Produkttest: iPhone 3GS (16GB-Modell) – Teil 1
Produkttest: iPhone 3GS (16GB-Modell) – Teil 1
DAS Smartphone schlechthin?
Nachdem Apple mit den neuen iPods nichts wirklich Neues vorgestellt und eher enttäuscht als begeistert hat, habe ich mir kurz entschlossen ein EU iPhone 3GS besorgt. In einem Kurztest habe ich mich ja schon mal dazu geäußert, jetzt gibt es den echten, ausführlichen Testbericht für Fans und alle, die noch Fans werden wollen. Lieferumfang: In der kleinen (weißen bzw. schwarzen) Pappschachtel findet man neben dem iPhone 3GS 16GB noch ein Headset mit Mikrofon und Fernbedienung, das USB-Datenkabel und das USB-Ladegerät. Dazu gibt es als Beigabe eine wirklich kleine Bedienungsanleitung und eine passende Schale für das Apple Universal-Dock. Mehr ist in der Schachtel nicht zu finden. Andere Hersteller würde ich an dieser Stelle für das mangelnde Zubehör rügen, hier finde ich es gut, dass Apple alles auf kleinem Raum zusammenpackt und so Platz und damit auch CO2 beim Transport spart.
Offenbar hat mich das Marketing von Apple doch etwas mehr überzeugt als das der anderen Hersteller. Komisch, ist aber so. ;-) Sven hat auch schon festgestellt, dass ich bald Mac-User sein werde.
Design
Das Design des iPhones ist einfach nur schlicht, aber imposant. Weiße Rückseite, silberner Rahmen, schwarze Displayumrandung und das 3,5-Zoll-Display, dazu an der Oberseite der SIM-Karten-Steckplatz und der Ein- und Ausschalter, links der Schalter um das Profil „Leise“ einzustellen, darunter die Lautstärkeregelung, an der Unterseite der Stecker für das USB-Kabel, an der Oberseite noch der „Home“-Button unterhalb des Displays – fertig ist das bahnbrechende, schlichte und dennoch fantastische Design. Mit seinen abgerundeten Ecken wirkt das iPhone nicht ganz so dick und liegt angenehm in der Hand.
Gehäuse
Das iPhone ist lediglich 116 x 62 x 12 mm groß und wiegt 135 g, das alte iPhone 3G war genauso groß und knapp 2 g leichter. Die Rückseite besteht aus einem wertigen und hochglänzenden Kunststoff, je nach Modell in Weiß oder in Schwarz. Hier sind auch das Apple Logo und die technischen Daten aufgedruckt, damit jeder Kenner beim Telefonieren sehen kann, dass man das 3GS hat – Nichtkenner sehen nur das iPhone, und das ist leider von der Form und der Farbe her identisch mit dem alten 3G. Die Rückseite in Weiß verschmutzt und verkratzt subjektiv gesehen weniger schnell als die schwarze Oberfläche, hier sieht man Kratzer und Fingerabdrücke, die im Weiß einfach nur untergehen. Die Glasoberfläche des Displays ist dagegen mit einer Nano-Beschichtung versehen – Fingerabdrücke haften zwar genauso leicht wie bei einem iPhone 3G, aber das Abwischen ist wesentlich einfacher. Einmal wischen und fast alles ist weg. Das ist ein cleverer Schachzug von Apple, denn Körperfette auf dem Smartphone sehen immer schlecht aus.
Verarbeitung
Die Verarbeitung ist dem Gerätepreis ebenbürtig, wenn nicht sogar besser. Vergleicht man das iPhone mit Telefonen wie dem Nokia N97, das auch einen relativ hohen Preis hat (hatte), so ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Kein Knarzen, keine Spaltmaße – nichts, wie man das bei einem Apple-Produkt auch nicht erwarten würde. Allerdings muss ich an dieser Stelle betonen, dass ich Glück habe, mein Display zeigt das Weiß als Weiß an. Es gibt wohl Serienstreuungen des Displays, bei denen das Weiß manchmal auch gelbstichiger werden kann. Auch ist die „Home“-Taste durchgängig und nicht schwammig zu drücken, es hat wohl schon Klagen von iPhone-Nutzern gegeben. Mir selber ist das iPhone noch nicht auf den Boden gefallen, aber ich habe ein iPhone gesehen, dass schon mehrfach runtergefallen ist und nicht gerade schonend behandelt wurde, alles kein Problem. Und so verzichte ich auch auf eine Tasche, weil ich einfach das nötige Vertrauen in die Verarbeitung habe.
Haptik
Das iPhone 3GS liegt wahnsinnig gut in der Hand. Mit dem hochwertigen Kunststoff der Rückseite, den runden Kanten und gerade mal 135 g Gewicht ist es ein Handschmeichler, dass auch beim Telefonieren nie wirklich zu schwer wird. Es ist weder zu klein, sodass bei längerer Nutzung die Hand wehtut, noch zu groß. Es findet problemlos in einer Jeanstasche Platz. Der Finger gleitet nahezu schwerelos über das kapazitative Display, bei anderen Touch-Smartphones muss der Finger fast mit Gewalt über das Display geschoben werden, hier macht es immer wieder Spaß. Die wenigen Bedienelemente liegen griffgünstig und reagieren so, wie sie sollen, schnell und einfach, auch der Druckpunkt gefällt absolut.














