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#erstmalverstehen: Was ist SimRacing?



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Fallen die Namen von Automarken wie Ferrari, McLaren, Maserati oder Aston Martin, schlagen die Herzen vieler Rennsport-Fans höher. So mancher träumt sein Leben lang davon, mit über 300 Stundenkilometern über den Asphalt zu heizen und sich eine Wettfahrt mit den besten Freunden zu leisten.

Ein Traum, dem ihr mit SimRacing verblüffend nahekommen könnt. Was hinter dem Begriff steckt und was Cyberport mit dem Thema zu tun hat, lest ihr hier.

SimRacing – Begriff, Bedeutung & Equipment

Beim SimRacing werden Fahrbahn und Fahrzeug detailgetreu abgebildet.
Im SimRig befinden sich Lenkrad, Hebel, Pedale und Monitor.
Beim SimRacing werden Fahrbahn und Fahrzeug detailgetreu abgebildet.

Der Begriff SimRacing stammt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für „Simulated Racing“, also simuliertes Rennfahren. Wer jetzt an Rennspiele à la Mario Kart, Need for Speed oder Dirt denkt, irrt.

Denn anders als bei herkömmlichen Arcade-Games, hat SimRacing einen sehr hohen Anspruch an ein möglichst realitätsnahes Erlebnis. Deshalb wird Software-seitig sowohl auf die Fahrzeuge geachtet, aber auch auf Fahrverhalten und weitere Faktoren wie Spritverbrauch, Reifenabnutzung oder sich verändernde Streckenverhältnisse. Dabei werden berühmte Rennstrecken, wie der „Nürburgring“, „Circuit de Monaco“ oder „Silverstone Circuit“ detailgetreu abgebildet.

Aber auch die Hardware ist auf ein realistisches Feeling abgestimmt, denn viele Fahrer sitzen in sogenannten “SimRigs”, einer Art Gerüst, das individuell angepasst werden kann. Je nach Spezifikation finden sich darin neben einem Lenkrad, Pedalen und Fahrersitz auch eine Handbremse und Schalthebel. Sogar ganze Fahrgestell-Nachbildungen sind erhältlich. Fehlt nur noch ein hochauflösender, großer Monitor, schon ist die Rennwagen-Simulation komplett.

Vom Hobby-Cruiser zum Profi-Rennfahrer: Anwendungsbereiche von SimRacing

Diesen Crash überstehst du im SimRacing ohne Verletzungen
Diesen Crash überstehst du im SimRacing ohne Verletzungen

Dadurch, dass SimRacing so großen Wert auf ein realitätsnahes Fahrgefühl legt, wurde der E-Sport als Motorsport-Disziplin anerkannt und ist mittlerweile sogar olympisch. Dr. Gerd Ennser, Präsidiumsmitglied des Deutschen Motor Sport Bunds (DMSB), erklärt: „Die Darstellung der Rennstrecken und die Einstellungsmöglichkeiten der Fahrzeuge sind so realistisch, dass viele Motorsportler SimRacing längst als Trainingsmöglichkeit und zur Vorbereitung etwa auf unbekannte Rennstrecken nutzen“ (Quelle: dmsb.de).  So befahren beispielsweise Rennfahrer wie Max Verstappen oder Lando Norris regelmäßig die virtuellen Strecken und trainieren für ihre nächsten Rennen.

Aber auch außerhalb der Rennsport-Elite, erfreut sich SimRacing großer Beliebtheit. Denn abgesehen vom Spaß-Faktor, ebnet die virtuelle Welt auch all denjenigen den Weg, die bisher aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage waren am Rennsport teilzunehmen. Schaut man sich allein die Kosten an, die für einen Testtag auf der Rennstrecke anfallen, wird klar, dass SimRacing auch aus finanzieller Sicht überzeugen kann. Ganz zu schweigen von Spritpreisen oder Reparaturkosten für die Rennwagen, die bei der Rennsportsimulation komplett wegfallen.

Auch das Sicherheitsrisiko realer Rennen sei erwähnt: Trotz der gestiegenen Sicherheit kam es im Rennring auch zu Unfällen und Verletzungen. Dieser Gefahr setzen sich Fahrerinnen und Fahrer im virtuellen Raum nicht aus.

Die Grenzen des virtuellen Rennsports

Zwar wirken Rennwagen & -strecken verblüffend realistisch, ...
... manches vom Rennsport geht beim SimRacing aber auch verloren.
Zwar wirken Rennwagen & -strecken verblüffend realistisch, ...

Wer Arcade-Games gewöhnt ist, wird bei seinen ersten SimRacing-Versuchen wahrscheinlich oft an seine Frustrationstoleranzgrenze stoßen, denn der Rennsport erfordert ein weitaus höheres Maß an Können – schließlich müsst ihr auf viel komplexere Faktoren achten. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, muss jedoch jeder für sich entscheiden.

Im Vergleich zur Realität, könnte manch einer argumentieren, dass zum richtigen Rennsport-Feeling viel mehr gehört: Verbrannte Reifen oder Benzin wirst du in einer virtuellen Simulation zum Beispiel nicht riechen können. Auch die Stimmung, die rund um den Renn-Ring in der Live-Zuschauerschaft herrscht, lässt sich bei einem Online-Event nicht eins-zu-eins reproduzieren.

Was die Gaming-Hardware angeht, werden euch hier natürlich auch Grenzen gesetzt. Das Rattern der Motoren unter euren Füßen, die G-Kräfte in der Kurve oder den Windstoß vorbeifahrender Rennfahrer werdet ihr mit herkömmlicher Hardware nicht spüren können. Zwar gibt es auch Equipment, das die Bewegung innerhalb des Fahrzeugs simuliert, wer sich dieses leisten will, muss allerdings deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen.

Aus finanzieller Sicht kann SimRacing im Allgemeinen die Preisklasse herkömmlicher Konsolen überbieten. Während Nintendo Switch, Xbox oder PlayStation sich eher unterhalb der 1.000 Euro-Marke bewegen, kann eine vollständige SimRacing-Ausstattung inklusive des Fahrersitzes, Lenkrads, der Pedale, Monitore, Schalthebel und Co. gut und gerne mehrere 1.000 Euro kosten. Hier sei aber erwähnt, dass ihr nicht zwingend eine High-End-Ausstattung benötigt. Anfänger können auch mit günstigerem Einstiegsequipment am heimischen PC an Rennen teilnehmen.

Cyberport meets SimRacing: Unsere Kooperation mit dem MSC Puma Kuppenheim

Cyberport-Logo und -Schriftzug zieren die Wagen des MSC Puma Kuppenheim.
Ein schönes Heck kann auch entzücken.
Cyberport-Logo und -Schriftzug zieren die Wagen des MSC Puma Kuppenheim.

Neben Fahrern, die dem virtuellen Motorsport privat beiwohnen, gibt es auch Vereine mit ganzen SimRacing-Teams, die sich – genau wie im echten Rennsport – in Meisterschaften unter Beweis stellen. Der MSC Puma Kuppenheim ist der größte deutsche SimRacing-Verein und nimmt am ADAC SimRacing Cup teil. Die 28 Fahrer und Fahrerinnen sind dabei in verschiedenen Ligen vertreten und heimsen einige Erfolge ein.

Wer schon einmal ein Event des Vereins verfolgt hat, wird es vielleicht schon gesehen haben: Das Cyberport-Logo auf den Rennwagen. Das hat auch seinen Grund, denn seit Ende 2021 ist Cyberport offizieller Hauptsponsor des MSC Puma!

Wir finden: Technik und Rennsport passen hervorragend zusammen und freuen uns deshalb sehr über die Kooperation. Darüber hinaus bieten wir in unserem Online-Shop auch SimRacing-Equipment an. Mit Pedalen, Brems– oder Schalthebeln, Monitoren, Sitzen und Co. könnt ihr selbst zum SimRacer werden oder euer bisheriges Setup aufpolieren.

Fazit: Der Nürburgring in meinem Wohnzimmer

Egal ob Motorsport-Fan, Profi-Rennfahrer oder Zocker: SimRacing begeistert viele Menschen. Der technische Fortschritt macht es möglich, dass wir uns wie echte Rennfahrer fühlen dürfen, ohne unser Wohnzimmer verlassen zu müssen.

Wir hoffen, wir konnten euch mit diesem Artikel ein wenig mehr über die Welt des SimRacing erzählen. Wenn ihr jetzt mehr über den E-Sport erfahren oder ein SimRacing-Event live miterleben wollt, dann schaut doch mal auf der Seite des MSC Puma Kuppenheim vorbei. Zur SimRacing-Ausrüstung im Cyberport Online-Shop gelangt ihr hier.

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