Produkttest: Logitech Squeezebox Duet Teil 1
Produkttest: Logitech Squeezebox Duet Teil 1
Wie schlägt sich das Gerät als Internet-Radio?
Nachdem ich die Gerätschaften nun schon ausgepackt und präsentiert habe, geht es jetzt ans Eingemachte: Das Logitech Squeeze-Box-Duet-Set hat den Weg in mein Wohnzimmer gefunden und darf sich nun bewähren. Die Einsatzzwecke der beiden schwarzen Kästen sind klar: Zum einen soll der „Squeezbox Duet Receiver“ Musik direkt aus dem Internet streamen, zum anderen würde ich gerne über W-LAN meiner digitalen Musiksammlung per HiFi-Receiver lauschen können. Klingt alles kompliziert, aber ist es das auch? Die Einrichtung: Zuerst einmal brauchen natürlich beide Geräte Strom: Also den Akku in die Fernbedienung, den Squeezebox-Receiver ans Netzteil gehängt. Und da man ohne Audio-Verbindung zum HiFi-Receiver erfahrungsgemäß recht wenig aus den Lautsprechern zu hören bekommt, erledige ich auch das: Ich verwende ein optisches Digital-Kabel, um das bestmögliche aus der Squeezebox-HiFi-Receiver-Kombination herauszuholen. Natürlich bieten MP3s und Internet-Radio kein Dolby-Digital-Vergnügen, immerhin aber einen guten Stereo-Sound…
Aber erstmal müssen die Geräte ja anspringen. Gesagt, getan: Der Squeezebox-Receiver blinkt nach dem Anschließen ans Netzteil fröhlich vor sich hin und die Fernbedienung begrüßt den Benutzer mit dem Werbeslogan „Free your music“ und nimmt ihn bei der Einrichtung an die Leine. Dabei geht’s zuerst an die Suche des W-LANs: Bei einem verschlüsselten Netzwerk stößt man hier auf die ersten Schwierigkeiten. Da der Fernbedienung eine richtige Tastatur fehlt, muss man den Schlüssel über das Scrollrad eingeben, was sich als schweres Unterfangen erweist und einige Zeit in Anspruch nimmt. Hat man das erledigt, schmeißt einem die Einrichtungssoftware einen weiteren Stein in den Weg. Anstatt direkt loslegen zu können, muss man sich erst über eine PIN auf der Squeezebox-Seite Squeezenetwork.com registrieren. Hat man dies erledigt, registriert die Squeezebox das automatisch und dann kann das Internet-Radio-Vergnügen auch schon losgehen.
Das Hauptmenü der Fernbedienung erinnert ein wenig an die Software der klassischen iPods, wirkt dabei aber weniger aufgeräumt. Im standardmäßigen Hauptmenü finden sich folgende Punkte:
Analog zu den Apple-Geräten kann man sich das Hauptmenü auf Wunsch auch selbst konfigurieren und Menüpunkte hinzufügen oder löschen. Dabei kann man sowohl Ober- als auch Unterpunkte als Kandidaten fürs Hauptmenü auswählen. So kann man sich zum Beispiel seinen Lieblings-Online-Musikdienst direkt ins Hauptmenü legen, um schneller auf die Wunschmusik zugreifen zu können.
Musik aus dem Netz
Überhaupt macht einem das Squeezebox-Duet-Set den kostenlosen Zugriff auf Musik im Internet recht leicht: Folgende Musikdienste unterstützen die Squeezebox-Geräte ab Werk:
Außerdem kann man auch im Amazon-CD-Store stöbern und Artikel in den Warenkorb legen. Kaufen muss man diese aber dann über squeezenetwork.com.
Natürlich kann man auch auf „normales“ Internet-Radio zugreifen. Neben vorgegeben Listen, die nach Kategorien geordnet sind, lassen sich auch lokale Sender über den Menüpunkt „Lokal“ anhören. Die ungefähre Position wird offensichtlich anhand der IP-Adresse erkannt und so funktioniert das Ganze recht zuverlässig. Weiterhin hat man Zugriff auf „weitere Radiosender“. Der etwas versteckte Menüpunkt, ermöglicht einem den Zugriff auf folgende Anbieter:
Möchte man alle diese Sender einmal ausprobieren, ist man vermutlich schon Jahre beschäftigt. Das Abspielen der tausenden Stationen ist superleicht: Markieren und Play drücken. Schon hat man das gewünschte Radio auf den Ohren.
Wer suchet, der findet…
Großartige Idee: Eine Suchfunktion, die alle möglichen Radio- und Online-Musik-Dienste nach dem gewünschten Song oder Interpreten durchsucht. Blöd nur, dass einem die miserable Eingabe über das Scrollrad dabei quer kommt und man ewig damit beschäftigt ist, das gewünschte Wort einzugeben.
Bei der Suche nach Internet-Radios funktioniert diese Funktion trotzdem ganz gut und man kommt meist zu einem Sender, der das gesuchte Wort im Namen trägt. Schlechter funktioniert die Suchfunktion zum Beispiel bei der Suche nach einem Interpreten in einem Musik-Dienst. Gibt man bei Deezer beispielsweise Cold ein, schmeißt einem die Suche lediglich Bandnamen aus, die das Wort Cold isoliert im Namen stehen haben. Eigentlich war ich nur zu faul, Coldplay einzutippen, musste die vier Buchstaben nach dem ersten Ergebnis aber noch hinzufügen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Trotzdem ist es beeindruckend, dass ich mit der Squeezebox die Möglichkeit hab, fast alles zu hören, was ich möchte. Quasi sofort. Und vor allem kostenlos.
Vorläufiges Fazit
Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ich soviel Radio höre! Mit dem Squeezebox-Duet-Set hat man die Möglichkeit, sich tausende Radiosender direkt ins Wohnzimmer zu holen. Zu großen Teilen in guter Qualität und mit hervorragender Musik. Und legen die Radio-DJs nur Mist auf, kann man immer noch über die Musikdienste die Wunschmusik hören. Und das komplett, ohne sich jemals um die Beschaffung der Musik, egal auf welchem Wege, gekümmert zu haben. Schade, dass die Sucheingabe über die Fernbedienung so verdammt umständlich ist, sonst wäre das Vergnügen noch größer! Andererseits kann man sich dann auch direkt einen Computer ins Wohnzimmer stellen…
Natürlich war das noch nicht alles: Beim zweiten Bericht über das Squeezebox-Duet-Set geht’s ans eingemachte: Kann ich über die Squeezebox auch problemlos auf die eigene Musiksammlung zugreifen? Wir werden sehen…







