Produkttest: Navigon Design Car Kit für iPhone
Produkttest: Navigon Design Car Kit für iPhone
Aus Smartphone wird Navi
Das iPhone ist Telefon, Internet-Tablet, Spielekonsole, iPod und und, und, und, und Navigationsgerät. Eine geeignete Software runterladen (z.B. TomTom in der Europaversion für 99 Euro) und schon kann man sich vom „JesusPhone“ navigieren lassen. GPS ist in der Version 3G und 3GS drin und das solle ja wohl reichen. Fehlt noch die geeignete Autohalterung fürs iPhone, aber das liefert natürlich auch TomTom und Navigon. Heute im Test das Navigon Design Car Kit fürs iPhone für knapp 40 Euro. Es gibt wie schon gesagt auch die Halterung fürs TomTom, die schlägt aber gleich mit knapp 100 Euro zu Buche – ohne Navisoftware. Dafür aber mit separaten GPS-Modul und einer verbesserten Sprachwiedergabe. Mein iPhone habe ich dann übrigens doch nicht als Navi getestet, da der Mini Clubman von BMW schon vom Werk aus mit einem Navi bestückt war. Vielen Dank dafür an die nette Upgrade-Policy von Sixt. Trotzdem habe ich die Navigon-Halterung einem guten Zweck zuführen können. Kommen wir aber nun erst mal zum Testbericht.
Lieferumfang
Qualität und Bedienbarkeit
Die Qualität der Navihalterung erscheint mir ganz passabel, auch nachdem die Halterung bei Minusgraden über Nacht im Auto gelegen hat war das Material angenehm griffig und nicht spröde. Schade ist, dass der Hebel für die Befestigung des Saugnapfs irgendwie ein bisschen eckig und scharfkantig wirkt, wer einmal aus einem ungünstigen Winkel eine Navihalterung vom Fahrersitz an der Windschutzscheibe befestigt hat, ist froh um jede Erleichterung den Saugnapf sauber an der Scheibe zu befestigen. Hier wäre eine Drehlösung ala TomTom sicherlich von Vorteil, beim Hebel muss manchmal unverhältnismäßig viel Kraft aufgewandt werden und mit etwas Pech knallt die Hand dann voll an die Windschutzscheibe.
Die spezielle Halterung fürs iPhone ist ebenfalls mit einem Hebel versehen, warum man hier nicht eine Drehhalterung genommen hat versteh ich auch nicht. Beim Drehen kann ich die Hand wesentlich sorgfältiger führen als wenn ich einen kleinen Hebel umlegen muss, der dann evtl. noch klemmt. Das iPhone wird sanft in die Design-Halterung eingeführt und dank des nicht zu spröden Plastik sollten eigentlich auch keine Kratzer am iPhone auftreten – falls es überhaupt den Nutzer interessiert. Übrigens müssen iPhone-Hüllen abgenommen werden, ansonsten ist die Navigon-Halterung zu eng. Ein letzter Punkt den ich bemängeln muss, der Winkel in dem die Halterung justiert werden kann ist zu klein. Hier würde ich mir vertikal eine weiten Winkel wünschen, damit das iPhone auch optimal bedient werden kann und die Sicht auf das Display einwandfrei ist.
Einsatz
Die Halterung ist schnell montiert, das iPhone steckt schnell auch in der Halteschale und dank des mitgelieferten Aufladekabels samt USB-Ladegerät ist auch das iPhone dauerhaft mit Strom versorgt. Nachteilig ist hier die nicht wirklich vorhandene Multitasking-Fähigkeit des iPhones. Entweder ich navigiere oder ich telefoniere Der Lautsprecher des iPhones klingt bei höheren Autobahntempi etwas dürr und zart, hier wäre ich mir nicht ganz sicher ob ich das eine oder andere Navigationskommando mitbekommen würde, wenn ich nicht auf das Display schauen würde. Aber das hatte ich ja zum Glück nicht nötig, da mein Auto mit einem Navi ab Werk ausgestattet war. Ein weiterer Nachteil ist der nicht unbedingt starke GPS Empfänger im iPhone. Innerhalb des Autos riss die GPS-Verbindung auch das eine oder andere mal ab, wenn ich auf die Position wirklich angewiesen gewesen wäre, hätte ich mich schon etwas geärgert.
Fazit
Irgendwie ist die Design-Halterung von Navigon nichts Ganzes und nichts Halbes. Sicherlich ist sie schick und ich würde sie eher im Auto vorziehen als eine generische, unförmige Halterung wo auch mein iPhone reinpassen würde. Aber TomTom liefert augenscheinlich das bessere Paket mit einem GPS-Empfänger in der Halterung und einem integrierten Dock mit Lautsprecher, um die Sprachkommandos zu verstärken. Leider habe ich versäumt, die Halterung im Auto-Einsatz zu fotografieren, mea culpa.










