Tech-Facts: DAB+ vs. Webradio: Was ist besser?

von Johanna Leierseder

· 4 min Lesezeit

Schwarzwaldradio an der Nordsee hören oder RadioBob im Schwarzwald – mit Digitalradio über DAB+ oder Webradio ist das kein Problem. Die Vorteile zum gewöhnlichen Radioempfang über UKW (Ultrakurzwelle) sind bei beiden Sendestandards vielfältig.

Wie aber funktionieren die zwei Technologien überhaupt, welche Vor- und Nachteile haben sie jeweils und was wird sich davon am Ende durchsetzen? Die Antworten dazu gibt’s jetzt.

Was ist DAB+?

DAB+ steht für “Digital Audio Broadcasting”. Das Audiosignal wird also digital über Antennen verbreitet. Das “+” verdeutlicht den Unterschied zum älteren DAB-Standard, bei dem die Tonqualität noch nicht so gut war und auch Zusatzinformationen zum Programm nicht mit übertragen werden konnten.

Um auf diesem digitalen Weg das Radiosignal empfangen zu können, ist ein spezieller Empfänger für DAB+ im Radiogerät notwendig. Dieser bekommt das Signal von terrestrischen Sendemasten. Aber nicht jedes Digitalradio kann automatisch DAB+ verarbeiten, manchmal ist nämlich lediglich ein DAB-Modul eingebaut. Hierbei solltet ihr also immer darauf achten, dass im Datenblatt auch ausdrücklich DAB+ vermerkt ist.

Damit ausgestattet steht eurem Radiovergnügen innerhalb Deutschlands nichts mehr im Wege. Die Abdeckung beträgt hierzulande rund 95 Prozent. Und auch im europäischen Ausland wird das Gebiet, in dem DAB+ empfangen werden kann, immer größer. Allerdings werden dort dann meist keine deutschen Sender mehr angeboten.

Bei DAB+ wird das Audiosignal digital über Sendemasten verbreitet.

Was ist Webradio?

Beim Webradio beziehungsweise Internetradio wird das Audiosignal, wie der Name schon sagt, über das Internet übertragen. Das heißt jeder noch so kleine Radiosender kann sein Programm in Internet bereit stellen und jedes Smartphone, Tablet und Co. kann es dann streamen, sofern es mit dem Internet verbunden ist. Dazu ruft ihr einfach im Browser die jeweilige Seite auf oder ladet euch die jeweilige App des Radiosenders oder Portalbetreibers wie TuneIn, Radio.de oder Radioplayer herunter.

Zudem gibt es auch WLAN-Radios, die direkt über euer Netzwerk auf die Sender zugreifen. Dabei seid ihr an ein Portal gebunden und habt lediglich die dort angebotenen Sender zur Auswahl. Dafür ist die Benutzung aber unkompliziert. Ihr könnt dort Favoriten abspeichern und der Radiostream startet automatisch direkt nach dem Einschalten.

Über das Internet kann jeder sein eigenes Radioprogramm zugänglich machen.

Sendervielfalt vs. Klangqualität – die Vor- & Nachteile

Was ist nun aber besser? Um diese Frage zu klären, haben wir den Radiogenuss via DAB+ und über Internet auf die Punkte Sendervielfalt, Klangqualität, Kosten und die nötigen Vorraussetzungen geprüft.

Die Sendervielfalt ist beim Internetradio natürlich unbegrenzt groß. Jeder, der möchte, kann seinen Radiosender online bringen – ob man ihn als Nutzer dann findet, ist eine andere Sache. Aber egal, ob ihr jetzt einen Jazz-Sender aus Melbourne oder den Salsa-Stream aus Santo Domingo hören wollt, ihr könntet einfach auf Start klicken und los geht’s. Mit DAB+ seid ihr eingeschränkter, könnt aber trotzdem viel mehr Sender hören als über UKW. “Viel mehr” bedeutet je nach Standort in Deutschland zwischen 35 und 65 Sendern. Hier bietet Internetradio also definitiv mehr – vor allem, weil hier auch internationale Sender gehört werden können.

Wenn ihr euch nicht entscheiden wollt: Es gibt auch Geräte, bei dem ihr sowohl über WLAN als auch über DAB+ Radio hören könnt.

Auch beim Klang gibt es Unterschiede, allerdings gewinnt hier DAB+. Das Audiosignal muss über DAB+ nicht so stark komprimiert werden wie für das Internet, weswegen es deutlich voller und räumlicher klingt.

In puncto Kosten müssen mehrere Posten beachtet werden. Zum einen: Wie viel kostet es mich als Privatperson? Für Internetradio wird lediglich einen Vertrag mit einem Serviceprovider fürs Heimnetzwerk beziehungsweise eine mobile Datenverbindung für Smartphone oder Tablet benötigt. Dafür müsst ihr natürlich zahlen, allerdings werden diese Kosten für Internet zuhause und mobil bei den meisten von euch sowieso jeden Monat anfallen. Um DAB+ zu empfangen, ist keine Internetverbindung nötig, dafür muss euer Radio oder eure Anlage aber über ein DAB+ Modul verfügen. Für die meisten wird also Internetradio am Ende kostengünstiger sein.

Allerdings gibt es noch andere Kosten, die ihr aktuell zwar nur indirekt zahlen müsst, über die man sich aber trotzdem bewusst sein sollte. Die Technische Universität München hat ein Gutachten veröffentlicht, in dem herausgestellt wird, dass DAB+ am Ende 40 Mal günstiger für die Allgemeinheit wäre, als wenn alle über Webradio hören würden. Das liegt daran, dass beim Internetradio immer eine 1:1-Verbindung zwischen dem Sender und dem Hörer besteht. Beim Digitalradio ist das anders, da mit einem Sendemasten eine große Masse an Personen versorgt werden kann. Wenn nun alle über Internet Radio hören würden, wären riesige Speicherkapazitäten und Bandbreiten von Nöten, um alle mit Audio beliefern zu können. Laut Gutachten soll eben dieser Kapazitätsausbau 40 Mal teurer sein, als genügend Sendemasten für Digitalradio aufzustellen.

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DAB+ oder Internetradio? Was ist nun besser?

Beide Sendestandard haben also ihre Vor- und Nachteile. Bei den Kosten liegen sie ziemlich gleichauf, weswegen ich diesen Punkt für die Bewertung außen vor lasse. Beim Klang hat DAB+ eindeutig seine Vorteile, obwohl Internetradio immer noch genauso gut klingt wie normales Streaming über die kostenfreie Version von Spotify. DAB+ hingegen ist in puncto Klang auf CD-Niveau. Die Sendervielfalt ist allerdings beim Webradio grenzenlos, während DAB+ auf rund 60 Sender begrenzt ist. Wenn diese aber vielfältig belegt sind, reicht auch diese Anzahl vollkommen aus. Aktuell ist da aber meiner Meinung nach noch Luft nach oben.

Was sich also wirklich durchsetzt, wird sich zeigen. Aktuell sehe ich noch einen leichten Vorteil beim Internetradio. Das hängt allerdings von persönlichen Präferenzen ab, ob einem die Klangqualität oder die Programmvielfalt wichtiger ist. Wie steht ihr dazu? Habt ihr beides schon ausprobiert und was findet ihr besser?

Kommentare

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Gepostete Kommentare

Torsten 28.01.2019, 12:17 Uhr

Leider sieht bei DAB+ die Realität noch anders aus. Genau die im Artikel erwähnten Beispiele, Bayern3 an der Nordsee oder 1Live im Schwarzwald zu hören, funktionieren nicht, da die Verbreitung des Programms Sache der Landesmedienanstalten ist. Diese üben sich in Protektionismus, so dass die bisher bekannten UKW-Reichweiten mit DAB+ bei Weitem nicht erreicht werden und die Sendervielfalt insbesondere in weniger zentralen Gegenden deutlich geringer ist. Sogar so gering, dass DAB+ keine echte Alternative darstellt. Bsp.: Ist auf UKW der Raum von Hamburg bis zur niederländischen Grenze mit Radio Bremen abgedeckt, so ist aus eben diesen Protektionismusgründen der niedersächsischen Landesmedienanstalt ein DAB+ Empfang nur eng an den Stadt- bzw. Bundeslandgrenzen von Bremen möglich. Die digitale Reichweite ist also um einige 100.000 HörerInnen geringer. Grund ist, dass Niedersachsen seine eigenen Programme "schützen" will. Und solange der digitale Wettbewerb trotz durchaus vorhandener Infrastruktur künstlich verzerrt wird, wird sich DAB+ gegen UKW im mobilen Bereich und Webradio bzw. Internet Stream im stationären Bereich in der Fläche nicht durchsetzen.

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Johanna Leierseder 29.01.2019, 10:44 Uhr

Hallo Torsten, vielen Dank für deine Einschätzungen! Du hast Recht, über DAB+ ist die Sendervielfalt aktuell noch sehr eingeschränkt. Ich habe die Beispiele im Text noch einmal angepasst. Aktuell kann man ja "Bayern 3 n der Nordsee" lediglich über Webradio hören. Vielen Dank für die Hinweise & beste Grüße, Johanna

Rosa 10.03.2019, 08:48 Uhr

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Bernd 13.05.2019, 16:46 Uhr

Dass DAB+ sich gegenüber Webradio nicht so richtig durchsetzt, hat auch etwas mit der Situation auf dem Land zu tun: Hier ist die Sendeleistung oft so schwach, dass DAB+, im Gegensatz zu UKW, in geschlossenen Räumen nur in Fensternähe funktioniert. Die Sendervielfalt lässt hier auch zu wünschen übrig. Z.B. empfangen wir hier vier unterschiedliche Lokalversionen von WDR 2 - die eigentlich für unsere Region relevante ist nicht dabei. Grund ist die Gleichwellentechnik: Die Sender senden im ganzen Landesgebiet auf der gleichen Frequenz. Hat ein Sender aber nun viele regionale Ableger, wird er die natürlich nicht alle im ganzen Bundesland verbreiten wollen/können. Die weniger dicht besiedelten Gebiete fallen dann unter den Tisch. Gleichwellentechnik eignet sich für bundesweite Sender wie den Deutschlandfunk, nicht aber für Sender mit einen regionalen Angebot. Ein anderes Problem ist die aufgrund der höheren Frequenzen begrenzte Reichweite der einzelnen Sender. Aufgrunddessen kann man, wenn man im Grenzgebiet mehrerer Bundesländer wohnt, mit DAB+ nur die "eigenen" Sender hören. Über UKW empfangen wie hier alle Sender von WDR, NDR und HR. Über DAB+ nur den WDR - mit den oben genannten Einschränkungen bzgl. der Regionalsender. Zu den von Ihnen genannten Studie der TU München: Diese ist nach meiner Kenntnis schon etwas älter und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Dank sog. IP-Multiplexing ist Streaming heutzutage kein Problem mehr - weder für den Sender noch für den Empfänger. Und die Provider haben das im Griff. Ich schaue z.B. regelmäßig Filme in Ultra HD (4K) per Streaming - ohne Probleme. Statt eines solchen Films könnte ich 500 verschiedene Internetsender gleichzeitig empfangen. Gut, ich habe eine 100 MBit-Leitung. Aber das wird (hoffentlich) in maximal 5 Jahren Standard sein. Dann spielt das bisschen zusätzlicher Kapazität für das Internetradio sicher keine Rolle mehr. Und wenn ich im Auto meinen Lieblings-Lokalsender von Flensburg bis München hören will, geht das auch nur über das Internet. Die Klangqualität von DAB+ ist auch nur dann besser, wenn sich nicht zu viele Sender die Bandbreite teilen müssen - da Problem gibt's imNetz nicht. Außerdem interessiert das die Masse der Hörer nicht, sonst hätte sich mp3 sicher nicht gegenüber der CD durchgesetzt. Und für die Freaks gibt es gerade im Internet Sender, die mit einer Qualität senden, die DAB+ weit überlegen ist.

Jürgen Pylypczak 01.11.2019, 11:48 Uhr

Hallo zusammen. Ich finde Ihren Text sehr informativ und interessant. Habe jedoch zur Qualität von DAB+ keine guten Erfahrung gemacht. Der geamte Tonumfang mag höher sein durch die Bitratd. Jedoch wird nach meinem persönlichen Empfinden durch die loudness Einstellungen beim Sender die Tonharmonie, Höhen und Tiefen Differenzierungen gekappt.Ein großteil des Tonumfanges geht meiner Meinung nach dabei verloren Alles wird ich gleicher Lautstärken abgesendet. Dies sind meine persönliche Hörerfahrung. Daher bleibt fur mich UKW die beste Wahl.

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Johanna Leierseder 05.11.2019, 13:40 Uhr

Hallo Jürgen, oh, das ist auch eine sehr interessante Erfahrung! Vielen Dank fürs Teilen! Beste Grüße, Johanna

Giles Lanker 12.09.2020, 11:37 Uhr

Die Qualität von Internet-Radiosendern ist mittlerweile im Durchschnitt besser als bei DAB+ geworden, da die Sender mehrere Streams übers Internet parallel anbieten können, die unterschiedliche Bitraten (64, 96, 128, 192, usw) und Audiocodecs (MP3, AAC, usw) verwenden. Der Empfänger wählt dann den besten Stream je nach seinen technischen Fähigkeiten und der verfügbaren Bandbreite aus. Ein weiterer Vorteil des Internetradios liegt darin, dass es mit der Entwicklung der Technik Schritt hält. Die Internet-Bandbreite wird immer billiger und schneller, und die Audio-Codecs entwickeln sich weiter. Da über Internet-Radio mehrere Audioströme parallel angeboten werden können, können solche neuere Codecs und höhere Bitraten eingesetzt werden, ohne dass dies Auswirkungen auf ältere Empfänger hat.

U. Wiesmann 05.11.2020, 18:24 Uhr

Hallo, kann man Internestreams (z.B. rock FM) über ein Digitalradio hören? Schöne Grüße Ulli

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Maria Klipphahn 09.11.2020, 15:59 Uhr

Hallo Ulli, leider nein, das ist nur über Internetradios oder andere internetfähige Geräte möglich. Liebe Grüße, Maria vom Cyberport-Team

Robert Specht 24.05.2021, 18:03 Uhr

Hallo, Ich wohne in Wien und bin verkabelt Magenta/ex UPC. Anscheinend liefert das Kabel DVB - C. Da ich nicht nur über die eingeschaltete Media Box (PACE DCR7111) Radio hören möchte, überlege ich Internet-Radio oder Kabel-Radio. Ich möchte damit meine ältere analoge NAD Stereo Anlage "füttern". Welche Lösung schlägt der hier versammelte Sachverstand vor? DAB wird in Wien wohl noch länger nicht konkurrenzfähig sein... Magenta bietet zwar ein Radio-Kabel an, aber ob das eine gute Lösung ist? Für Internet Radio wurde mir ein Denon Streamer empfohlen... LG aus Wien Robert

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Johanna Leierseder 25.05.2021, 13:55 Uhr

Hallo Robert, vielen Dank für deinen Kommentar! In diesem Fall würden wir dir tatsächlich den Netzwerk-Audio-Player von Denon empfehlen: https://www.cyberport.de/?DEEP=BG09-11F&APID=22 Mit diesem könntest du dein bestehendes System in hochwertiger HiFi-Qualität um alle Netzwerkfunktionen auf den neuesten Stand bringen. Mit dabei wären Internetradio, Multriroom-Aufbau über Denon Heos, Sprachsteuerung über Amazon Alexa, Bluetooth-Streaming für Besucher, AirPlay2 sowie Siri Sprachsteuerung für iPhone Nutzer, uvm. Beste Grüße aus Dresden nach Wien Johanna

Andreas 05.08.2022, 14:59 Uhr

Das "Radiokabel" von Magenta ist sang- und klanglos verschwunden, sodass es sinnvoll schien, sich mit dem Internetradio zu befassen. Im Ergebnis habe ich mir zwei kleine Technisat-DIGITRADIO 10 IR zugelegt und beide zusätzlich mit Bluetooth-Transmittern versorgt. So kann ich jederzeit und in beiden Etagen meines Hauses Internetradio empfangen und Podcasts streamen. Für DAB+ sind auch in meiner Region die Empfangsbedingungen unterentwickelt. Außerdem ist die Auswahl der Radiostationen armselig. DAB+ empfange ich, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Internetradio ist mir luebgeworden. Wegen der Auswahl des Stationen ist es allen anderen Angeboten überlegen. An der Soundqualität ist nichts auszusetzen. Und den neuen Sender Kontrafunk empfange ich nur auf diesem Wege. Der kleine Empfangsadapter kann auch ohne meine Bluetooth-Lösung über jede HIFI-Anlage den Empfang von Internetradio gewährleisten. Ich möchte das Digitradio 10 IR von Technisat nicht mehr missen.

Manfred Rieken 12.06.2021, 22:00 Uhr

Man bekommt jedenfalls auf dem Lande keine vernünftigen Sender. DAB ist hier Murks, sonst nichts.

Heiner Schnapp 19.07.2021, 00:21 Uhr

DAB+ setzt eine Richtantenne zum Sender voraus . ebenso kann ich auf UKW durch die Antenne Sender hören die ich sonst nicht empfangen hätte. DAB Antenne unterm Dach Die Antenne steht vertikal , UKW horizontal . Bekomme dadurch alle 52 Programme. Da Internetradio nicht funktioniert. Entfernung W-Lan zu weit.

Norbert Rosbach 30.07.2022, 16:12 Uhr

Für mich persönlich ist das Internetradio eindeutig vorne. Alleine die extreme Vielfalt ist wohl kaum von DAB+ zu erreichen. Vom Klangbild her bevorzuge ich auch das Internet. Bei DAB+ werden mir zu sehr die Höhen beschnitten.

Andreas Rochow 05.08.2022, 08:31 Uhr

Web- bzw. Internetradio ist bei mir die stationäre Lösung für zuhause geworden. Voraussetzung dafür ist ein gutes WLAN im ganzen Haus. Die kleinen Internetradio-Adapter sind so platziert, dass ich mit BT-Lautsprechern auf sie zugreifen kann. So kann ich den neuen deutschsprachigen Sender KONTRAFUNK überall im Haus hören. DAB+ genieße ich im Auto, möchte aber die in vielen Regionen noch schlechten Empfangsbedingungen kritisieren. Außerdem frage ich mich, wer die enge Auswahl der werbelastigen Sender trifft. Insgesamt fühle ich mich mit der Senderauswahl im Internetradio sehr viel wohler. Achtung! Der IR-Portalbetreiber wird durch den Kauf des jeweiligen IR-Radios festgelegt und ist nicht frei wählbar! Die Marke "auna" greift auf ein anderes Portal zu als die Marke "technisat". Letztere wirkt moderner, zuverlässiger und ergonomischer. - Davon unabhängig kann man mit jedem Smartphone, PC oder Mac auf die IR-Portale zugreifen, wenn einem das Downloadvolumen egal ist. IR ist der Rundfunkempfang der Zukunft, insbesondere auch, weil es den gezielten Zugriff auf Podcasts und Streamingportale ermöglicht.

Eliane Guggenbühl 18.08.2022, 11:53 Uhr

Was ist nachhaltiger?

Norbert Rosbach 30.10.2022, 15:25 Uhr

Ich persönlich empfinde Internetradio besser im Empfang und Klang als DAB+ . Ich höre über eine Yamaha Netzwerk-Anlage und kann somit beides gut miteinander vergleichen. DAB+ klingt bei mir immer vom Klangbild dumpfer. Es fehlen also die Höhen gegenüber Internet.

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Roland 23.11.2022, 00:32 Uhr

Wenn ich den Vergleich mache mit einem Song, der, z. B. von einem öffentlich-rechtlichen Schweizer Internet-Radiosender, gespielt wird, mit dem gleichen Song aus meiner CD-Sammlung (unmittelbar danach), höre ich keinen Unterschied... PS: Vielen herzlichen Dank für die vielen Informationen und Kommentare von CyberBlog.de, die für mich sehr aufschlussreich waren!

Christoph 10.12.2022, 10:31 Uhr

Hallo Norbert! Ist das wirklich so? Also ich zweifle es nicht an, sondern bin nur erstaunt, weil ich mir beinahe ein DAB+-Tuner gekauft hätte, um eine bessere Klangqualität zu bekommen. Wenn ich einen meiner Lieblingssender über Internet höre oder dann im Auto mit DAB (ich glaube ohne "+") wenn ich in Deutschland unterwegs bin, habe ich immer das Gefühl, dass die Qualität um Längen besser ist. Kann man die Bitrate eines Internetstreams bestimmen? Über DAB+ habe ich bei "meinem" Sender diese Angabe gefunden: 72 kbit/s. Viele Grüsse aus Zürich, Christoph

radiofan 15.12.2022, 08:38 Uhr

Hallo, liebe DAB+ Befürworter, für mich ist es nur der brutale Versuch, mit geringeren Senderkosten zu srbeiten und gleichzeitig eine Riesenmenge an Elektronikschrott zu erzeugen. Was nützt mir auf der Fahrt von Hamburg nach Wiesbaden noch vor der Schiersteiner Brücke denn der Verkehrsfunk aus Hamburg ? (Stichwort Gleichwelle ). Hinzu kommt, dass in benachbarten Räumen zu hause das Signal zeitversetzt ankommt, klingt Mist. Und soll ich nun meine 6 schönen und guten Receiver mit diversen Anschlüssen für PC, Plattenspieler und Tonband wegwerfen um mir DAB Radios ( Küchenradio Qualität ) zu kaufen ? Nützt nur den Herstellern in China, dem Verkäufer und dem Finanzamt was. Also bleibt es beim UKW.

René 05.01.2023, 12:38 Uhr

Wir haben uns nach Jahren mit Bluetooth Lautsprechern jetzt ein DAB Radio gegönnt. Da der Klang für ein Radio dieser Klasse nicht wirklich gut war hab ich das Telefon über Bluetooth verbunden und siehe da, beim gleichen Sender war der Klang auf einmal auf dem Niveau wie man es bei Geräten dieses Herstellers kennt. Liegt es evtl am Standort das DAB+ deutlich schlechter klingt als Radio über Internet?

Werner 19.02.2023, 09:00 Uhr

Bin ein Radio Fan erster Stunde: Dank Internet bin ich auf das KaminRadio gestoßen, welches für mich schon fast eine Revolution darstellt. (kompatibel für alle Gerätschaften, simpel einfach und überall dabei) DAB+ wird sicherlich für den einen oder anderen seine Daseinsberechtigung haben, für mich leider nicht. Gruß aus der schönen Schweiz

Thomas 15.06.2023, 08:06 Uhr

Die Klangqualität von DAB+ ist grauenvoll und mit Musik hat das nichts mehr zu tun. Meine UKW Radios bieten da eine wesentlich höhere Klangqualität, die aber von den Sendern bei weitem nicht ausgenutzt wird. Mit einem Testsender liegt das gute alte Analogradio sehr nahe an der Audio-CD. Beim Internetradio hat man ja die freie Wahl, welcher Audio-Codec und Bitrate gewählt wird. Meine Lieblingssender streamen mit >256kb/s im MP3 Format und das Angebot steht mir auf einer Vielzahl vorhandener Geräte zur Verfügung. Mir ist allerdings aufgefallen, dass keiner meiner Webradiosender aus Deutschland kommt. Woran das wohl liegt?

Friedrich Cremer 27.08.2023, 13:47 Uhr

Kann ein smartphone DAB+Sender in CD-Qualiät zB per USB-Verbindung ausgeben ?

thowi 11.09.2023, 17:23 Uhr

Uns wurden letzte Woche zu Hause vom Kabelanbieter der UKW-Empfang abgeschaltet. Aus techn. Gründen hieß es lapidar im Infoblatt - "man solle sich im Fachhandel beraten lassen" wie man zukünftig Radio hören will - hieß es weiter. "Toll" ! Zumal ich seit vielen Jahren mit der Empfangs-und Klangqualität meines Denon-UKW-Receivers überaus zufrieden war. Im Auto habe ich DAB+ und muss sagen Klang gut - aber überall Empfangsabdeckung besonders in ländlichen bergigen Gegenden kann ich nicht bestätigen. DAB+ - Sender werden von unserem lokalen Kabelanbieter nicht alternativ ins ehemalige UKW-Netz eingespeist, musste ich leider feststellen. "Klasse" - weniger Leistung zum gleichen Preis ! MDCC ist wohl der Meinung dass die Digitalsender ja schon im TV mit abgespeichert werden können, so dass man jedes mal wenn man nur Radio hören will, zuerst den TV anstellen muss - auch nicht so die super Lösung. Im Fachhandel gab es zum Empfang von digitalen DVB-C - Radiosendern ohne TV derzeit nur die Möglichkeit DVB-C-Radio mit einer unansehnlichen "Büchse" namens "Vistron VT855" als Zusatztuner für die HiFi-Anlage zu empfangen. Ich habe mich nach intensiver Eigenrecherche im Netz alternativ für den "TechniSat DIGITRADIO 143 CD" entschieden - eine fast "eierlegende Wollmilchsau" was digitale Musiksignale betrifft. Hiermit hat man die Vorzüge (fast) aller Empfangsmöglichkeiten in einem hochwertig verarbeiteten HiFi-Baustein vereint. DAB+ ist allerdings damit bei uns nicht ohne Zusatzantenne empfangbar, INTERNET-Radio über WLan dafür meist in Top-Qualität (die natürlich von den Sendern abhängt) ! Sendervielfalt überwältigend - klasse Suchfunktion im Gerät - ohne App.-Gedöns für einzelne Sender - alles über eine prof. Benutzeroberfläche. Es lassen sich auch pro Empfangsvariante je 30 Sender fest abspeichern. Wiedergabe inkl. Zusatzinfos auf einem kontrastreichen Farbdisplay in Top-Audio-Qualität über die HiFi-Anlage - die FB-Befehle mit auf die Systemfernbedienung übertragen - bin damit (nun wieder) zufrieden. Für mich heißt der Favorit im stationären Bereich auf Grund der Vielfalt eher Internet-Radio (mit enstprechender Hardware). Im mobilen Bereich (Auto) DAB+ zusammen mit UKW. Vllt. konnte mein Artikel einigen unschlüssigen Usern, die vor der gleichen Herausforderung stehen, bei einer Entscheidung helfen.

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