Produkttest: 1 GB iPod Shuffle (2. Generation)
Produkttest: 1 GB iPod Shuffle (2. Generation)
I just wish it came in green
In den letzten Wochen habe ich irgendwie meinen Spaß an Produkttests gefunden. Deswegen geht der Spaß auch gleich weiter. Neben dem neuen iPod nano gibt es ja auch noch die neue Generation des iPod Shuffle. Weil ich diesen bereits Ende September bei Apple vorbestellt habe, ist er nun schon seit fast einer Woche in meinem Besitz (morgen ist es so weit). Und wenn er schon so früh zu mir kommt, kann er auch gleich mit auf die Teststrecke. Zu Beginn noch eine kleine Anmerkung: Schaut mal auf der Seite von Greenpeace vorbei. Gute Aktion dort, wie ich finde.
Erster Eindruck
Apple gibt dem neuen iPod Shuffle ähnliches Zubehör mit wie seinem großen Bruder, dem iPod nano. So kommt der Shuffle ebenfalls im „Schneewittchensarg“. Die Verpackungsgröße ist identisch mit der des nano. „Der kleinste aller Zwerge aus Apple-Land“ ist zudem durch die transparente Außenhülle gut sichtbar, so dass sich die Vorfreude, ihn in der Hand zu halten, mit jedem Blick steigert. Den metallenen Shuffle nun endlich in der Hand – ja, ihm wurde wie dem nano eine Hülle aus eloxiertem Aluminium spendiert –, zweifelt man schnell daran, dass man wirklich sein ganzes „Greifinstrument“ verwenden muss, um ihn zu fassen. Anders als beim iPod nano und iPod „Video“ reicht es in diesem Fall völlig aus, nur zwei Finger zu benutzen, um ihn sicher in der Luft oder auch Tasche zu „manövrieren“. Er ist durch sein geringes Gewicht von nur 15 Gramm kaum spürbar; man sollte also im Alltag immer einen freien Blick auf seinen Mini-Begleiter haben, da er sonst schnell verloren gehen kann bzw. ihn sich ein Langfinger zu Eigen macht.

Bilder aus der allerersten Stunde nach dem Auspacken gibt es in diesem Artikel.
Lieferumfang
Den hinteren Teil der Verpackung aufgeklappt, wird man dort beinahe sehnsüchtig von einem Dock zur Synchronisierung erwartet. Neben dem 1 GB iPod Shuffle und dem Dock kann man die üblichen Dokumentationsunterlagen (Garantieinformationen, Bedienungsanleitung (in diesem Fall eher eine kurze Einführung) und zwei kleine Apple-Sticker), ein Paar Ohrhörer und die dazugehörigen Schutz-Abdeckungen vorfinden.

Wie man sieht, liegt hier wie beim iPod nano keine Installations-CD bei, dafür aber ein wunderschönes und praktisches Dock, für das man früher ein gewisses Extra-Budget mitbringen musste. Also schnell iTunes laden und los geht’s.
Ohrhörer und Klang
Leider hat Apple dem iPod Shuffle der zweiten Generation nicht die neuen Ohrhörer beigelegt. Stattdessen ist ein Paar der alten Version vorzufinden, das einen sehr viel schlechteren Klang, besonders im Höhen- und Bassbereich, hat sowie weniger gut in der Ohrmuschel sitzt. Wer also viel Wert auf guten Klang legt, sollte hierbei keinen Kompromiss eingehen und besser zu Kopfhörern von Shure (bei Cyberport im Sortiment, gänzlich zu empfehlen sind E3c und E4c) oder Ultimate Ears (für den musikverwöhnten „Normal-Konsumenten“ ist hier der UE super.fi 5EB zu empfehlen, der dem UE super.fi 5pro in nichts außer der etwas niedrigeren Außengeräuschabschirmung nachsteht) greifen. Klanglich kann der neue iPod Shuffle leider nicht auf ganzer Linie mit dem großen iPod oder iPod nano mithalten. Während etwas leiseren Passagen in der Musikwiedergabe hört man ein deutlich lauteres Rauschen als bei den größeren Geschwistern der iPod-Familie.
Software: iTunes 7
Auf iTunes möchte ich in dieser Review nicht weiter eingehen. Eine genaue Beschreibung zum Programm gibt es in meiner iPod nano Review. Als einzigen Punkt möchte ich auch hier erwähnen, dass ebenfalls wie bei den großen Brüdern neuerdings die Software per Internet geladen werden muss, was sich negativ auf die Wertung auswirkt.

Features
Der iPod Shuffle wurde im Gegensatz zum iPod nano und iPod der fünften Generation auf die wichtigsten Features reduziert. So bringt er wie die Vorgängerversion ein einfach aufgebautes Bedienfeld wie die Apple Remote mit. So lassen sich folgende Funktionen steuern: Play, Pause, vor, zurück, höhere Lautstärke, niedrigere Lautstärke. Über zwei zusätzliche Schalter an der Unterseite des Shuffle kann man ihn ein- und ausschalten sowie den Winzling Musik in Reihenfolge oder gemischt wiedergeben lassen.

Die letzte nennbare Funktion ist eine absolute Neuerung: der integrierte Clip. Auf der Rückseite wurde der iPod um eine Art Klammer erweitert, womit er fast überall wunderbar zu befestigen ist (eine sehr praktische Funktion im Alltag; vor allem, wenn man erkältet ist und einen Schal tragen muss: Einfach anclippen und los geht’s!).
Hier noch eine kleine Auflistung der Codecs, die der iPod Shuffle unterstützt:
Speichergeschwindigkeit
In der Speichergeschwindigkeit steht der neue iPod Shuffle seinem nächstgrößeren Bruder in nichts nach. Der Speicher mit der Kapazität von einem Gigabyte lässt sich mit 25-facher Geschwindigkeit beschreiben (1 Titel 4:00 Minuten (AAC 128 kb/s) pro Sekunde). Dies ist ein sehr gutes Ergebnis angesichts seiner Größe (Apple behauptet, der Shuffle sei der kleinste MP3-Player der Welt).

Akkulaufzeit
Mein ehemaliger Shuffle der ersten Generation konnte mich schon damals von seinen Qualitäten überzeugen. Diese lagen größtenteils in der Akkulaufzeit von 16 statt den angegebenen 10 Stunden. Überraschend musste ich feststellen, dass der neue iPod Shuffle auch hier nicht das Nachsehen hat, obwohl er nur halb so groß ist wie sein Vorgänger. Im Test brachte er es auf satte 18 Stunden und 6 Minuten. Ein erstaunliches Ergebnis, wo Apple doch meint, nach 12 Stunden sei der Hörspaß vorbei.

Fazit
Festhalten kann man also, dass der neue iPod Shuffle ein absolut gelungenes Produkt ist. Er überzeugt durch äußere Kompaktheit und innere Größe. Klanglich kann er leider nicht im Vergleich mit der kompletten Apple-Produktreihe mithalten, was aber aufgrund der sehr kompakten Bauart auch nicht anders zu erwarten ist. Empfehlen kann man den Shuffle vor allem als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk (bis dahin sind es ja nur noch zrika zwei Monate). Der Beschenkte wird mit Sicherheit riesige Augen machen und kann sein Glück nicht fassen. Für Menschen, die sich selbst eine Freude machen möchten, sich auch mal gerne überraschen lassen und offen für Neues sind – was aufgrund des fehlenden Displays die Voraussetzung ist –, ist der neue Apple iPod Shuffle der absolut richtige MP3-Player: kompakte Maße, immer noch ein zumindest einigermaßen guter Klang, immer für eine Überraschung wert und „most important: WEARABILITY“ (wie es Steve Jobs, Gründer und CEO von Apple, auf der Keynote formuliert hat). – Spaß wird also beinahe jeder an dem Winzling finden können, doch wohl gemerkt: Eine Internetverbindung für den Download von iTunes ist die Voraussetzung.






