Produkttest: LaCie Mobile Drive (80 GB, 5.400 U/Min)

von dominik-briselat

· 3 min Lesezeit

Produkttest: LaCie Mobile Drive (80 GB, 5.400 U/Min)

Warum eine Festplatte auch sehr gut Bundeskanzler werden könnte (Stichwort: Wahlprogramm)
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Gestern ist es endlich eingetroffen, mein neues LaCie Mobile Drive mit 80GB Speicher. Und ich muss doch sagen, dass sich das Warten die letzten zwei Wochen gelohnt hat, auch wenn nicht alles so perfekt ist, wie es in der Welt des Online-Shopping dargestellt wird.

Fangen wir also mit der Verpackung an: Hier kann man sich ja schon denken, dass auch LaCie im Designcontest mit Apple verlieren würde, aber dennoch gibt man sich im Hause LaCie sehr viel Mühe. Besonders hat die Verpackungsabteilung auf die einheitliche Farbwahl geachtet: So dominieren hier verschiedene Blautöne auf weißem Untergrund und vermittelt ein, wie ich finde, sehr angenehmes Feeling beim Auspacken. Leider konnte aber auch LaCie nicht die Finger von diversen USB-Logos und einer doch recht überladenen Rückseite lassen. Dies erinnert schon wieder etwas an unsere „Fenster-Freunde aus Redmond“…

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Hat man erst einmal die beiden Versiegelungen gelöst und die Schublade herausgezogen, so wird man gleich von einem (eventuellen) Schockmoment erwartet: Die Festplatte ist leider nicht, wie im Internet auf diversen Seiten abgebildet, silbern oder gar aus Aluminium, sondern viel eher in einem mittelgrauen Case untergebracht. Die beiden schmalsten Seiten haben allerdings Aluminium-Inlays. Insgesamt kann man durchaus sagen, dass sich das Engagement von F.A. Porsche rentiert hat, denn das Gesamtpaket ist trotz der ersten Überraschung sehr stimmig und dezent. Genau das Richtige also für den Mac-User.

Weiter kann man positiv anmerken, dass LaCie der Festplatte ein schwarzes, gepolstertes Säckchen (vom Feeling her samtig, aber wohl eher aus diversen Kunststoffen) und zwei USB-Kabel (1x Connector, 1x zusätzliche Stromversorgung, falls der Standardweg nicht genügen sollte) beigelegt hat. So wirkt das Paket nicht überladen, aber dennoch zweckmäßig. Eine Installations-CD mit der LaCie-Backup-Software liegt ebenfalls bei.

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Die Software ist sehr intuitiv und kompakt designed. Auf dem Mac verschlingt sie gerade einmal zirka 10 MB. Man hat nun in der Software die Möglichkeit auszuwählen, welche Dateien gesichert werden sollen. Die Sicherungskopie ist aber leider nur eine Kopie und kein komplett wieder aufspielbares System, dass mit der Software komprimiert wurde. So wird gewissermaßen nur die interne Festplatte geklont und auf dem Mobile Drive abgespeichert.

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Das Mobile Drive ist sehr kompakt und ein echtes Leichtgewicht: Es wiegt nur 180 Gramm bei Abmessungen von 1,7 x 7,6 x 12,9 Zentimetern. Technisch hat es auch einiges zu bieten – 5.400 U/Min, 8 MB Cache und eine Zugriffszeit von 12 Millisekunden. Die Daten werden per USB 2.0/1.1 übertragen bei angeblich bis zu 480 Mbit/s.

Also gleich weiter zur Überprüfung dieser Ergebnisse: Hierzu habe ich mehrere Messungen mit verschiedenen Dateitypen und -größen durchgeführt, wobei man anmerken sollte, dass die angegebenen 480 Mbit/s fast nie zu erreichen sind. Normal sind in etwa 25 bis 30 MB/s (200 bis 240 Mbit/s) via USB 2.0. Hier aber die Ergebnisse in grafischer Form:

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Wie man sehen kann, wurden die Angaben in keiner Weise erfüllt. Durchschnittlich schafft das LaCie Mobile Drive mit zirka 15 MB/s nur gut die Hälfte der maximal erreichbaren Geschwindigkeit. In der Praxis sind 15 MB/s jedoch immer noch ein akzeptabler Wert. So können auch mehrere Gigabyte Daten schnell übertragen werden. Beispielsweise ist das LaCie dreimal schneller als ein iPod nano der aktuellen Generation mit Flashspeicher.

Da ich bewusst auf den „Dauerschütteltest“ verzichten möchte, endet hier schon wieder der kleine Ausflug in die Welt der Testprodukte. Also bis zum nächsten Mal!

PS: Der nächste Test wird sich (eventuell in einer mehrteilgen Folge) genauer mit dem Samsung SGH-D900 Ultra Edition auseinandersetzen. Schaut unbedingt wieder rein. Die vielen Bilder sind bereits fertig, der Artikel wird wahrscheinlich über das Wochenende erstellt.

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Kommentare

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Gepostete Kommentare

Sebastian 26.01.2007, 10:19 Uhr

Das solche externen Laufwerke langsam sind, ist aber ein bekanntes Problem. Die Chips, die die Signale auf USB umwandeln, schaffen einfach nicht mehr.

Maniac 26.01.2007, 12:08 Uhr

Hmm und was ist nun das Besondere oder der große Vorteil an dem Ding? Was unterscheidet es von einer normalen Notebook-Platte in nem ext. Gehäuse? Ist es doch, oder nicht? Oder ist es die "Kopier-Software", die beiliegt?

Bastian Greshake 26.01.2007, 13:36 Uhr

Ich find ja persönlich, dass die kleinen externen Festplatten einfach zu teuer sind im Vergleich zu den 3,5er Platten. Für den Preis bekommt man schon fast 300GB als externe Festplatte mit regulärer Größe, so mobil müssen meine Datenmengen dann auch nicht sein.

Peter "Der 3.Stellvertreter" Hauke 26.01.2007, 14:31 Uhr

Du nutzt die Lacie ja an einem Mac und Macs haben (schon fast traditionell) eine recht langsame USB2-Unterstütztung. Da kommst Du mit 15MB/sec definitiv ran .... Peter

Patrick 26.01.2007, 20:00 Uhr

Sebastian: Mag sein, dass die Chips begrenzend wirken. Mir scheint das eher an USB (host-basiert) an sich zu liegen, denn meine mobile Lacie mit USB und FireWire schafft deutlich höhere Transferraten mit FW (Peer-to-Peer-Struktur). USB2: ca. 15MB/s FW400: ca. 25MB/s (jeweils mit der mobile Lacie USB/FW-Platte mit 60GB am MacBook Core2Duo 2GHz, 1GB RAM) Lange hatten Macs eh ihre Probleme mit USB wegen dessen schlampiger Implementation seitens Apple. Für mich war und ist USB keine wirklich ernstzunehmende Alternative zu FW, wenn es um Massenspeicher geht. Ok, Flashspeicher mit FW zu finden, ist schon etwas schwerer und da ist es mir dann auch egal. Mittlerweile reichen die Transferraten da schon hin. Dominik: Schade, der Testbericht fing so gut an und endet, als hätte man dir den Text abgeschnitten. Zumindest ein Fazit wäre doch noch drin gewesen, oder? Ein etwas ausführlicherer Benchmark (sequentielles, zufälliges Lesen/Schreiben, unterschiedliche Blockgrößen, mehrere Threads gleichzeitig) hätte da sicher geholfen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man Daten liest oder schreibt und je nach Blockgröße, Zugriffsmuster und mehreren Threads schwankt die angegebene Leistung ja erheblich. Wahrscheinlich ist sowas für eine USB-Platte eh übertrieben, denn die Platte (wohl von Seagate) kann ihre Stärken nicht voll ausspielen. PS: Das Blogsystem scheint sich hier Scherze zu erlauben. Nach dem Abschicken (ohne Fehlermeldung) wird die Seite neugeladen, der Kommentar erscheint nicht und die Eingabefelder sind alle wieder leer (Cookies sind nicht deaktiviert, Checkbox unten aktiviert).

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