Produkttest: 1 GB iPod Shuffle (2. Generation)

von dominik-briselat

· 5 min Lesezeit

Produkttest: 1 GB iPod Shuffle (2. Generation)

I just wish it came in green
image

In den letzten Wochen habe ich irgendwie meinen Spaß an Produkttests gefunden. Deswegen geht der Spaß auch gleich weiter. Neben dem neuen iPod nano gibt es ja auch noch die neue Generation des iPod Shuffle. Weil ich diesen bereits Ende September bei Apple vorbestellt habe, ist er nun schon seit fast einer Woche in meinem Besitz (morgen ist es so weit). Und wenn er schon so früh zu mir kommt, kann er auch gleich mit auf die Teststrecke. Zu Beginn noch eine kleine Anmerkung: Schaut mal auf der Seite von Greenpeace vorbei. Gute Aktion dort, wie ich finde.
Erster Eindruck
Apple gibt dem neuen iPod Shuffle ähnliches Zubehör mit wie seinem großen Bruder, dem iPod nano. So kommt der Shuffle ebenfalls im „Schneewittchensarg“. Die Verpackungsgröße ist identisch mit der des nano. „Der kleinste aller Zwerge aus Apple-Land“ ist zudem durch die transparente Außenhülle gut sichtbar, so dass sich die Vorfreude, ihn in der Hand zu halten, mit jedem Blick steigert. Den metallenen Shuffle nun endlich in der Hand – ja, ihm wurde wie dem nano eine Hülle aus eloxiertem Aluminium spendiert –, zweifelt man schnell daran, dass man wirklich sein ganzes „Greifinstrument“ verwenden muss, um ihn zu fassen. Anders als beim iPod nano und iPod „Video“ reicht es in diesem Fall völlig aus, nur zwei Finger zu benutzen, um ihn sicher in der Luft oder auch Tasche zu „manövrieren“. Er ist durch sein geringes Gewicht von nur 15 Gramm kaum spürbar; man sollte also im Alltag immer einen freien Blick auf seinen Mini-Begleiter haben, da er sonst schnell verloren gehen kann bzw. ihn sich ein Langfinger zu Eigen macht.

image
Bilder aus der allerersten Stunde nach dem Auspacken gibt es in diesem Artikel.

Lieferumfang
Den hinteren Teil der Verpackung aufgeklappt, wird man dort beinahe sehnsüchtig von einem Dock zur Synchronisierung erwartet. Neben dem 1 GB iPod Shuffle und dem Dock kann man die üblichen Dokumentationsunterlagen (Garantieinformationen, Bedienungsanleitung (in diesem Fall eher eine kurze Einführung) und zwei kleine Apple-Sticker), ein Paar Ohrhörer und die dazugehörigen Schutz-Abdeckungen vorfinden.

image
Wie man sieht, liegt hier wie beim iPod nano keine Installations-CD bei, dafür aber ein wunderschönes und praktisches Dock, für das man früher ein gewisses Extra-Budget mitbringen musste. Also schnell iTunes laden und los geht’s.

Ohrhörer und Klang
Leider hat Apple dem iPod Shuffle der zweiten Generation nicht die neuen Ohrhörer beigelegt. Stattdessen ist ein Paar der alten Version vorzufinden, das einen sehr viel schlechteren Klang, besonders im Höhen- und Bassbereich, hat sowie weniger gut in der Ohrmuschel sitzt. Wer also viel Wert auf guten Klang legt, sollte hierbei keinen Kompromiss eingehen und besser zu Kopfhörern von Shure (bei Cyberport im Sortiment, gänzlich zu empfehlen sind E3c und E4c) oder Ultimate Ears (für den musikverwöhnten „Normal-Konsumenten“ ist hier der UE super.fi 5EB zu empfehlen, der dem UE super.fi 5pro in nichts außer der etwas niedrigeren Außengeräuschabschirmung nachsteht) greifen. Klanglich kann der neue iPod Shuffle leider nicht auf ganzer Linie mit dem großen iPod oder iPod nano mithalten. Während etwas leiseren Passagen in der Musikwiedergabe hört man ein deutlich lauteres Rauschen als bei den größeren Geschwistern der iPod-Familie.

Software: iTunes 7
Auf iTunes möchte ich in dieser Review nicht weiter eingehen. Eine genaue Beschreibung zum Programm gibt es in meiner iPod nano Review. Als einzigen Punkt möchte ich auch hier erwähnen, dass ebenfalls wie bei den großen Brüdern neuerdings die Software per Internet geladen werden muss, was sich negativ auf die Wertung auswirkt.

image

Features
Der iPod Shuffle wurde im Gegensatz zum iPod nano und iPod der fünften Generation auf die wichtigsten Features reduziert. So bringt er wie die Vorgängerversion ein einfach aufgebautes Bedienfeld wie die Apple Remote mit. So lassen sich folgende Funktionen steuern: Play, Pause, vor, zurück, höhere Lautstärke, niedrigere Lautstärke. Über zwei zusätzliche Schalter an der Unterseite des Shuffle kann man ihn ein- und ausschalten sowie den Winzling Musik in Reihenfolge oder gemischt wiedergeben lassen.

image

Die letzte nennbare Funktion ist eine absolute Neuerung: der integrierte Clip. Auf der Rückseite wurde der iPod um eine Art Klammer erweitert, womit er fast überall wunderbar zu befestigen ist (eine sehr praktische Funktion im Alltag; vor allem, wenn man erkältet ist und einen Schal tragen muss: Einfach anclippen und los geht’s!).

Hier noch eine kleine Auflistung der Codecs, die der iPod Shuffle unterstützt:

  • MP3 (8 bis 320 kb/s)
  • MP3 VBR
  • AAC (8 bis 320 kb/s)
  • Protected AAC (aus dem iTunes Store, M4A, M4B, M4P)
  • Audible (Formate 2, 3 und 4)
  • WAV
  • AIFF

    Speichergeschwindigkeit
    In der Speichergeschwindigkeit steht der neue iPod Shuffle seinem nächstgrößeren Bruder in nichts nach. Der Speicher mit der Kapazität von einem Gigabyte lässt sich mit 25-facher Geschwindigkeit beschreiben (1 Titel 4:00 Minuten (AAC 128 kb/s) pro Sekunde). Dies ist ein sehr gutes Ergebnis angesichts seiner Größe (Apple behauptet, der Shuffle sei der kleinste MP3-Player der Welt).

    image

    Akkulaufzeit
    Mein ehemaliger Shuffle der ersten Generation konnte mich schon damals von seinen Qualitäten überzeugen. Diese lagen größtenteils in der Akkulaufzeit von 16 statt den angegebenen 10 Stunden. Überraschend musste ich feststellen, dass der neue iPod Shuffle auch hier nicht das Nachsehen hat, obwohl er nur halb so groß ist wie sein Vorgänger. Im Test brachte er es auf satte 18 Stunden und 6 Minuten. Ein erstaunliches Ergebnis, wo Apple doch meint, nach 12 Stunden sei der Hörspaß vorbei.

    image

    Fazit
    Festhalten kann man also, dass der neue iPod Shuffle ein absolut gelungenes Produkt ist. Er überzeugt durch äußere Kompaktheit und innere Größe. Klanglich kann er leider nicht im Vergleich mit der kompletten Apple-Produktreihe mithalten, was aber aufgrund der sehr kompakten Bauart auch nicht anders zu erwarten ist. Empfehlen kann man den Shuffle vor allem als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk (bis dahin sind es ja nur noch zrika zwei Monate). Der Beschenkte wird mit Sicherheit riesige Augen machen und kann sein Glück nicht fassen. Für Menschen, die sich selbst eine Freude machen möchten, sich auch mal gerne überraschen lassen und offen für Neues sind – was aufgrund des fehlenden Displays die Voraussetzung ist –, ist der neue Apple iPod Shuffle der absolut richtige MP3-Player: kompakte Maße, immer noch ein zumindest einigermaßen guter Klang, immer für eine Überraschung wert und „most important: WEARABILITY“ (wie es Steve Jobs, Gründer und CEO von Apple, auf der Keynote formuliert hat). – Spaß wird also beinahe jeder an dem Winzling finden können, doch wohl gemerkt: Eine Internetverbindung für den Download von iTunes ist die Voraussetzung.

    image

  • Kommentare

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Erforderliche Felder sind mit * markiert

    Gepostete Kommentare

    Dominik Briselat 07.11.2006, 15:05 Uhr

    Gleich noch eine Vorabankündigung: In den nächsten Wochen kann ich leider nicht so aktiv sein, da die nächste Klausurenwelle auf mich zurollt und ich ein Hinterteil voll zu tun haben werde. Falls ich mal etwas Zeit habe, werde ich sicherlich weitere Artikel schreiben, aber es kann auch sein, dass es bis Weihnachten dauern wird. Dann bin ich aber wieder für fast 2-3 Monate voll da. Grüße an alle Leser und Cyberblocer, Dominik

    rob 07.11.2006, 15:37 Uhr

    Hi, toller Bericht! Ist der Klang des Shuffle denn nun sooo schlecht?? greetz from berlin rob

    Dominik Briselat 07.11.2006, 17:00 Uhr

    Nein, so schlecht ist der Klang nicht. Ich würde die Wiedergabequalität trotzdem etwas unter der der beiden größeren Modelle, nano und Video, einordnen. Er ist aber in seiner Preisklasse durchaus konkurrenzfähig (Creative bietet zu dem Preis etwas mehr Leistung, dafür aber kein so kompaktes Design). Ich kann ihn meinerseits nur empfehlen, da er mir viel Freude bereitet. Habe ihn momentan übrigens an meiner Jacke an einem Klettverschluss an den Ärmeln (normalerweise zum Verkleinern der Ärmel bei Regen oder Wind gedacht) befestigt, weil ich gerade erst aus der Stadt gekommen bin. Das macht dem Kleinen so schnell kein Player nach. ;-) Also keine Scheu vor dem neuen Shuffle - er ist wirklich ein tolles Gerät!

    rob 07.11.2006, 17:11 Uhr

    Ich kann mich nicht zwischen dem shuffle und nano entscheiden.. Und beide kann ich mir nciht leisten ;)

    Marco 08.11.2006, 13:02 Uhr

    Hallo Dominik, wie immer ein sehr schöner Beitrag. Eine echte Bereichung, wenn ich das so sagen darf. ;-)

    Dominik Briselat 08.11.2006, 13:42 Uhr

    So, nach den ganzen Anstrengungen im Cyberbloc habe ich mir nun eine Logitech VX Rev. und eine iPod Radio Remote gegönnt (wird aber wahrscheinlich das Weihnachtsgeschenk für meinen Vater). Also Jungens und Mädels, ein Aufruf an euch: Blogt mit. Blogt nach. Blogt besser. Es lohnt sich und macht auch viel Spaß. Dazu freue ich mich immer wieder sehr, wenn ich ein positives Feedback bekomme. Greetz an alle Cyberblocer, Dominik;-)

    Jens Meier 13.11.2006, 18:08 Uhr

    Es ist wirklich schade, daß es keine Diktiergerätfunktion in den Geräten gibt. Nein, ein Belkin TuneTalk ist nun wirklich an einem festplattenlosen Nano fürs Radfahren indiskutabel. Schade, daß es momentan überhaupt keinen brauchbaren MP3-Player zu geben scheint. :( Dabei möchte ich doch nur einen mit - 12h Akkulaufzeit - ca. 1GB Flashram - Diktiergerätfunktion mit Aufnahme als mp3 - keine Batterien - keine Festplatte - kein verdammtes Radio!!! (GEZ-Falle - über die GEZ-Abzocke auf Computer ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!) - und keine Verkrüppelung der Funktionen durch DRM-Schrott! Zumindest bei Cyberport scheint es keinen Mp3-Player mehr zu geben, der diese simplen Kriterien erfüllt. :(((

    Jens Meier 13.11.2006, 20:51 Uhr

    Ich nehm meinen letzten Kommentar zurück! Ich hab jetzt tatsächlich was passendes gefunden - nach nur 2 Tagen Suche! Der Mp3-Berater von Cyberport sollte wirklich ein paar weitere Auswahlkriterien bekommen. ALLE mp3-Player-Datenblätter per Hand durchzugehen, ist wirklich keine Freude. CU. P.S.: Hat schon jemand die getestet? PRAKTICA DMMC 4

    Thumbnail Beitrag Samsung Galaxy S25 FE

    Tablet & Smartphone im Test

    von Simone Hartmann

    Samsung GALAXY S25 FE im Test

    Tumbnail Test Google Pixel 10

    Tablet & Smartphone im Test

    von Simone Hartmann

    Google Pixel 10 Test – KI-stark und eines der besten Smartphones 2025

    Nothing Phone 3 Test

    Tablet & Smartphone im Test

    von Simone Hartmann

    Nothing Phone im Cyberport Produkttest

    Lautsprecher & Kopfhörer im Test

    von André Nimtz

    Nachhaltig und klangstark? Our Pure Planet Signature Headphones im Test

    Haushaltsgeräte im Test

    von André Nimtz

    Kompakter Kühl-Profi: Dometic CFF 18 Kompressorkühlbox im Test

    Fernseher im Test

    von Johannes Geissler

    AWOL Vision LTV-3000 Pro: Der Ultrakurzdistanzbeamer mit 150 Zoll Diagonale im Test

    Gadgets im Test

    von André Nimtz

    Nie mehr allein zuhause: enabot EBO X Überwachungsroboter im Test

    Gaming-Hardware im Test

    von Sarah Park

    ROG Ally im Test: Was taugt das erste Gaming-Handheld mit Windows 11?

    Monitore & Bildschirme im Test

    von André Nimtz

    Office-Ergonomie pur: EIZO FlexScan EV3240X 4K-Monitor im Test