Tests

Denon Home 250 & 350 – Ersatz für Hi-Fi-Anlagen?



Zugeordnete Tags Lautsprecher | Musik | WLAN
Bereiche

Bewertung
Ein rundes System
4,5

 Pro

  • Klingen deutlich größer als sie sind
  • Bässe sind beeindruckend, besonders beim Home 350
  • Umfangreiche Möglichkeiten in der App
  • Besserer Sound als der Vorgänger
  • Großes Ökosystem auch für Hi-Fi- & Heimkino-Enthusiasten
  • Für hohe Lautstärken geeignet

 Contra

  • Hohe Frequenzen fehlen ein wenig beim Home 350
  • Keine Unterstützung für TIDAL Master
  • Versprochene Sprachsteuerung noch nicht umgesetzt
  • Via Bluetooth wird lediglich SBC unterstützt

Ist es möglich, dass dank des Komforts und des guten Preis-Leistungs-Verhältnis der Streaming-Dienste wieder viel mehr Musik gehört wird? Mir geht das zumindest so – anstatt Unsummen in CDs zu investieren oder immer wieder dieselben Platten zu hören, entdecke ich ständig neue Musik und habe dank weniger Tasteneingaben auf fast alles Zugriff. Großartig.

Doch was ist die ganze Welt der Musik wert, wenn man sie nicht gut oder nur umständlich hören kann? An diesem Punkt setzen immer mehr Hersteller an und möchten es mir möglichst einfach machen, Musik in guter Qualität zu genießen. Bestes Beispiel Denon, die dank modernster Digital-Technik und abgestimmter Hardware den Sound großer Hi-Fi-Anlagen auch im wohnzimmerfreundlichen Format versprechen.

Angefangen hat das Multiroom-System von Denon bereits 2014 mit dem HEOS 3, der mit außergewöhnlichem Design – mehr Skulptur als Lautsprecher – auf sich aufmerksam machte. Die Reihe wurde immer weiter erweitert, von HEOS 1 HS2 bis HEOS 7 HS2, dazu eine Soundbar und Subwoofer. Dieses Jahr wagte Denon einen großen Schritt und löst die HEOS-Serie mit der Home-Reihe ab. HEOS steht fortan für das zugrunde liegende Multiroom-System, welches auch zahlreicher andere Audio-Geräte von Denon, allen voran den bekannten AV-Receivern, zugrunde liegt. Ich erhielt für einen Test den Home 250 und den Home 350 und werde euch in diesem Bericht erzählen, ob ihr hellhörig werden solltet.

Unboxing

Schnell loslegen mit Denon Home 250 & Home 350

Übersichtlicher Karton mit den wichtigsten Features.
Nicht schön, aber gut geschützt.
Eingetütet.
Eine geniale Idee.
Schon ist der Speaker befreit.
Nochmal ein paar der wichtigsten Funktionen zusammengefasst.
Übersichtlicher Karton mit den wichtigsten Features.

Die Verpackung der Denon-Home-Lautsprecher ist in erster Linie pragmatisch. Als erstes begrüßt mich die Schnellstartanleitung. Ein „Eierkarton“ schützt die kostbare Fracht umweltbewusst vor Schäden. Sehr praktisch ist beim Home 350 die Plastiktüte, die sowohl vor Kratzern schützt als auch beim Befreien des Lautsprechers hilft. Die Tüte des Home 250 besitzt keine Henkel, dafür allerdings einen Einschnitt an der Rückseite, durch den ich den Griff des Lautsprechers erreiche.

Beiden Lautsprechern liegt ein Stromkabel bei, im Karton des Home 350 finde ich zudem eine Schraube, die zur Montage an einer Wandhalterung oder auf einem Lautsprecherständer gedacht ist und die so kurz ist, dass sie keine Schäden an den Innereien verursachen kann.

Die Einrichtung ist ziemlich einfach. Ich muss den Lautsprecher einfach mit der Steckdose verbinden, die HEOS-App installieren und den Anweisungen folgen. So warte ich, bis die dimmbare LED an der Front gelb leuchtet und drücke dann auf der Rückseite die CONNECT-Taste. Automatisch findet die App den Speaker und ich weise ihm den Raum zu. Für viele Funktionen benötige ich zudem einen HEOS-Account, der mit den Streaming-Diensten gekoppelt wird.

Design

Passt in jede Wohnung

Der Denon Home 350 ist ein sehr schlichter Lautsprecher.
Mein Favorit ist eindeutig die dunkle Variante.
Schön, wenn die Bedienelemente...
...erst auftauchen, wenn man sie benötigt.
Auch wenn es nicht auffällt, der Home 250 ist ein gutes Stück kleiner.
Praktisch: Der Tragegriff auf der Rückseite.
Nicht der sauberste Übergang.
Schön zu erkennen: Die Musterung der dunklen Bespannung.
Der Denon Home 350 ist ein sehr schlichter Lautsprecher.

Ganz klar ist ersichtlich, dass Home 150, 250 und 350 Teil eines Systems sind, das im ganzen Haus verteilt eingesetzt werden soll. Im Gegensatz zu den bisherigen HEOS-Lautsprechern sind diese Speaker schlicht und unauffällig gestaltet. Zwei Farbvarianten stehen euch zur Verfügung: Weiß mit grauer Bespannung oder komplett schwarz.

Abgesehen von Ober- und Unterseite ist der Speaker in einen blickdichten Stoff gehüllt, der in der grauen Variante eine attraktive Textur besitzt. Das sieht angenehm wohnlich aus und passt vermutlich in die meisten Einrichtungen. Am unteren Rand des Bezugs prangt noch das Denon-Logo sowie eine LED, die den aktuellen Status verkündet und per App in der Helligkeit gedrosselt werden kann.

Die Touch-Tasten an der Oberseite werden erst sichtbar, wenn sich die Hand in der Nähe befindet. Zwei Löcher unterbrechen die glatte Oberfläche. Dahinter befinden sich die beiden Mikrofone für die zum Testzeitpunkt noch nicht freigeschaltete Sprachsteuerung.

An der Unterseite finde ich in der Mitte ein Stativgewinde, das für Lautsprecherständer gedacht ist. Aber auch ein Kamerastativ kann funktionieren. Achtet allerdings genauestens darauf, dass die Schraube nicht zu tief in den Speaker eindringt – gerade bei dem Home 350 meine ich, die Elektronik durch das Loch erkennen zu können. Hier hätte ich eine mechanische Sperre oder ein Warnaufkleber mit der maximalen Schraubenlänge bevorzugt.

Die Rückseite ziert zwei Tasten für Connect und Bluetooth, ein Ethernet-Port, ein AUX-Eingang und ein Kleingeräte-Anschlusskabel – im Gegensatz zur Vorgängerreihe ist das Netzteil im Lautsprecher integriert. Der 250 besitzt zudem eine Einkerbung auf der Rückseite, die als Tragegriff dient.

Mit 6,2 Kilogramm ist der Home 350 annähernd doppelt so schwer wie der Home 250, welcher lediglich 3,7 Kilogramm auf die Waage bringt.

Konnektivität

Guter Durchschnitt

Die Anschlüsse des Denon Home 350.
Der Denon Home 250 ist identisch ausgestattet.
Ob ihr verbunden seid, seht ihr, wenn das Licht angeht. Die Status-LED verrät viel und kann gedimmt werden.
Leider trotz Mikrofone noch kein Smart Speaker.
Die Anschlüsse des Denon Home 350.

Wie so oft sind auch die Multiroom-Speaker von Denon auf den Netzwerk-Einsatz ausgelegt. Daher wird Bluetooth leider nur stiefmütterlich behandelt – hoffentlich reicht euch SBC, denn verzögerungsfreie oder besser klingende Bluetooth-Formate wie AptX, AptX HD, AAC oder LDAC könnt ihr vergessen. Enttäuschend, aber leider immer noch Standard bei Netzwerk-Lautsprechern. Der Fairness halber sei gesagt, dass der schlechte Ruf von SBC auf Übertragungen mit reduzierter Bitrate basieren. Bluetooth-Verbindungen sind aber besser geworden, sodass das seltener passiert. Bei guter Verbindung kann SBC mit den Alternativen mithalten.

Statt via Bluetooth sollt ihr die Lautsprecher aber sowieso per WLAN oder Ethernet-Kabel in euer Netzwerk einbinden. Alternativ dient ein USB-Port für den Anschluss eines USB-Sticks oder ein AUX-Eingang für den schnellen Anschluss eines (vermutlich bereits recht alten) Smartphones oder MP3-Players.

Immerhin, 5 GHz WLAN unterstützt der Speaker auch mit höheren Kanälen wie der 120, was gerade in Mietwohnungen mit vielen WLAN-Netzen von Vorteil ist. Die Vorgänger HEOS 1, 3 und 5 konnten das nicht. Dass die Speaker dabei lediglich 802.11n und nicht ac unterstützen,  ist angesichts der niedrigen benötigten Datenraten kein Problem.

Unterstützt werden die üblichen Streaming-Dienste, für mich heißt das wie immer kein YouTube Music, was vermutlich an Google liegt. Bei einem gerooteten Android Smartphone könnt ihr mit der AirAudio-App den gesamten Audio-Output des Telefons abgreifen und an die Lautsprecher streamen. Inzwischen bin ich aber zu TIDAL HiFi gewechselt – YouTube Music komprimiert die Musik zu stark. Um TIDAL zu nutzen, müsst ihr die HEOS-App nutzen, die zwar nicht so schick wie die TIDAL-App ist, aber gut genug funktioniert. Was nicht funktioniert? Die Master-Qualitätsstufe sowie Aufnahmen mit 24 Bit und 96 kHz – abgespielt wird stattdessen die FLAC-Variante in CD-Qualität.

Die nötige Hardware für Sprachassistenten ist bereits an Board, Support hat Denon für spätere Firmware-Versionen versprochen. Habt ihr bereits einen Smart-Speaker, könnt ihr euren Denon Home aber bereits jetzt per Stimme steuern.

Eine Besonderheit ist, dass auf einem Smartphone oder Tablet gespeicherte Musik abgespielt werden kann. Ihr könnt sogar ein Android- oder iOS-Gerät nutzen, um auf einem anderen Gerät gespeicherte Musik abzuspielen. Auch den Zugriff auf einen NAS (Samba-Shares) ist möglich. Das klappt bei mir super – die Performance des Interfaces ist gut und das System sinnvoll aufgebaut. Wähle ich einen Künstler aus, sehe ich seine Alben und dann seine Songs. Alben und einzelne Tracks kann ich jeweils sofort abspielen, in die Warteschlange legen oder eine neue Warteschlange starten. Und ist die Warteschlange erst einmal befüllt, kann das Smartphone auch aus dem Netz entfernt werden. Zudem kann ich die Warteschlange auch als Playlist speichern. Gerade Musikfans mit größerer Sammlung kommen hier auf ihre Kosten. Dachte ich zumindest, doch nach einer Weile des Indexierens konnte die HEOS-App nicht mehr auf den Server zugreifen. Musik aus der Warteschlange spielte weiter, aber andere Titel hinzufügen? Geht nicht. Und inzwischen kann ich den Server auch nicht mehr erneut einrichten.

Bedienung & App

Auf ein Minimum reduziert

So sieht der Musik-Player aus – in diesem Fall streame ich von Tidal.
Reichlich Auswahl an Quellen.
Das Einstellungsmenü.
Die Playlist ist rudimentär, funktioniert aber.
Wenn ich mehrere Speaker koppeln möchte.
Einfach gedrückt halten und rein oder raus ziehen.
Denon und Marantz unterstützen HEOS.
Und zwar nicht zu knapp.
Die Einrichtung ist sehr einfach, die Anleitung klar verständlich.
Kurz warten und schon ist der Lautsprecher gefunden und eingebunden.
So sieht der Musik-Player aus – in diesem Fall streame ich von Tidal.

An den Lautsprechern befinden sich neben den beiden Tasten zum Verbindungsaufbau lediglich die Touch-Tasten, mit denen ich Musik pausiere beziehungsweise fortsetze sowie die Lautstärke verstelle. Hinzu kommen drei (Home 250) beziehungsweise sechs (Home 350) Favoriten. Soweit ich das sehe, kann ich aber lediglich Radiosender hier festlegen und nicht zum Beispiel TIDAL-Playlists.

Hauptsächlich steuert ihr die Speaker über die HEOS-App. Diese ist in drei Bereiche unterteilt: Der erste Reiter zeigt direkt an, welcher Lautsprecher gerade angespielt wird. Ich sehe zudem eine Liste der zur Verfügung stehenden Lautsprecher und kann diese einzeln oder gesammelt anspielen. Dafür halte ich einfach auf einen gedrückt und ziehe ihn auf einen anderen Speaker. Das klappt gut und spielt synchron. Auch kann ich zwei gleiche Lautsprecher miteinander koppeln, um die Musik richtig in Stereo zu genießen.

Der mittlere Reiter dient der Musikauswahl. Alle Dienste – Spotify, Tune In (Radio), Amazon Music, Deezer, Napster, Soundcloud, TIDAL – entdecke ich hier ebenso wie die Möglichkeit, auf dem Smartphone oder einem NAS gespeicherte Musik abzuspielen. Mit meiner Sammlung funktioniert das aber nicht gut. Ebenso kann ich einen USB-Stick am Lautsprecher anschließen oder den AUX-Eingang nutzen. Für Spotify ist nicht die App verantwortlich, stattdessen wählt ihr einfach in der Spotify-App den Denon-Lautsprecher aus. An dieser Stelle findet ihr auch die Optionen, um weitere Geräte hinzuzufügen, bestehende zu verwalten, Streaming-Dienste hinzuzfügen und vieles mehr.

Der letzte Reiter gibt mir Informationen zur aktuell gespielten Musik, zeigt mir das Cover-Artwork an und hat Tasten zur Wiedergabesteuerung und Lautstärkeregler. Sind mehrere Lautsprecher gruppiert, kann ich diese auch einzeln steuern. Über einen Button findet ihr den Equalizer, über einen weiteren die aktuelle Playlist.

Viele Probleme habe ich mit der App nicht, allerdings liefen gruppierte Lautsprecher zweimal nicht synchron miteinander. Die Lösung ist denkbar einfach: Ich musste lediglich kurz pausieren, dann fing sich das System. Außerdem funktioniert der manuelle Trackwechsel bei gekoppelten Speakern nicht reibungslos, es wird dann auf dem sekundären Lautsprecher für ein paar Sekunden zwischen den Liedern hin und her geswitcht.

Stromverbrauch

Class D steht für sparsam

Braucht nicht viel Strom.
Braucht nicht viel Strom.

Der kleine Lautsprecher erweist sich als äußerst sparsam. So benötigt er im Idle zwei Watt, einsatzbereit bei verbundener HEOS-App sechs Watt. Da bleibt er auch, bis ich den Speaker eine Zeit lang nicht genutzt habe. Bei regulärem Musikgenuss steigt der Verbrauch auf zirka sieben bis acht Watt. Bei 75 Prozent Lautstärke erreiche ich kurzzeitig bis zu 22 Watt, dafür muss ich aber auch den basslastigen Evil Dub von Trentemøller einschalten. Wird es noch lauter, sinkt der Verbrauch wieder – um die Chassis zu schonen werden die stromhungrigen Bassfrequenzen abgeschnitten. Das merke ich auch an Bass I Love You, welches einfach so tief spielt, dass der Home 250 erst gar nicht versucht, die Geräusche von sich zu geben.

Der große Denon ist durstiger. Im Idle hält er sich mit drei Watt noch zurück. Bis ich die HEOS-App starte, dann pendelt der Verbrauch um 12 Watt und bleibt da auch. Das steigt auf 14 bis 16 Watt bei mittlerer Lautstärke an. Bei voller Lautstärke sehe ich üblicherweise etwas um 30 bis 40 Watt. Bass I Love You vermag den Stromverbrauch aber auch auf bis zu 100 Watt hochzutreiben – und das bereits bei 75 Prozent Volume. Und bei Bässen, die kaum hörbar sind. Wo Strom verbraucht wird, entsteht auch Abwärme, und so messe ich im regulären Betrieb bereits bis zu 65 Grad an der Unterseite. Eine Tischdecke sollte die Unterseite daher nicht blockieren.

Klang

Meckern auf hohem Niveau

Welcher wohl besser klingt? Denon HEOS 5 HS2, Denon Home 250 oder Nubert nuWave 85? Oder doch das Smart Display von Lenovo?
Für den Test muss ein Kamerastativ reichen. Der Home 350 ist für normale Stative zu schwer.
Welcher wohl besser klingt? Denon HEOS 5 HS2, Denon Home 250 oder Nubert nuWave 85? Oder doch das Smart Display von Lenovo?

Als Vergleichswert dient mir wie immer meine Nubert nuWave 85, kompakte Standlautsprecher, zusammen mit dem Nubert ABL 85. Dank des ABL – einem Vorläufer moderner digitaler Signalprozessoren, der den Frequenzgang begradigt und die Bass-Chassis dazu motiviert, mehr zu leisten – erreichen die Lautsprecher für ihre Größe unerhörte 26 Hertz bei minus drei Dezibel. Auch Denon setzt auf ähnliche Technologie und entlockt den deutlich kompakteren Home 350 ähnliche Frequenzen. Zusätzlich habe ich mir von einem Freund den Denon HEOS 5 HS2 ausgeliehen, der im Denon-Line-up vom Home 250 beerbt wurde.

Aufstellung & Einstellungen

Nach ersten katastrophalen Ergebnissen mit dem Home 250 auf meinem Schreibtisch realisierte ich, dass die Denons wie erwachsene Lautsprecher behandelt werden wollen – in einiger Entfernung auf solidem Grund stehend sowie mit etwas Abstand zur Wand. Ansonsten fängt es an zu dröhnen. Außerdem sollten die Lautsprecher ungefähr auf „Ohrenhöhe“ stehen, damit die Hochtöner sich voll entfalten können. Optimal funktionieren Lautsprecherständer für Regallautsprecher. Im direkten Vergleich und auf Messungen fällt mir allerdings auf, dass beide Denons mehr als meine Standlautsprecher mit dem Raum interagieren. So erlebe ich bei Denon dröhnende Bässe, während die Standlautsprecher bei ähnlichem Abstand bereits fast linear sind. Erhöhe ich den Abstand zur Wand, sind beide WLAN-Speaker ebenso neutral. Dafür möchte der Home 350 mehr Abstand zum Hörer, damit sich die Höhen voll entfalten können – glücklicherweise ist er nicht ganz so kritisch bei der Nähe zur Wand.

Bei beiden Speakern gefällt mir nun der Sound, bis auf leichte Schwächen bei den Mitten sowie Höhen, die in erster Linie mit ihrer Abwesenheit glänzen. Und dann, kurz bevor ich beim Testbericht auf Posten drücke, erhalte ich die lang ersehnte Benachrichtigung: Das neue Firmware-Update ist da! Eine Einstellungsmöglichkeit wurde ergänzt – ich kann nun wählen, ob der Lautsprecher frei steht oder in der Nähe von einer oder zwei Wänden ist. Bei der ersten Hörprobe fällt mir auf, dass das aber offensichtlich nicht die einzige Änderung ist. Die Höhen sind präsenter, und Töne, die bislang fehlten, sind nun hörbar. Wo ich bislang den eingebauten Equalizer bemühen musste, komme ich nun ohne aus. Für meinen Test entscheide ich mich, den Home 250 trotz sehr wandferner Aufstellung als in der Nähe einer Wand einzustellen. Irgendwo zwischen einer und zwei Wänden sehe ich das Optimum in meiner Wohnung.

Rock

Anlässlich des 20sten Geburtstags von The Sickness fange ich mit Disturbeds Stupify an. Auf dem Denon Home 250 erlebe ich den Track mit der nötigen Portion Aggression und Härte. Die sanfte Kickbass-Betonung tut dem Stück gut. Der Home 350 ist heller, wirkt insgesamt weniger satt vom Sound her, ist damit aber näher am Original. Dieser Trend setzt sich auch bei Bug Eyes von Dredg fort. Während mir der Home 250 mehr Druck und brillantere Hi-Hats gibt, ist der Gitarrenteppich des Home 350 dichter – ich meine, mehr Tonspuren zu erkennen.

Und etwas basslastige Rock-Musik? Bei Stop the Clocks von den Donots kommt erstmals das sattere Bassfundament des 350 zum Tragen, indem mehr vom Einschlag der Bassdrum rüberkommt. Auch der Chor, der den wunderschönen Chorus singt, scheint mir nun vollständig eingetroffen zu sein. Die Snare ist zwar leiser, klingt dabei aber voller und realistischer. Und der Bassist begleitet sehr subtil im Hintergrund, so wie es sein sollte. Hierbei kommt ein altes Phänomen zum Tragen: Je tiefer der Lautsprecher spielen kann, desto weniger dick tragen sie normalerweise auf, um fehlende Subbässe zu kaschieren.

Genau höre ich beim Anfang von Pink Floyds Time rein und vergleiche mit meiner Anlage. Wach rütteln sollen mich die Wecker. Der Gehörgang soll sich vor Schmerzen zusammen ziehen. Die 250 kommt inzwischen nah dran, bei den 350 würde ich mich im Bett umdrehen und weiter schlafen. Da fehlt doch noch etwas, auch wenn es im Vergleich zur alten Firmware-Version bereits eine starke Verbesserung ist. Beim Gitarrensolo hingegen liegen meine großen Lautsprecher genau in der Mitte zwischen Home 250 und 350 – während erstere hauptsächlich die hohen Töne der kreischenden Gitarre hervorheben, sind es bei dem 350 die Mitten. Es kommt mir so vor, als ob ich bei den großen Denons mehr Details denn je im Gitarrenspiel entdecke. Und bei Money kommt anfangs sogar der Stereo-Effekt etwas zur Geltung. Insgesamt klingt die Aufnahme als ob ich live dabei bin, während sich meine Anlage und mehr noch die 250 nach einer Aufnahme anhören. Es wirkt einfach nüchterner.

Beim 2013er Remastering von Hotel California (Eagles) macht sich die Hochtonschwäche erstmals bezahlt – Hi-Hats, Cymbals und Crashes sind eigentlich ziemlich aggressiv abgemischt und beißen ein wenig in den Ohren. Nicht so bei den Denons, wobei der Home 250 näher an der eigentlichen Aufnahme ist. Allerdings verliert die Bassdrum an Volumen und der Sänger scheint ein paar Meter weiter hinten zu stehen. Bei den HEOS 5 HS2 scheint er hingegen den Raum fast verlassen zu haben, die Bass-Drum wird gestreichelt, der obere Tieftonbereich erhält dafür einen ordentlichen Boost.

Große Unterschiede höre ich auch bei Into the Space Age von Amplifier. Das Lied arbeitet mit einem sehr dominant abgemischten Schlagzeug und auf drei Ebenen: Bretternde E-Gitarren und schmetternde Snare-Drum in der Mitte, bei der gefühlt das halbe Drumset mitschwingt. Die Snare wird stets anders angespielt, etwas, was der Home 350 schön herausarbeitet. Oben rum beißende Hi-Hats und Cymbals. Und dann der Bassist samt saftig nachschwingender Bassdrum. Sowohl Bassdrum als auch Snare klingen auf dem Home 250 zu nüchtern und trocken. So, wie die Instrumente üblicherweise aufgenommen und abgemischt werden. „Popp“ statt „Fump“.

Jazz

In Too Rich for my Blood von Patricia Barber macht sich der größere Tiefgang des Home 350 bezahlt. Zwar betont der 250er den Bassisten mehr, der 350 gibt ihm aber ein größeres, souveräneres Instrument in die Hand. Abgesehen davon liefert der 250 aber ebenfalls eine tolle Leistung ab und bringt das Hauchen in Patricia Barbers Stimme nochmals besser rüber. Zudem sorgt eine leichte Betonung im unteren Hochtonbereich beim 350 für etwas zu scharfe S-Laute, was mir beim 250 nicht negativ auffällt. Insgesamt spielen beide Lautsprecher miteinander und mit meinen Standlautsprechern auf Augenhöhe. Auch Herren machen äußerst viel Spaß, zum Beispiel wenn Harry Belafonte die Cotton Fields besingt oder Mighty Sam Mcclain in When the Hurt is Over sein Herz ausschüttet. Wer da still sitzen bleibt, hat keinen Puls.

Zella Days Purple Haze ist ein lasziver, energischer, sommerlicher Track mit psychedelischen Klängen. Auf dem 250er macht es richtig Spaß. Frau Day säuselt mir sanft ins Ohr. Die Snare-Drum gibt einen Marsch vor, Hölzer klingen im Hintergrund. Was der Bassist macht, will sich mir nicht vollständig erschließen. Das ändert sich mit dem Home 350, der alles noch einen Hauch realistischer und wärmer macht, mir den Klangteppich voller kleiner Soundeffekte ausbreitet. Die Standlautsprecher sind noch etwas analytischer, sicherlich auch wegen des richtigen Stereo-Sounds. Dafür nehmen sie dem Song etwas an Wärme.

Vermutlich erwähne ich in jedem zweiten Test Downtown in der Version von Rebekka Bakken. Das liegt einerseits an der rauen, ausdrucksstarken Sängerin und andererseits an der vielschichtigen Instrumentation, die alle Register der hr Big Band nutzt. Ich fange mit dem Home 250 an. Die Trompeten kreischen sich ins Ohr. Der Bassist swingt im Hintergrund mit, wenn auch leicht dröhnend, undefiniert, schwammig. Und dann der Wechsel zum Home 350. Rebekka Bakken singt etwas rauer. Ich kann den Bass etwas klarer ausmachen, er hat mehr Volumen. Die Blasinstrumente in der Mitte des Spektrums offenbaren noch etwas mehr Details. Dafür stellen sich die Trompeter hinter einen leichten Vorhang.

Pop, Electronica & Hip-Hop

Zusammen mit der Sängerin Sarah De Warren hat Spaces den Track Undone produziert, der von tighten, rasanten Bässen bis zu den höchsten Noten die Lautsprecher an ihre Grenzen führt. Oben rum haben wir da etwas, was ich am ehesten als Feenstaub beschreiben würde: Glitzernde Sounds, die von oben herabregnen. Definitiv eine Stärke des Home 250, der nochmals brillanter klingt als meine eigenen Lautsprecher und den Home 350 in seine Schranken verweist. Dafür kann De Warrens Stimme mit dem 350 mehr glänzen. Die Standlautsprecher sind dabei aber noch natürlicher. Und die Bässe? Der Home 250 schlägt sich wacker, muss sich dem nahezu fehlerfreien 350 aber geschlagen geben. Bei beiden wirkt es manchmal aber minimal übersteuert. Und die Geräusche bei zirka einer Minute versinken ein wenig im Chaos. Die deutlich größere und teurere Hi-Fi-Anlage bietet mir noch einen Hauch mehr Präzision und Geschwindigkeit.

Peak Bass erlebe ich mit Trentemøllers Chameleon. Hier stößt der Home 250 an seine Grenzen, lässt einige Töne aus. Seinen ähnlich großen Vorgänger HEOS 5 HS2 deklassiert er aber völlig. Der Home 350 setzt hingegen neue Maßstäbe und erreicht Frequenzen, die ich sonst erst von Lautsprechern wie dem Devialet Phantom erwarte – zum doppelten Preis. Ähnlich sieht es bei Bass I Love You von Bassotronics aus – ein Track, der selbst ausgewachsene Subwoofer ins Schwitzen bringt. Viele der tiefen Töne kann ich auf dem Home 350 hören, ähnlich wie bei meinen Standlautsprechern. Der Home 250 bemüht sich zwar, kommt aber nur bei den höchsten Bässen hinterher.

Infected Mushrooms Goa-Track Return to the Sauce fordert mit seinen harschen und abgehackten Sounds Tempo und Druck von den Speakern. Etwas, was der Home 350 ziemlich gut beherrscht. Der 250 zieht in beiden Aspekten den Kürzeren, es fehlt ihm (und den meisten anderen Lautsprechern) schlicht an Tiefgang. Auch brauchen mir die Basstöne etwas zu lang, um ihre volle Wirkung zu entfalten – eventuell eine Konsequenz der Passivmembran auf der Rückseite.

Was auf Electronica zutrifft, kann natürlich auch über Hip-Hop gesagt werden. Klar, Eminems Rap God wird von satten Bässen getrieben, Punkt für den Home 350 also. Aber irgendwie klingt der Rap God beim 250er einfach mehr wie er selbst. Und bei BLESSED von Ocean Wisdom und Dizzie Rascal teilt es sich ähnlich auf. Während die Beats definitiv den großen Speaker bevorzugen, ist es bei den gerappten Parts schwerer zu sagen. Dank der direkten Art des 250 kommen die in Rekordgeschwindigkeit gespitteten Bars noch etwas klarer und verständlicher rüber.

Klassik

Auf Cantate Domino findet sich eine fantastische Variante von O Holy Night, gesungen von der schwedischen Sopranistin Marianne Mellnäs, die von einem Chor und einer Orgel unterstützt wird. Gänsehaut pur, besonders auf dem Home 350, der mir einen Top-Sitzplatz in der Kirche gibt. Besonders fallen die kräftigen Bassnoten der Orgel auf. Bei dem Home 250 muss ich leider ein paar Meter weiter hinten sitzen, und die Orgel erinnert mehr an Dorfkirche statt Notre Dame. Es fehlen einfach die untersten Register. Aber: die Sopranistin gefällt mir bei dem 250 besser, weil mehr von ihrer Stimme abgebildet wird.

Sinfonieorchester? Check. Kammerchor? Klar. Militärkapelle? Wenn wir schon dabei sind. Kirchenglocken? Okay? Kanonen? Bitte was?! Tchaikovskis Ouvertüre 1812 als exzessiv zu bezeichnen wäre eine Untertreibung, als krönender Abschluss des Tests ist das Stück aber ideal. Bei den Violinen ziehe ich den Home 250 vor. Und auch die Trompeten sowie die Triangel gefallen mir beim Kleinen besser. Aber es gibt ja auch größere Instrumente, und im Finale überholt der 350 seine Verwandtschaft. Die Ganzen sich überlappenden Lagen kommen besser zur Geltung. Überhaupt wirkt wieder alles etwas größer. Und doch, die Darstellung der höchsten Töne gefällt mir so sehr beim 250, dass ich das Stück letztendlich lieber dort höre.

Lautstärke

Beide Lautsprecher spielen ziemlich laut – ausreichend für die meisten Situationen und Ansprüche. Beide reduzieren die Bässe ab zirka 70 bis 75 Prozent auf dem Regler, was für mich kein Problem ist. So laut höre ich Musik normalerweise nicht. Wollt ihr maximale Lautstärke, greift zum Home 350. Aber eigentlich sind die Lautsprecher weniger für Parties als für den Musikgenuss gebaut.

Messwerte & Co.

Was ich bemerkenswert finde: Besonders der Home 350 strahlt in einem breiten Winkel ab. Daher kann ich mich an unterschiedlichen Plätzen im Raum aufhalten, ohne dass sich der Sound deutlich ändert. Überall klingt es ausgewogen. Eine Ausnahme ist der Bassbereich – aber selbst Denon kann die Physik nicht überwinden. Der 250 ist hier ein wenig eingeschränkt, was allerdings nur bei genauerem Hinhören wirklich auffällt.

Mit einem einfachen Einmessmikrofon sehe ich mir den Frequenzgang der Lautsprecher an. Der Home 250 steigt bei respektablen 45 Hz ein, übertreibt es dann allerdings (die manuelle Raumkorrektur hilft). Zwischen 200 Hz und 2,5 kHz ist es neutral – man könnte auch sagen der Lautsprecher hat eine Grundtonabsenkung – bevor Denon die Höhen anhebt. Dieser Boost von knapp sechs dB lässt dann oben rum etwas nach, es bleiben aber alle von erwachsenen Menschen hörbare Frequenzen erhalten. Eine große Besserung im Vergleich zur vorherigen Firmware.

Der Denon Home 350 ist ein wahres Bass-Wunderkind, das bereits ab 24 Hz ordentlich Druck macht – da erblassen selbst zahlreiche Subwoofer vor Neid. Ein sanfter Badewannensound – Bässe angehoben, Höhen angehoben zeigt sich mir. Dabei sehe ich einen teils deutlichen Boost zwischen 50 und 100 Hertz sowie einen Anstieg um ungefähr fünf dB ab zwei kHz, welcher bei zehn kHz endet. Darüber fallen die Höhen weiter ab, wenn auch bei weitem nicht mehr so stark wie vor dem Firmware-Update. Das erklärt, wieso die höchsten Frequenzen dumpf klingen. Die Raumkorrektur senkt Frequenzen unter 400 Hz zunehmend ab. Das Ergebnis: Der Lautsprecher spielt einfach entspannt und voluminös. Er muss sich keiner Tricks bedienen, um die Illusion von Bass zu erwecken.

Der Neugierde halber schau ich mir meine Messung an und versuche den Frequenzgang im Hochtonbereich via Equalizer-App auszugleichen. Und auch, wenn ich deswegen Bluetooth und YouTube Music nutzen muss und die App vielleicht nicht so präzise arbeitet, empfinde ich es als spürbare Besserung. Obertöne in der Stimme kommen durch, für einen natürlicheren Klang. Trompeten und Violinen werden vollständig abgebildet, entfalten ihre Magie. Technisch gesehen sind die Lautsprecher also in der Lage, sehr hohe Frequenzen wiederzugeben. Klar, manche Spitzen sind zu scharf. Und mein Vorgehen ist alles andere als optimal und bringt Artefakte in den Sound. Aber wenn Denon das umsetzen würde? Vielleicht mit mehreren Profilen, eins für entspanntes Hören und eins für konzentrierten Musikgenuss? Die nötige Hardware ist jedenfalls vorhanden.

Fazit

Stolzer Preis – absolut gerechtfertigt

Schön, wenn man zwischen guten Lautsprechern wählen kann.
Auch der Home 250 macht eine attraktive Figur.
Schön, wenn man zwischen guten Lautsprechern wählen kann.

Mit den Denon Home 250 und Home 350 wagt der japanische Hersteller den Spagat zwischen normalem Musikfan und Hi-Fi-Enthusiasten. Und das mit Erfolg. So ergänzt ein Home 350 zum Beispiel prima das Schlafzimmer eines anspruchsvollen Heimkino-Fans, ist aber auch ein großes Upgrade gegenüber Kompaktanlagen und sogar einigen Hi-Fi-Systemen. Hinzu kommt die komfortable Anbindung an Streaming-Dienste sowie das kompakte, unauffällige Design.

Klanglich sind sowohl Denon Home 250 und Home 350 die bislang besten Lautsprecher, die ich zum Testen erhalten habe. Sind sie deswegen perfekt? Nein, aber es sind Lautsprecher, die mich als Musik-Fan ernst nehmen. Sie wollen mir keinen Bären aufbinden, tun nicht so, als ob da etwas ist was da nicht ist. Sie versuchen nicht zu kaschieren was fehlt. Ab Werk sind sie bereits gut abgestimmt. Und die Bässe sind extrem beeindruckend. Beide Punkte treffen insbesondere auf das größere Modell zu.

Trotz ähnlicher Auslegung haben beide Lautsprecher unterschiedliche Stärken und Schwächen. Bei den Denon Home 250 gefallen mir die Höhen. Sie sind seidig, voll, ohne zu spitz zu wirken. Gerade das Hauchen in einer Frauenstimme, Hi-Hats, Cymbals, Saxofone und Co. kommen hervorragend zur Geltung. Meine Standlautsprecher liefern noch ein bisschen mehr, noch ein bisschen feiner ab, können je nach Aufnahme aber stören. Der Rest ist gut, die Bässe sind solide und decken die meiste Musik ab. Es klingt voll und rund. Vielleicht etwas trocken, was besonders bei harter Rockmusik nicht verkehrt ist. Sicherlich ein großes Upgrade im Vergleich zu dem, was die Meisten bei sich zu Hause stehen haben.

Schalte ich zum Denon Home 350 erlebe ich einen offeneren Sound. Der Raum wird besser gefüllt. Die leichte Betonung der oberen Mitten klingt einfach voller. Und das Bassfundament haut mich um. Nein, der Lautsprecher sucht nicht nach Aufmerksamkeit, übertreibt nicht mit dröhnenden Bässen (bei der richtigen Aufstellung – dröhnt es doch, solltet ihr die Platzierung überdenken und in der App nachregeln). Aber wenn Subbässe vorhanden sind, spielt er sie ab. Meistens ein eher subtiler Effekt, der dennoch für einen voluminöseren, realistischeren Klang sorgt. Aus dem Wohnzimmer-Klavier wird ein Grand Piano, aus der Dorfkirche der St. Petersdom. Leider bin ich trotz Firmware-Update immer noch etwas von den Höhen enttäuscht. Denon war leider zu konservativ und filtert höchste Frequenzen raus.

Weitere, kleinere Kritikpunkte sind zum Beispiel, dass lediglich SBC unterstützt wird, oder dass über Tidal die Master-Qualitätsstufe nicht abgespielt wird – angesichts des Frequenzgangs aber vielleicht eher Hindernisse akademischer Natur, denn einen Unterschied würde man vermutlich sowieso nicht hören. Dafür funktioniert die App ziemlich gut, zum Beispiel das Gruppieren mehrerer Lautsprecher.

Ich habe auch fremde Stimmen gesammelt. Eine Freundin war zuerst vom schicken Design des HEOS 5 HS2 angetan, während ihr die Home-Reihe zu bieder war. Nach einer ersten Hörprobe hat sich das geändert, nun soll es der Home 350 sein. So gut, so detailliert habe sie Musik noch nie zuvor gehört. Außerdem füllt der Home 350 den ganzen Raum mit Klängen. Und der Freund, dessen Heimkino-Anlage im hohen vierstelligen Bereich liegt, meinte, zwei Home 350 könnten zahlreiche Stereo-Anlagen ersetzen.

Meine Empfehlung lautet daher auch, sich zwei Home 250 oder besser noch 350 zuzulegen um Musik richtig zu genießen.

Und so kommen wir zum großen Hindernis der Lautsprecher: dem Preis. Klar, der ist sehr stolz, besonders beim Home 350. Auch, wenn man bedenkt, wie viel die Vorgängermodelle der HEOS-Reihe kosten. Doch im Vergleich zum Vorgänger HEOS 5 HS2 ist akustisch ein deutlicher Sprung vorwärts zu erkennen, der den Preisanstieg völlig rechtfertigt. Und auch, wenn ich mich in Hi-Fi-Kreisen umsehe: So einen voluminösen, vollständigen Sound wie bei den Home 350 erkauft man sich normalerweise nur mit großen Standlautsprechern, die ein Vielfaches kosten. Nur, dass die dann auch Höhen können.

Eine Bitte habe ich noch: Vom Sonos Five weiß ich, dass sich der Sound im Stereo-Betrieb komplett ändert. Auch die Home-Lautsprecher sollen im Stereo-Betrieb Anpassungen durchführen. Gerade bei den Höhen sehe ich großes Potenzial, doch mangels Testgerät kann ich das nicht überprüfen. Solltet ihr euch für ein Paar Denon Home 350 entscheiden, würde mich eure Meinung interessieren.

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 19 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

Multiroom-Sound von Bose: Soundbar 500 & Portable Home Speaker im Test

Tests

17.04.2020

 | Daniel Wiesendorf

 | 4

Multiroom-Sound-Systeme sind praktisch. Zum Beispiel, um mal eben mehrere Speaker zusammenzuschließen und dann wieder getrennt voneinander zu nutzen. Und dann auch noch mit Sprachassistent? – Perfekt. Aber Bose? Der erste Gedanke ist:... mehr +

Sonos Move - Testlauf des Multiroom-Speakers mit Akku-Backup

Tests

31.01.2020

 | André Nimtz

 | 1

Vor gut zwei Jahren tastete ich mich als gefühlter Multiroom-Spätzünder erstmals in die Klang- und Funktionswelten von Sonos vor. Als ebenso spätgezündeter Bluetooth-Speaker-Nutzer trug ich bis dahin einen Creative Sound Blaster Roar mit mir... mehr +