübe für interne Festplatten, die ihr beliebig kombinieren könnt insofern der Formfaktor (Größe: 2,5 oder 3,5 Zoll) und die Anschlüsse (SATA III, PCIe etc.) stimmen.

Für Zuhause empfehle ich hierbei ein 1- oder 2-Bay-NAS-System wie die Synology Diskstation DS218 oder das WD My Cloud EX2 Ultra. Diese sind kompakt gebaut und nehmen daher nicht ganz so viel Platz in eurem Arbeitszimmer ein. Im Büro für kleinere Unternehmen empfehlen sich Netzwerkspeicher ab vier Slots wie das QNAP TS-831X oder die Synology Diskstation DS918+ – je nach nötiger Kapazität.

Ein bedeutender Vorteil von Netzwerkspeichern speziell gegenüber Cloud-Anbietern ist: Eure Daten liegen tatsächlich bei euch und nicht auf Servern von fremden Unternehmen. Die damit einhergehende Unsicherheit wer auf die privaten Dateien Zugriff hat, löst bei vielen verständlicherweise Unbehagen aus. Durch die stetige Weiterentwicklung dieses Marktes stehen dem Nutzer bei NAS-Systemen mittlerweile auch immer mehr Cloud-ähnliche Funktionen zur Verfügung, sodass ein vollkommener Ersatz von Google Drive, Dropbox, iCloud und Co. theoretisch möglich wäre.

NAS-Systeme: Einrichtung & Stromverbrauch

Die Einrichtung & Konfiguration bei NAS-Systemen ist meist komplizierter. Beim WD My Cloud Home hat der Hersteller besonders auf eine einfache Inbetriebnahme geachtet.
Die Einrichtung & Konfiguration bei NAS-Systemen ist meist komplizierter. Beim WD My Cloud Home hat der Hersteller besonders auf eine einfache Inbetriebnahme geachtet.

NAS-Systeme bieten also eine ganze Menge Vorteile. Diese haben aber ihren Preis, denn Netzwerkspeicher sind oft nicht nur kostenintensiver in der Anschaffung als beispielsweise externe Festplatten, sondern auch die Einrichtung sowie Konfiguration ist komplizierter.

Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel, denn WD zum Beispiel hat sich mit der My Cloud Home-Reihe auf eine besonders einfache Inbetriebnahme per Smartphone-App spezialisiert. Weiterhin bieten NAS-Hersteller mittlerweile sehr einfache Einrichtungsassistenten, die das Ganze für den Nutzer stark erleichtern. Also: Nicht verzagen, einfach mal ausprobieren!

Des Weiteren verbrauchen Netzwerkspeicher durch den Dauerbetrieb mehr Strom als eine externe Festplatte, die nur ab und zu mal an den Rechner angeschlossen wird.

PC, Notebook, externe Festplatte oder NAS

Die Technik-Welt bietet euch viele Möglichkeiten, eure Daten aufzubewahren. Viele behalten ihre Fotos, Videos und Co. gerne über Jahre hinweg, wodurch sich Berge an Daten ansammeln. Oft fällt es schwer sich dabei von diversen Dateien zu trennen. Mit PCs, Notebooks, externen Festplatten und NAS-Systemen müsst ihr das auch nicht. Dennoch ein kleiner Tipp: Ab und zu mal die Festplatte zu leeren und alte nicht mehr benötigte Dateien zu löschen, befreit mental und auch euren Speicherplatz. ;)

In Teil 2 dieser #erstmalverstehen-Reihe erkläre ich euch, mit welchen Tools und Produkten ihr eure Fotos, Videos und so weiter unterwegs bequem sichern könnt. Seid gespannt!

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